Bei einem Geburtstrauma kann Homöopathie helfen

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Geburtstrauma: Heilung durch Homöopathie

Wenn Elternpaare vor der Entbindung stehen, hoffen sie meist auf eine schnelle Geburt ohne Komplikationen und Geburtstrauma. Doch der Alltag im Geburtssaal sieht manchmal ganz anders aus. Kommt es zu Geburtshindernissen oder liegt das Kind ungünstig im Mutterleib, dann müssen Ärzte und Geburtshelferinnen schnell mit Zange oder Saugglocke eingreifen, um Mutter und Kind vor größeren Schäden zu bewahren oder ihnen gar das Leben zu retten. Dabei können körperliche und seelische Verletzungen entstehen, deren Heilung mit Mitteln der Homöopathie sanft und wirksam unterstützt werden kann.

Geburtstrauma:
Trauma schon während der Schwangerschaft möglich
Geburtstrauma bei Mutter und Baby
Körperliche und seelische Auswirkungen
Homöopathie für Körper und Seele

Trauma schon während der Schwangerschaft möglich

Ein Trauma rund um die Geburt kann viele Ursachen haben und sich auf die körperliche und seelische Entwicklung des Kindes auswirken. Auch schon Ereignisse während der Schwangerschaft können neben komplizierten Geburtsverläufen das kindliche wie auch elterliche Befinden nachhaltig beeinflussen. In Absprache mit den behandelnden Medizinern können Medikamente aus Homöopathie können gleich Abhilfe schaffen oder noch Jahre später bei der Auflösung eines frühen Traumas behilflich sein.

Ein Trauma kann bereits in der Schwangerschaft entstehen. Bereits in der Schwangerschaft können Ereignisse, die heute als alltäglich betrachtet werden, beim Ungeborenen ein Trauma herbeiführen. So wird bei einer Fruchtwasseruntersuchung die innerste Umhüllung des sich entwickelnden Embryos durch medizinische Geräte verletzt. Dies führt vielfach zu einer Verkrampfung des Ungeborenen und anschließenden Krampfwehen bei der Mutter. Es ist weiterhin zu bedenken, dass hier erstmals ein bestehender Schutz verloren geht.

Ebenso können Ultraschalluntersuchungen durch die starke Hitzeentwicklung aber auch Unfälle bzw. Schockerlebnisse der Mutter das Kind bereits während der Schwangerschaft traumatisieren.

Geburtstrauma bei Mutter und Baby

Während es bei der Mutter meist zu Verletzungen durch Risse in Damm, Scheide oder Gebärmutter kommt, entstehen Geburtstraumata bei Kindern im Rahmen schwerer Geburten, durch geburtshilfliche Maßnahmen wie Kaiserschnitt, Saugglocke oder Zangengeburt, Geburten aus Beckenendlage („Steißlage“) und wenn das Kind zur Welt kommen muss, obwohl es eigentlich noch unreif ist.

Kann allein der Durchtritt des Köpfchens durch das knöcherne Becken der Mutter zu Blutungen und Hämatomen im Schädelbereich führen, so entstehen bei den Zangengeburten außerdem Quetschungen am Kopf oder Lähmungen im Gesichtsbereich. Geburten aus der Beckenendlage gehen häufig mit Muskelrissen und Armlähmungen einher, weil das Kind geradezu aus dem Becken gezogen werden muss. Vielfach erleiden Kinder unter der Geburt auch einen Schlüsselbeinbruch.

Körperliche und seelische Auswirkungen

Körperliche Verletzungen, die vor, während oder kurz nach der Geburt durch gewaltsame Einwirkung (mit Zange, Saugglocke, Injektionsnadeln) entstehen, sind natürlich zunächst mit Schmerzen verbunden, die das Kind beim Start ins Leben begleiten. Dazu kommen die Angst der Mutter, die vom Kind wahrgenommen wird. Vor allem aber die seelische Erschütterung der Eltern durch die Erfahrung, den Säugling vor Schmerz und Verletzung nicht bewahren zu können. Obwohl die meisten körperlichen Schädigungen durch Geburtshindernisse oder Eingriffe folgenlos wieder ausheilen, berichten manche Eltern später von Schlafstörungen oder einer Klaustrophobie, die sich schon früh beim Anziehen bzw. Anschnallen im Kindersitz zeigt.

Manch Erwachsener findet in einer Hypnosetherapie oder anderen Formen therapeutischer Traumaarbeit die Ursachen für seine Angststörung in einem Geburtstrauma. Mit einer homöopathischen Konstitutionsbehandlung können Geburtstraumata beim Heranwachsenden oder Erwachsenen auch verarbeitet werden, ohne dass diese ihm bewusst werden müssen.

Homöopathie für Körper und Seele

Homöopathische Mittel wirken nicht nur auf körperlicher sondern auch auf seelischer Ebene, sodass sie geeignet sind, sowohl die Prozesse der körpereigenen Wund- und Knochenheilung als auch die Verarbeitung der seelischen Erschütterung zu unterstützen. Sie sollten den Säuglingen in Absprache mit den Ärzten in niedrigen Potenzen (z.B. D4, D6) gleich verabreicht oder von der Mutter eingenommen werden. Passende Mittel in höheren Potenzen, die sehr tiefgreifend wirken, sind von ausgebildeten Homöopathen (Heilpraktikerin oder Arzt) zu ermitteln. Das erste Mittel nach dem Geburtsschock kann Aconitum sein und erfahrungsgemäß heilen Quetschungen und Hämatome nach der Gabe von Arnika schneller ab. Sind Nervenfasern verletzt, wie es bei Gesichts- und Armlähmung der Fall ist, sollte Hypericum (Johanniskraut) Wirkung zeigen. Die Heilung einer Schlüsselbeinfraktur kann – wie Knochenbrüche generell- mit Symphytum (Beinwell) beschleunigt werden, während bei einem Muskelriss eher Cuprum helfen wird, vor allem, wenn eine Muskelverkrampfung im Spiel ist.

Dem Vater, der das Geschehen meist als machtlos abwarten oder gar zusehen muss, können bei der Verarbeitung des Schockerlebnisses die Notfalltropfen (Rescue Remedy) der Bachblütenessenzen helfen, die er sofort und noch einige Tage bis Wochen weiter einnehmen sollte. (Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin)