Bei Mobbing-Verdacht schnell entgegen steuern

Heilpraxisnet

Bei Mobbing so früh wie möglich aktiv werden

14.04.2015

Wenn Mitarbeiter ausgegrenzt werden, kann dies zu einer enormen Belastung werden. Betroffene fühlen sich dann am Arbeitsplatz meist nicht mehr wohl und häufig leidet auch ihre Leistung darunter. Daher sollten sie sich so früh wie möglich gegen Mobbing wehren.

Mobber denken dass Opfer den Mund halten
Anfangs ist es oft nur Getuschel, doch dann kommen meist verbale Angriffe dazu: Wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, gemobbt zu werden, sollten sie rasch aktiv werden. Juliane Dreisbach, Psychologin aus Freudenberg bei Köln sagte laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa, dass Mobber in der Regel davon ausgehen, dass die Opfer den Mund halten. Es sei immer gefährlich, die Situation erst einmal laufen zu lassen. Sehr wirksam ist demnach, rasch zu dem Kollegen zu gehen und ihn auf sein Verhalten anzusprechen. Dies sendet nämlich ein Stopp-Signal und im besten Fall stellt er dann sein Verhalten schon ein. Außerdem gibt es dem Gemobbten ein gutes Gefühl, da er sich nicht in die Opfer-Rolle drängen lässt, sondern aktiv wird.

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Suche nach Verbündeten
Zudem sollten Mitarbeiter schauen, wen sie in der Abteilung als mögliche Verbündete haben. Dann kann man sich mit den Kollegen austauschen und über Fragen wie „Was ist eigentlich passiert?“ oder „Bilde ich mir das ein, oder geht das wirklich gezielt gegen mich?“ sprechen. Sie können auf diesemWeg etwas Abstand gewinnen und haben vor allem das Gefühl, nicht alleine dazustehen. Betroffene, die sich längere Zeit unwohl fühlen, sollten sich auf jeden Fall Hilfe holen, beispielsweise vom Betriebsrat. Diejenigen, die länger ausgegrenzt werden können auf Dauer auch krank werden.

Mobbing schadet der Gesundheit
Wer morgens nicht aus den Federn kommt, mit Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen zur Arbeit geht, kann daran merken, dass etwas nicht stimmt. Mobbing hat aber noch weitere Auswirkungen auf die Gesundheit. So klagen Betroffene häufig über innere Unruhe und Schlafstörungen. Auch Depressionen und eine insgesamt höhere Anfälligkeit für Krankheiten können die Folge sein. Die Auswirkungen können Jahrzehntelang zu spüren sein. So haben Forscher aus den USA und Großbritannien berichtet, dass Menschen, die als Kinder oder Jugendliche gemobbt wurden, noch im Erwachsenenalter Anzeichen einer chronischen Entzündung im Körper zeigten. (ad)

>Bild: RS / pixelio.de