Bei Rückenschmerzen zum Rheumatologen?

Heilpraxisnet

Chronische Rückenschmerzen in jungen Jahren sollten beim Rheumatologen abgeklärt werden

12.08.2014

Rückenschmerzen bilden eines der verbreitetsten Beschwerdebilder in Deutschland. Meist werden diese in Zusammenhang mit dauerhaften Fehlbelastungen und Fehlhaltungen gebracht, doch kann sich hinter anhaltenden Rückenschmerzen im jüngeren Jahren auch eine rheumatisch-entzündliche Erkrankung verbergen, berichtet die Nachrichtenagentur „dpa“ unter Berufung auf die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh). Ein Gang zum Rheumatologen sei daher bei chronischen Rückenschmerzen durchaus angeraten.

Als mögliche Ursache für chronische Rückenschmerzen bei Personen im Alter unter 45 Jahren nennt die DGRh zum Beispiel die axiale Spondyloarthritis (SpA), welche sich als rheumatisch-entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule anfangs meist durch tiefsitzende, häufig nachts auftretende Rückenschmerzen und eine steife Wirbelsäule bemerkbar mache. Treten die Rückenschmerzen über einen Zeitraum von drei Monaten oder länger auf, sei daher eine fachärztliche Überprüfung geboten.

Symptome oft falsch gedeutet
Beim Allgemeinmediziner werden die Frühsymptome der SpA laut Angaben der DGRh oftmals falsch gedeutet, da das Beschwerdebild auch bei nicht-entzündlichen Erkrankungen auftreten könne. Ein typischer Hinweis auf die Spondyloarthritis sei zum Beispiel, „dass sich die Beschwerden bei Bewegung verbessern, sie meist in der zweiten Nachthälfte vorkommen und sie sich durch entzündungshemmende Schmerzmittel lindern lassen“, berichtet die „dpa“ unter Bezug auf die Ausführungen der DGRh. Sollten diese Symptome zutreffen, rät die Fachgesellschaft dringend einen Rheumatologen aufsuchen. Dieser könne die rheumatisch-entzündliche Erkrankung, deren häufigste Unterform Morbus Bechterew bildet, relativ schnell und verlässlich diagnostizieren. (fp)

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