Bewertungsportal für Krankenhäuser gestartet

Heilpraxisnet

Die AOK startet einen Krankenhausnavigator. Patienten können nach der besten Klinik suchen und selbst bewerten.

(02.05.2010) Die AOK hat ein neues interresantes Online- Bewertungsportal, den "AOK- Krankenhausnavigator", eingerichtet. Patienten können ab sofort geeignete Kliniken für Operationen von Knie- und Hüftgelenken sowie Oberschenkelbrüchen suchen und bewerten. Bisher werden rund 200 Krankenhäuser aus den Regionen Mecklenburg- Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe aufgeführt. Bis Ende 2010 sollen alle Bundesländer sowie rund 1000 Kliniken abrufbar sein. Besucher des AOK-Krankenhausnavigators können bei einer Postleitzahlen-Eingabe die Daten der Krankhäuser einsehen. Anhand der Ergebnisse können Besucher nun sehen, welche Folgen Operationen der Krankenhäuser in einem Zeitraum von einem Jahr hatten. Um entsprechende Ergebnisse liefern zu können, wurden zuvor etwa 76.000 Patienten der AOK anonym mit einem Auswertungsbogen befragt. Durch ein QSR-Verfahren kann überprüft werden, mit welcher Häufigkeit chirugische Komplikationen, Thrombosen oder Lungenembolien auftraten und wie oft Menschen nach einer Operation verstarben.
Dabei wurden nur Krankenhäuser aufgeführt, die mindestens 30 Eingriffe nach Hüft- Kniegelenk- oder Oberschenkelbrüchen durch geführt hatten.

"Aus Patientensicht ist dies ein wesentlicher Schritt nach vorne", lobt der Gesundheitsleiter bei der Verbraucherzentrale Bundesverband, Stefan Etgeton das neue Bewertungsportal der AOK. Das sei ein "Königsweg in der Qualitätssicherung". Der Navigator soll Patienten helfen sich umfassend zu informieren, bevor sie einen Eingriff durch führen lassen. Ärzte können nun Patienten besser beraten. Folgeerkrankungen können minimiert werden, da Patienten nun eine bessere Übersicht über Kliniken haben. Das spart außerdem Kosten. Denn wenn die Kliniken nun in den Wettbewerb treten, wird der Ansporn die Qualität der operativen Behandlungen zu verbessern, gesteigert. Dadurch können Folgekosten bei Pfusch für weitere Behandlungen minimiert werden. Die Verbraucherschutzzentrale schätzt das Einsparpotential innerhalb von drei Jahren der Krankenkassen auf 40 bis 50 Millionen Euro. Der Navigator steht allen Besuchern offen, auch wenn sie nicht bei der AOK Krankenversichert sind.

Mehr zum Thema:

Hier gehts zum AOK Krankenhaus-Navigator:
http://weisse-liste.aok-gesundheitsnavi.de/

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