Knöchelschmerzen
Knöchelschmerzen: Schmerzen im Bereich des Überganges zwischen Unterschenkel und Fuß
Als Knöchelschmerzen werden Schmerzen im Bereich des Überganges zwischen Unterschenkel und Fuß am sogenannten Sprunggelenk bezeichnet.
Unterteilt wird in ein oberes (OSG) und unteres Sprunggelenk (USG). Das obere Sprungegelenk wird aus Wadenbein (äusserer Knöchel), Schienbein (innere Knöchel) und dem Sprungbein (Knochen des Fußes) gebildet. Das untere wird von dem Sprung- und dem Fersenbein (unserem Hacken) gebildet und einigen Fußwurzelknochen.
Die Fußwurzelknochen und das Sprunggelenk müssen eine hohe Belastung ein Leben lang aushalten können. Sie müssen unser gesamtes Körpergewicht tragen. Beim Springen oder Joggen kommt ein Vielfaches der normalen Belastung einseitig hinzu. So ist es nachvollziehbar, dass gerade Menschen, die hier eine hohe Belastung haben wie Läufer, Sprinter, Triathleten, Fußballer, Handballer, u.a. häufig über Knöchelschmerzen klagen.
Bänderdehnungen und Knöchelverstauchungen
In der Knöchelregion bestehen viele Bänder, die die Stabilität in diesem Bereich gewährleisten sollen. Sie sind meist beim „Umknicken“ an der Bordsteinkante, auf der Treppe, beim Aufkommen nach einem Sprung oder beim Treten in eine Kuhle, etc... betroffen. Meist sind es die Bänder am äusseren Knöchel (der vom Wadenbein gebildet wird), die in Mitleidenschaft gezogen sind, da die meisten Menschen nach innen Umknicken (Supinationstrauma). Hierbei kann es auch zum Ausriss der Bandansätze am Knochen kommen. Durch die Verdrehung des Knöchels kommt es meist auch zu Problemen im Gelenk. Betroffene klagen meist über Schmerzen beim Auftreten tief im Gelenk und können den Fuß nicht beugen (Dorsalflexion).
Neue Therapie des akuten verstauchten Knöchels
In der Sportmedizin gibt es eine neuartige sehr effektive Methode der Behandlung für akut verstauchte Knöchel. Nach dem Fasziendistorisonmodell wird nach der Körpersprache behandelt. Im Falle der Knöchel findet man hier oft einzelne schmerzhafte Punkte und Ziehen bis zum Knöchel. Die betroffenen Stellen und Bahnen werden behandelt und die vorher eingeschränkten Bewegungen werden sofort getestet. Wichtig ist es aber, dass vorher abgeklärt wird, dass kein Bruch (Fraktur) oder eine Verletzung der Gefässe vorliegt.
Chronische Schmerzen am Knöchel
Oftmals kommt es nach Bänderdehnungen oder Knöchelverstauchungen auch im Anschluss an die Ruhigstellungsphase zum Verbleiben der Beschwerden in der Region. In diesem Fall ist es meist angezeigt, die normale Benutzung des Beines durch starke Mobilisation der an den Sprungegelenken beteiligten Gelenke wieder anzuregen. Es ist auch angezeigt, zu untersuchen, ob die Statik und Benutzung des betroffenen Beines und Knöchels verändert ist und notfalls hier einzugreifen. Sinnvoll kann es teilweise sein, bei Betroffenen die Aktivität zu beobachten, bei der die Beschwerden auftreten, wie z.B. Joggen, Treppensteigen, etc. Andere Faktoren, die Einflüsse haben können, sind gerade bei Läufern natürlich die Schuhe. Auch hier ist gegebenfalls noch einmal eine Überprüfung auf die individuelle Zweckmässigkeit vorzunehmen. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie, 01.02.2010)
