Knöchelschmerzen
Schmerzen am Knöchel
Knöchelschmerzen: Schmerzen im Bereich des Überganges zwischen Unterschenkel und Fuß.
Als Knöchelschmerzen werden von den meisten Betroffenen Schmerzen im Bereich des Überganges zwischen Unterschenkel und Fuß am sogenannten Sprunggelenk bezeichnet, die bei vielen Sportarten wie Basketball, Hockey oder Fußball auftreten und die die Mobilität und Flexibilität stark einschränken können.
Knöchelschmerzen:
Knöchelschmerzen
Synonyme
Beschwerden bei Knöchelschmerzen
Bänderdehnungen und Knöchelverstauchungen
Neue Therapie des akuten verstauchten Knöchels
Chronische Schmerzen am Knöchel
Synonyme
Knöchelbeschwerden, Bänderdehnung, verstauchter Knöchel, sprained ankle, ankle pain, ankle strain, Schmerzen am Knöchel, Knöchelschmerzen.
Beschwerden bei Knöchelschmerzen
Viele Betroffene geben an, dass sie sehr punktuelle Schmerzen am Spann haben, die auch das Anziehen der Zehen blockieren. Nach dem Konzept des Fasziendistorsionsmodells (FDM), das stark unter Zuhilfenahme der Körpersprache der Betroffenen verfährt, ist dies eine sogenannte Anterior Ankle Continuum Distorsion (AACD). Dies ist eine Störung im Knochen- Band- Übergang, die sehr punktförmige und stechende Schmerzen verursacht und mit starkem Daumendruck behandelt wird.
Ein weiterer Schmerzpunkt wird von Menschen mit Knöchelschmerzen an der Aussenseite des Knöchels angegeben, der häufig bei starker Beugung des Fußes im Stehen Problem macht.
Überhaupt kommt es oft vor, dass viele den Knöchel als instabil empfinden und Schmerzen bei Gewichtsbelastung in der Tiefe des Gelenks empfinden, die aber nicht die Beweglichkeit einschränkt. Im FDM wird dies als sogenannte Einfaltdistorsion gesehen, die mit einem Auseinanderziehen des Sprungegelenks behandelt wird.
Ursachen von Knöchelschmerzen
Unterteilt wird in ein oberes (OSG) und unteres Sprunggelenk (USG). Das obere Sprungegelenk wird aus Wadenbein (äusserer Knöchel), Schienbein (innere Knöchel) und dem Sprungbein (Knochen des Fußes) gebildet. Das untere wird von dem Sprung- und dem Fersenbein (unserem Hacken) gebildet und einigen Fußwurzelknochen.
Die Fußwurzelknochen und das Sprunggelenk müssen eine hohe Belastung ein Leben lang aushalten können. Sie müssen unser gesamtes Körpergewicht tragen. Beim Springen oder Joggen kommt ein Vielfaches der normalen Belastung einseitig hinzu. So ist es nachvollziehbar, dass gerade Menschen, die hier eine hohe Belastung haben wie Läufer, Sprinter, Triathleten, Fußballer, Basketballspieler, Handballer, u.a. häufig über Knöchelschmerzen klagen.
Bänderdehnungen und Knöchelverstauchungen
In der Knöchelregion bestehen viele Bänder, die die Stabilität in diesem Bereich gewährleisten sollen. Sie sind meist beim „Umknicken“ an der Bordsteinkante, auf der Treppe, beim Aufkommen nach einem Sprung oder beim Treten in eine Kuhle, etc... betroffen. Meist sind es die Bänder am äusseren Knöchel (der vom Wadenbein gebildet wird), die in Mitleidenschaft gezogen wurden, da die meisten Menschen nach innen Umknicken (Supinationstrauma). Hierbei kann es auch zum Ausriss der Bandansätze am Knochen kommen. Durch die Verdrehung des Knöchels kommt es meist auch zu Problemen im Gelenk. Betroffene klagen meist über Schmerzen beim Auftreten tief im Gelenk und können den Fuß nicht beugen (Dorsalflexion).
Neue Therapie des akuten verstauchten Knöchels
In der Sportmedizin gibt es eine neuartige sehr effektive Methode der Behandlung für akut verstauchte Knöchel. Nach dem, eingangs schon erwähnten, Fasziendistorsionsmodell (FDM) wird nach der Körpersprache behandelt. Im Falle der Knöchel findet man hier oft einzelne schmerzhafte Punkte und Ziehen bis zum Knöchel, die in Schienbeinschmerzen übergehen können. Die betroffenen Stellen und Bahnen werden behandelt und die vorher eingeschränkten Bewegungen werden sofort getestet. Wichtig ist es aber, dass vorher abgeklärt wird, dass kein Bruch (Fraktur) oder eine Verletzung der Gefässe vorliegt.
Chronische Schmerzen am Knöchel
Chronische Schmerzen am Knöchel
Oftmals kommt es nach Bänderdehnungen oder Knöchelverstauchungen auch im Anschluss an die Ruhigstellungsphase zum Verbleiben der Beschwerden in der Region. In diesem Fall ist es meist angezeigt, die normale Benutzung des Beines durch starke Mobilisation der an den Sprunggelenken beteiligten Gelenke wieder anzuregen. Es ist auch angezeigt, zu untersuchen, ob die Statik und Benutzung des betroffenen Beines und Knöchels verändert ist und notfalls hier einzugreifen, wie dies im Konzept der Osteopathie oder dem Rolfing vorgesehen ist. Dort wird unter anderem neben der Spannungsverteilung und Statik im Körper auch anderen Beschwerden wie Rückenschmerzen, Fußsohlenschmerzen, Kreuzschmerzen, Knieschmerzen, Kniescheibenschmerzen oder allgemeinen Gehschwierigkeiten geschaut.
Sinnvoll kann es auch sein, bei Betroffenen die Aktivität zu beobachten, bei der die Beschwerden auftreten, wie z.B. Joggen, Treppensteigen, etc. Andere Faktoren, die Einflüsse haben können, sind gerade bei Läufern natürlich die Schuhe. Auch hier ist gegebenfalls noch einmal eine Überprüfung auf die individuelle Zweckmässigkeit vorzunehmen. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie, 01.02.2010)