Gehschwierigkeiten
Probleme beim Gehen
Gehschwierigkeiten: Die Erkrankung wird in Fachkreisen als Subkortikale Arteriosklerotische Enzephalopathie bezeichnet
Ein Problem, vor allem bei Menschen im fortgeschrittenen Alter, ist unsicheres Gehen. Gehschwiergkeiten betrifft vor allem die Gesundheit im Alter. Wenn das Aufstehen und Fortbewegen zum Problem wird, werden Menschen massiv in ihrem sozialen Leben eingeschränkt. Fragt man Betroffene, so geben viele an, dass das Problem für sie in den Waden liegt. Sie empfinden ein strumpfartiges Gefühl in den Waden und/oder Taubheit bis in die Füße und haben das Gefühl, dass das für eine Unsicherheit durch mangelnde Kontrolle der Waden und Füsse sorgt. Neurologisch wird eine Polyneuropathie und vom Phelobologen eine Venenproblematik ausgeschlossen. Teilweise treten diese Symptome im Anschluss an Behandlungen mit Zinkleim- Verbänden auf. Hier kann nur vermutet werden, dass es durch das enge Anlegen des Verbandes zu einer Nervenkompression kommt.
Die Taubheit von den Waden bis in die Füße wird meist als Nervenkompression diagnostiziert, aber die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit bringt oftmals keine Befunde. Die Problematik der Füße gilt als Tarsaltunnelsyndrom. Hier bei handelt es sich um eine Kompression des N. Tibialis, der am Innenknöchel verläuft. Es gibt eindeutige Faktoren für die Entstehung, wie Zustand nach Knochenbrüchen, Sehnenentzündungen im betroffenen Bereich, Störungen in der arteriellen Versorgung des Unterschenkels und somit auch des Nerven, etc.
Auch Beschwerden in der Lendenwirbelsäule können die Gehfähigkeit stark einschränken. Die versorgenden Nerven entstammen der Lendenwirbelsäule und können bei sehr starker Kompression ihre Funktion nicht voll erfüllen und so die motorische Gehbewegung hemmen.
Häufig handelt es sich um Probleme, die nicht unmittelbar mit den mechanisch belasteten Körperteilen, den Beinen und dem Becken, zu tun haben, sondern mit den Sinnesorganen. So nimmt man an, dass allgemeine altersbedingte Ablagerungen in den Gefäßen besonders im Gehirn zu einer Minderdurchblutung und verminderten Funktion (Koordination) bei Bewegung führen. Dies kann natürlich auch durch andere Prozesse im Gehirn geschehen, wie erhöhtem Hirndruck durch schlechten Abfluss von Gehirnflüssigkeit (Liquor), einem Schlaganfall, der Parkinson- Krankheit, Multiple Sklerose, etc. Aber auch eine Trübung der Augenlinse (Grauer Star) kann starke zunehmende Unsicherheiten bei der Fortbewegung verursachen.
Aber auch der Morbus Parkinson und die Multiple Sklerose können Gehschwierigkeiten auslösen. Im Falle von Gehschwierigkeiten ist es also ganz wichtig, mit den Betroffenen zusammen den Grund der Beschwerden zu ergründen, um dann weiter zu diagnostizieren oder die richtige Behandlung zu wählen, damit das soziale Leben wieder in vollem Umfang wahrgenommen und genossen werden kann. (Heilpraktiker und Osteopath, Thorsten Fischer, 22.11.2009)