Nackenverspannungen eine Volkskrankheit

Nackenverspannungen ist eine sogenannte Volkskrankheit

Nackenverspannungen- eine „Volkskrankheit“

Durch die sitzenden Arbeitshaltungen an Schreibmaschinen und Monitoren der letzten Jahrzehnte haben Nacken- und Schulterbeschwerden eine weite Verbreitung erfahren. Anatomisch ist meist der Bereich des Trapezmuskels betroffen. Er bildet das Relief unseres Nackens und läuft bis zum Hinterkopf, nach aussen an die Schultern und bis zur Brustwirbelsäule.
Betroffene klagen meist über ein Ziehen von der Schulterregion bis zum Hinterkopf oder bis zwischen die Schulterblätter.
Massagen helfen vielen Menschen, aber schaffen häufig keine langfristige dauerhafte Abhilfe.

Dies hängt oftmals damit zusammen, dass es Faktoren gibt, die die Spannung wieder aufbauen. So nähern sich viele mit Arbeitsplätzen an Computern dem Monitor mit fortschreitender Arbeitsdauer immer weiter an. Dies hängt wohl damit zusammen, dass unsere Augen eigentlich für weites Sehen gemacht sind und die Augenmuskeln ermüden. Durch das Neigen nach vorne müssen die Muskeln hinten dann eine ganze Menge Spannung und Gewicht halten- der Mensch ist nicht mehr ausbalanciert und es kommt zu Verspannungen. In diesem Fall ist es wichtig, die vorderen Brustmuskeln zu dehnen und die Verkürzungen aufzuheben und bei der Arbeit Zeiträume einzuräumen, wo man Punkte in der Ferne fixiert, um die Augen zu entlasten und zu entspannen.

Zusätzlich wird bei vielen Menschen wohl ein Nerv am Hinterkopf (Nervus occipitalis major), der direkt durch die oben erwähnten Muskeln läuft, abgeklemmt. Der Nerv kommt vom zweiten Halswirbel, welcher auch durch das nach vorne gehen des Kopfes unter Spannung steht, weil er den Kopf halten muss, da die darunter liegenden Halswirbelsäulenwirbel mit nach vorne gehen.
Es wird vermutet, dass es teilweise zu Problemen nach Manipulationen (Einrenken) des zweiten Halswirbels kommt, weil er das System noch stabilsiert hat. Ziel sollte die Entlastung der Halswirbelsäule durch einen Ausgleich der Spannungen sein.
Das bedeutet vielfach, dass ersteinmal vorne die Brustmuskeln gelockert werden müssen, damit sich an der Rückseite nicht ständig die Muskeln gegenspannen müssen. Denn viele Betroffenen ziehen auch noch die Schultern nach hinten, um aufrecht zu wirken. Das bringt natürlich noch mehr Spannung auf den Nacken. Diese Zusammenhänge zu erkennen ist bei dem Beschwerdebild der Nackenverspannungen ganz entscheidend, um dauerhafte Beschwerdefreiheit einzuleiten. (Heilpraktiker und Osteopath, Thorsten Fischer, 07.11.2009)