Brokkoli schützt vor Diabetes

Fabian Peters

Brokkoli schützt vor Diabetes.

(23.08.2010) Grünes Blattgemüse senkt das Diabetesrisiko. Insbesondere Kohlsorten wie Brokkoli, Blumenkohl und Spinat zeigen eine positive Wirkung. Anhand einer Studie haben Wissenschaftler festgestellt, dass Gemüsesorten wir Brokkoli oder auch Blumenkohl das Diabetes Risiko um ein Vielfaches senken können. Allerdings kommt es auch darauf an, wie regelmäßig man das Gemüse isst, um gesund zu bleiben.

Wissenschaftler von der University of Leicester haben rund 220.000 Datensätze aus sechs Studien zum Obst und Gemüseverzehr analysiertt und ihre Ergebnisse jetzt im „British Medical Journal“ veröffentlicht. Dabei wurde deutlich, dass Obst und Gemüseverzehr nicht generell das Diabetesrisiko verringert, sondern nur grünes Blattgemüse hier eine eindeutig positive Wirkung entfalten kann.

Grünes Blattgemüse verringerte das Risiko an Diabetes Typ-2 (Altersdiabetes) zu erkranken jedoch erheblich. So kommt das Forscherteam um Melanie Davies im „British Medical Journal“ zu dem Ergebnis, dass eine tägliche Menge von 106 Gramm das Risiko einer Diabetes-Erkrankung um 14 Prozent senkt.

Warum nur grünes Blattgemüse eine derartige Wirkung entfaltet, ist bisher nicht eindeutig geklärt. Die Wissenschaftler vermuten, dass dies mit Antioxidantien wie Vitamin-C oder dem hohen Magnesiumgehalt des Gemüses zusammenhängen könnte. Eindeutig ist, dass grünes Blattgemüse eine Vielzahl positiver Effekte auf das menschliche Immunsystem hat. So stärkt z.B. Brokkoli unser Immunsystem derart, dass Virusinfektionen des Darms abgewehrt und sogar die Ausbreitung von Krebszellen gebremst werden könne, erklärten die Wissenschaftler der University oft Leisester. Der Wirkstoff der diesem Prozess zu Grunde liegt, ist laut einer bereits 2007 im „Journal of Nutritional Biochemistry“ veröffentlichten Studie, Diindolylmethan (DIM), welches beim Verzehr von Kohlgemüsen aus dem Inhaltsstoff Indol-3-Carbinol gebildet wird. Außerdem enthält Brokkoli eine Vielzahl weiterer Wirkstoffe, denen eine positive Wirkung nachgesagt wird. So hilft z. B. Isothiocyanaten bei Blasenkrebs und Sulforaphan schützt den Verdauungstrakt vor Entzündungen und Geschwüren.

Typ 2 Diabetes, die etwa 90 Prozent der Diabetiker betrifft, ist in den modernen Industrienationen weit verbreitet, wobei die Betroffenen der so genannten Altersdiabetes im Schnitt immer jünger werden. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten sich selbstständig auch prophylaktisch vor der Krankheit zu schützen. Bewegung, Gewichtsreduktion und eine ausgewogene Ernährung sind Maßnahmen, die jeder Betroffene selbst ergreifen kann. In diesem Zusammenhang bietet den Ergebnissen der jetzigen Studie zu Folge der Verzehr von grünem Blattgemüse, eine zusätzliche Handlungsmöglichkeit, um der Typ-2-Diabetes entgegen zu wirken. (fp)