Bunte Ostereier: Schöner selbst färben

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Bunte Ostereier: Kaufen oder lieber selber färben?

04.04.2015

Auch wenn es bunte Eier in vielen Geschäften mittlerweile das ganze Jahr über gibt, ist die Nachfrage traditionell zu Ostern am größten. Längst nicht alle Bundesbürger kaufen „fertige“ Ostereier. Vor allem mit Kindern macht es Spaß, die Eier selbst einzufärben. Dafür bieten sich verschiedene Gemüsesorten an.

Deutsche essen im Durchschnitt über 230 Eier im Jahr
Mittlerweile sind bunte Eier im Handel das ganze Jahr über zu finden, doch zum Osterfest ist die Nachfrage traditionell am größten. „Vor Ostern haben wir die absatzstärkste Woche im Jahr“, erklärte die Expertin der Marktinfo Geflügel & Eier (MEG), Margit Beck, laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa. Nach MEG-Angaben "steigt der Appetit der Bundesbürger auf Eierseit Jahren". Demnach "aß im vergangenen Jahr Jeder durchschnittlich 231 Eier, 2012 waren es noch 11 weniger". Die deutschen Geflügelhalter können den Bedarf den Angaben zufolge nicht decken, daher wird Ware aus dem Ausland, wie etwa den Niederlanden, importiert.

Gefärbte Eier halten sich länger
Durch die Farbe in den Färbereien werden die Poren der Eischalen verschlossen, wodurch die bunten Eier auch länger haltbar sind als die Ungefärbten. Doch Verbraucherschützer empfehlen den Käufern, unbedingt auf Risse und Dellen in der Schale zu achten. Die Lebensmittelexpertin der niedersächsischen Verbraucherzentrale, Brigitte Ahrens, erklärte, dass Untersuchungen gezeigt hätten, dass die Schalen oft beschädigt seien. „Dann kann man die natürlich nicht mehr so lange lagern.“ Ein blaugrüner Rand um das Dotter, der durch zu langes Kochen entsteht, ist dagegen kein Grund zur Beunruhigung. Der Geschmack wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Ostereier selber färben
Viele Bundesbürger greifen aber nicht auf bereits gefärbte Eier zurück, sondern schwören auf die „Do-it-yourself-Methode“. Dafür muss man nicht unbedingt spezielle Eierfarben oder -stifte kaufen. Es gibt auch zahlreiche natürliche Mittel, um Eier zu Ostern zu verzieren. Zum Beispiel kann man Ostereier mit Spinat natürlich färben. Grüntöne kann man zudem mit Petersilie erzielen. Rote-Bete oder rote Zwiebelschalen ergeben schöne Rottöne und goldgelbe Eier bekommt man unter anderem durch schwarzen Tee oder Walnussschalen. Blau werden Eier durch Rotkohlblätter oder Holundersaft. Außerdem bringen auch Brennessel- und Matetee, geraspelte Karotten, Kümmel, Kamille und Kurkuma Farbe ins Oster-Leben.

Färben macht Spaß
Um die Eier zu färben, sollte ein Sud aus Wasser und den jeweiligen Pflanzenteilen etwa 30 bis 45 Minuten gekocht werden. Danach werden die Eier hineingegeben. Vor dem Kochen sollte man sie Experten zufolge mit Essig und danach mit Speiseöl abreiben, damit die Farbe besser angenommen und mehr Glanz erzielt wird. Besonders gut zum Färben eignen sich ein bis zwei Wochen alte Eier mit glatter Oberfläche, da sie Druckunterschiede leichter ausgleichen und seltener Risse bekommen. Sofern ihre Schale glatt und ohne Risse ist, halten sich hartgekochte Ostereier laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bis zu zwei Wochen. Selber Färben ist nicht nur umweltschonender, sondern macht, vor allem mit Kindern, auch Spaß. Am besten sollten Eier aus Bio- oder Freilandhaltung verwendet werden.

Eier sind gesünder als ihr Ruf
Eier haben zwar bei manchen Menschen bezüglich der Gesundheit noch immer einen ziemlich schlechten Ruf, doch mittlerweile gibt es dazu neue Erkenntnisse. So wurde erst kürzlich berichtet, dass US-Experten Cholesterin-Warnungen zurück genommen haben, die im Zusammenhnag mit cholesterinhaltigen Speisen stehen. Sie schätzen das in Lebensmitteln enthaltene Cholesterin nicht mehr als Gesundheitsgefahr ein. Ältere Studien haben Eiweiß zudem eine positive Wirkung auf Bluthochdruck bescheinigt. Manche der Untersuchungsergebnisse der letzten Jahre sind zwar noch umstritten, doch bekannt ist, dass Eier wertvolle Nährstoffträger sind. Im Ei sind neben Eiweiß und Fett auch Mineralstoffe wie Phosphor, Kalium, Calcium und Eisen sowie die Vitamine A und B enthalten. (ad)

Bild: Wolfgang Floedl / pixelio.de