Dengue-Fieber: Sri-Lanka-Urlauber sollten sich dringend vor Mücken schützen

Alfred Domke

Risiko im ganzen Land: Wegen Dengue-Fieber auf Sri Lanka vor Mücken schützen

Auf Sri Lanka sind in diesem Jahr bereits über 160.000 Menschen an Dengue-Fieber erkrankt. Im ganzen Land besteht ein Übertragungsrisiko. Wer auf dem Inselstaat im Indischen Ozean Urlaub machen will, sollte sich daher unbedingt vor Mücken schützen.

Dengue-Fieber-Epidemie auf Sri Lanka

Wer seinen Urlaub in Sri Lanka verbringt, sollte sich unbedingt vor Mücken schützen. Denn auf dem Inselstaat im Indischen Ozean wurden in diesem Jahr bereits rund 163.760 Dengue-Fieber-Erkrankungen gemeldet, das sind „mehr als dreimal so viele wie im gesamten letzten Jahr. Etwa 390 Menschen sind verstorben“, berichtet das Centrum für Reisemedizin (CRM) auf seiner Webseite. Es ist der bislang schwerste Ausbruch der gefährlichen Tropenkrankheit in dem südasiatischen Land.

Auf Sri Lanka herrscht derzeit eine schwere Dengue-Fieber-Epidemie. Wer seinen Urlaub in dem Inselstaat im Indischen Ozean verbringen will, sollte sich daher unbedingt vor Mücken schützen. (Bild: nechaevkon/fotolia.com)

Krankheit wird durch tagaktive Stechmücken übertragen

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit etwa 2,5 Milliarden Menschen durch Dengue-Viren bedroht. Die Infektionskrankheit wird in den Tropen und Subtropen von vorwiegend tagaktiven Stechmücken übertragen.

Das klinische Spektrum im Falle einer Infektion reicht von milden Formen, die fast symptomfrei verlaufen, über grippeähnliche Beschwerden mit Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen, bis hin zu Fällen, bei denen es zu inneren Blutungen und Gefäßschäden kommt.

Nicht alle Infizierte entwickeln Krankheitssymptome. Meist dauern die Beschwerden etwa eine Woche. Bei dem Großteil der Betroffenen verschwindet das Dengue-Fieber ohne weitere Folgen.

Auch Urlauber sind gefährdet. „Die Anzahl der Dengue-Infektionen, die jährlich durch Reisende nach Deutschland importiert werden, ist stark abhängig von der epidemiologischen Situation in den Infektionsländern“, schreibt das Robert Koch Institut (RKI).

Im Jahr 2015 wurden dem RKI 722 Denguefieber-Erkrankungen übermittelt, die meisten davon aus Thailand. Dies habe auch damit zu tun, „dass es sich hierbei um ein stark frequentiertes Fernreiseziel handelt.“

Vor Mückenstichen schützen

Auch in Sri Lanka kommt die Viruskrankheit regelmäßig vor. „Mit einem Übertragungsrisiko ist landesweit zu rechnen, insbesondere während und nach der Regenzeit“, so das CRM.

Am stärksten betroffen sei derzeit die Westprovinz mit den Verwaltungsdistrikten Colombo, Gampaha und Kalutara. Die Zahl der Neuinfektionen ist seit Anfang August allerdings zurückgegangen.

Eine Impfung gegen Denguefieber gibt es ebenso wenig wie Medikamente zur ursächlichen Behandlung.

Um sich vor einer Infektion zu schützen, sollte man Stiche von Moskitos vermeiden. Helle weite Kleidung zu tragen und Moskitonetze zu nutzen, sind Möglichkeiten, die gegen lästige Mücken helfen.

Effektiv ist vor allem aber die chemische Abwehr. Als Mückenschutz empfehlen sich Mittel mit dem Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid). (ad)