Diabetes-Risiko durch Fettgewebsveränderung

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Dicke Kinder: Diabetes-Risiko durch Fettgewebsveränderung

03.12.2014

Übergewichtige Kinder weisen schon in jungen Jahren krankhafte Veränderungen des Fettgewebes auf. Leipziger Forscher konnten zeigen, dass solche Fettgewebsveränderungen bei Kindern im Zusammenhang stehen mit einer Insulinresistenz.

Die Wissenschaftler untersuchten Fettgewebe von schlanken und übergewichtigen Kindern bis 18 Jahre auf Anzeichen krankhafter Veränderungen. Bereits bei Sechsjährigen mit Übergewicht zeigten sich deutliche Veränderungen, die auf eine ungesunde Entwicklung hindeuten. So haben übergewichtige Kinder und Jugendliche im Vergleich zu schlanken fast doppelt so viele und auch deutlich größere Fettzellen. Mit zunehmender Fettmasse und Größe der Fettzellen bei übergewichtigen Kindern wandern Makrophagen ins Fettgewebe ein. Ihr verstärktes Vorhandensein sehen die Forscher als Beweis für eine ablaufende Entzündungsreaktion im Fettgewebe von übergewichtigen Kindern und Teenagern.

Darüber hinaus ist die Bildung von Botenstoffen aus den Fettzellen verändert. Dazu gehören etwa die Fettgewebshormone Leptin und Adiponektin, die zum Beispiel das Hungergefühl und den Stoffwechsel beeinflussen. Veränderte Mengen dieser Hormone im Blut sind bei Übergewicht bereits bei den jungen Studienteilnehmern zu beobachten. Sie gelten als Signale für eine krankhafte Veränderung des Stoffwechsels. Das so veränderte dysfunktionale Fettgewebe trägt zur Entstehung erster Folgeerscheinungen der Adipositas bereits im Kindesalter bei. (pm)

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Bild: Dieter Schütz / pixelio.de