Einige Wespenstiche können auch für Nichtallergiker lebensgefährlich werden

Menschen, die an einer Insektenstichallergie leiden, wissen wie gefährlich Wespenstiche werden können. Doch auch für Nichtallergiker stellen die Stiche eine Gefahr dar, vor allem wenn sie im Mund- oder Halsbereich erfolgen. (Bild: jcwait/fotolia.com)
Alfred Domke
Auch für Nichtallergiker gefährlich: Tipps gegen Wespenstiche
Beim Kuchenessen im Garten, in der Eisdiele oder am Obststand: Im August sind wieder massenhaft Wespen unterwegs. Vor allem für Menschen mit einer Insektenstichallergie können Stiche gefährlich werden. Doch auch für Nichtallergiker besteht eine Gefahr, etwa dann wenn sie im Mund- oder Halsbereich gestochen werden.

Wespenstiche können auch für Nicht-Allergiker gefährlich werden
Im August sind aufgrund der sommerlichen Hitze wieder massenhaft Wespen im Anflug. Die Stiche der Insekten sind lästig und schmerzhaft. Bei einer Allergie können sie schlimmstenfalls sogar zum Tode führen. Auch für Nicht-Allergiker können die Stiche gefährlich werden, etwa wenn sie im Halsbereich erfolgen. Darauf weist das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) in einer Mitteilung hin.

Menschen, die an einer Insektenstichallergie leiden, wissen wie gefährlich Wespenstiche werden können. Doch auch für Nichtallergiker stellen die Stiche eine Gefahr dar, vor allem wenn sie im Mund- oder Halsbereich erfolgen. (Bild: jcwait/fotolia.com)
Menschen, die an einer Insektenstichallergie leiden, wissen wie gefährlich Wespenstiche werden können. Doch auch für Nichtallergiker stellen die Stiche eine Gefahr dar, vor allem wenn sie im Mund- oder Halsbereich erfolgen. (Bild: jcwait/fotolia.com)

Schwerwiegende Folge möglich
„Die Haut rund um die Einstichstelle rötet sich oft und schwillt an“, erklärt Dr. Wolfgang Schreiber, Chefarzt des ÖRK. Wenn man im Mundbereich gestochen wird, kann diese Schwellung die Atmung erschweren. Außerdem können auch Personen, die bisher nicht auf ein Insektengift reagiert haben, plötzlich eine Allergie entwickeln.

„Das Immunsystem antwortet mit einer übertriebenen Abwehrreaktion auf den fremden Stoff, der durch den Stich in den Körper gelangt. Dabei kann es zusätzlich zu den Schwellungen auch zu schweren Kreislaufproblemen kommen“, so der Experte. Die möglichen Folgen können von Fieber, Erbrechen über Atemnot bis hin zum Kreislaufkollaps reichen.

Vor Wespen schützen
Rauch und Feuer sind Möglichkeiten, mit denen man sich vor Wespen schützen kann. So hat es sich laut Experten bewährt, angezündetes Kaffeepulver auf den Tisch zu stellen. Auch andere Hausmittel gegen Wespen können helfen. Falls ausreichend Platz vorhanden ist, kann man beispielsweise in einigen Metern Entfernung süßes Obst oder Limonade platzieren, um die Tiere fern zu halten.

Stiche mit kalten Umschlägen kühlen
Doch was tun, wenn die Wespe zugestochen hat? Ist der Stachel noch zu sehen, sollte er vorsichtig mit der Pinzette rausgezogen werden. Danach die Körperstelle rund um den Stich mit kalte Umschlägen kühlen, damit die Schwellung schneller abklingt. Als Hausmittel gegen Wespenstiche eignen sich zudem Zwiebeln oder Zitronenscheiben, die auf die betroffenen Stellen gelegt werden.

Allergikern helfen
„Menschen, die über ihre Allergie auf Insektengift Bescheid wissen, haben oft eigene Notfallmedikamente mit. Als Ersthelfer kann man ihnen bei der Einnahme helfen“, erklärt Dr. Schreiber. Eis zu lutschen kann dabei helfen, das Zuschwellen der Atemwege zu vermeiden. „Sollten Allgemeinsymptome wie Atemnot oder Kollapsigkeit auftreten unbedingt einen Notruf absetzen“, so Dr. Schreiber.

Keine tödlichen Schlangen hierzulande
Die Experten des ÖRK gehen in ihrer Meldung auch auf mögliche Schlangenbisse ein. Wichtig zu wissen ist, dass hierzulande keine tödlichen Schlangen beheimatet sind. „Wird man von einer heimischen Giftschlange wie Kreuzotter oder Sandviper gebissen, können Vergiftungserscheinungen auftreten, die aber im Allgemeinen nicht lebensbedrohend sind“, so der Chefarzt. Bei Schlangenbissen gilt wie auch bei Insektenstichen, die Schwellung durch Kühlung zu stoppen. „Keinesfalls sollte die Wunde ausgesaugt oder abgebunden werden“, mahnt der Mediziner. (ad)

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