Frau brachte Siebenlinge zur Welt – Überleben aller Babys unsicher

Sebastian
30-jährige Frau brachte Siebenlinge zur Welt – Ein Baby gestorben
Eine 30-jährige Frau hat in Mexiko per Kaiserschnitt Siebenlinge zur Welt gebracht. Ein Baby ist nach der Geburt gestorben. Die anderen Kinder müssen künstlich beatmet werden. Die Mutter hatte sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterzogen, um schwanger zu werden.

Mädchen stirbt nach Geburt
Eine 30-Jährige hat im mexikanischen Bundesstaat Guanajuato Siebenlinge zur Welt gebracht. Das Gesundheitsministerium des Bundesstaates teilte laut der Nachrichtenagentur dpa mit, dass ein Mädchen nach der Geburt an einem Herzstillstand gestorben sei. Das Kind habe nur 450 Gramm gewogen. Die Ärzte kämpfen nun im Krankenhaus in Celaya um das Leben der anderen Babys. Die drei Mädchen und drei Jungen werden künstlich beatmet. Sie wiegen lediglich zwischen 550 und 650 Gramm.

Siebenlinge: 30-jährige Frau brachte Siebenlinge zur Welt – Ein Baby gestorben. Bild: Tobilander - fotolia
Siebenlinge: 30-jährige Frau brachte Siebenlinge zur Welt – Ein Baby gestorben. Bild: Tobilander – fotolia

Fruchtbarkeitsbehandlung bei der Mutter
Den Angaben zufolge war es die erste Siebenlinge-Geburt in dem Bundesstaat. Die Mutter hatte sich zuvor einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterzogen. Nachdem bei der Frau in der 26. Schwangerschaftswoche die Wehen eingesetzt hatten, waren die Kinder per Kaiserschnitt zur Welt gebracht worden. In der Regel versuchen Mediziner Mehrlingsgeburten bis mindestens zur 29. Woche hinauszuzögern, um die Überlebenschancen der Kinder zu erhöhen.

Mehrlingsschwangerschaften bergen gesundheitliche Risiken
Wie auch in vielen andern Ländern gab es in Deutschland in den vergangenen Jahren immer mehr Mehrlingsgeburten. Experten zufolge könnte die Zunahme mit Hormonbehandlungen und künstlichen Befruchtungen in Verbindung stehen, doch eindeutige Belege für diesen Zusammenhang stehen bislang aus. Bekannt ist, dass die gesundheitlichen Risiken bei einer Schwangerschaft mit Zwillingen oder Mehrlingen für Mutter und Kinder zunehmen. Laut Medizinern besteht bei solchen Schwangerschaften ein erhöhtes Risiko für Fehl- oder Frühgeburten. Zudem sind bei Mehrlingen aufgrund der unzureichenden Nährstoffversorgung im Körper der Mütter Wachstumsverzögerungen zu erwarten. Etwa 98 Prozent der Mehrlingsgeburten in Deutschland sind Zwillingsgeburten.(ad)