Gebärmutterhalskrebs: Nur jedes zweite Mädchen geimpft

Sebastian
Nur jedes zweite Mädchen ist gegen Krebs-Viren geimpft
Mit einer Impfung gegen eine Infektion mit humanen Papillom-Viren (HPV) lässt sich das Risiko für Gebärmutterhalskrebs deutlich reduzieren. Doch nur etwa jedes zweite Mädchen in Thüringen hat einen solchen Schutz. Bundesweit sieht es noch schlechter aus.

HP-Viren gelten als Auslöser für Gebärmutterhalskrebs. (Bild: rob3000/fotolia)
HP-Viren gelten als Auslöser für Gebärmutterhalskrebs. (Bild: rob3000/fotolia)

HPV-Impfung schützt vor verschiedenen Krebserkrankungen
Humane Papillomaviren (HPV) sind nicht nur als mögliche Ursache für Gebärmutterhalskrebs bekannt, sondern erhöhen auch das Risiko zahlreicher weiterer Krebserkrankungen, wie beispielsweise Zungenkrebs, Penis- oder Kehlkopfkrebs. Gesundheitsexperten empfehlen eine Impfung bereits im Kindesalter, doch die meisten Krankenkassen zahlen die HPV-Impfung nur bei Mädchen im Alter von 14 bis 17 Jahren. Gynäkologen raten selbst noch nach dem ersten Sex zur HPV-Impfung.  Und zwar auch dann, wenn schon eine Infektion mit HPV durchgemacht wurde. Eine Impfung kann Ärzten zufolge bis zu 85 Prozent der verschiedenen Erkrankungen verhindern.

Nur jedes zweite Mädchen in Thüringen geimpft
In Thüringen ist jedoch laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa nur jedes zweite Mädchen gegen Gebärmutterhalskrebs geimpft. Dies geht aus einer repräsentativen Untersuchung der Barmer GEK hervor. Wie Barmer-Landesgeschäftsführer Hermann Schmitt am Montag erklärte, könnte die Impfung gegen eine Infektion mit humanen Papillom-Viren (HPV) eine echte Erfolgsgeschichte werden. Seit 2006 steht demnach ein Impfstoff gegen die gefährlichsten HPV-Varianten zur Verfügung, mit dem sich das Risiko für Gebärmutterhalskrebs deutlich reduzieren lässt.

Akzeptanz über dem Bundesdurchschnitt
Aber trotzdem verfügten in Thüringen lediglich 67 Prozent aller Frauen im Alter von 18 Jahren über die erste Impfdosis. Die für einen umfassenden Schutz empfohlene dritte Spritze könnten den Angaben zufolge dann nur noch 51,4 Prozent vorweisen. Die Akzeptanz für diese Impfung liege damit in Thüringen aber immer noch über dem Bundesdurchschnitt. Wie mitgeteilt wurde, ist im Ländervergleich nur jedes dritte Mädchen dieses Jahrgangs dreifach immunisiert. (ad)

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