Hasenpest bei zwei toten Tieren im Südkreis

Heilpraxisnet

Hasenpest bei zwei toten Tieren im Südkreis

27.10.2014

Eine Untersuchung von zwei Hasenkadavern hat ergeben, dass die Tiere an der seltenen und nur sporadisch auftretenden Hasenpest (Tularämie) erkrankt waren. Zwei aufmerksame Jäger hatten die Tiere gefunden und die veterinärmedizinische Untersuchung veranlasst. Die Krankheit kann auch auf Menschen, Haus- und Nutztiere übertragen werden und im Extremfall lebensbedrohlich verlaufen.

Als mögliche Infektionswege hat der Veterinärdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück in einer Pressemitteilung das Abbalgen, Zerlegen und Transportieren der Tiere durch Kontakt mit Haut und Schleimhaut sowie das Einatmen von kontaminiertem Material wie Staub und den Verzehr nicht durchgegarten Fleisches genannt.

Dabei können die Symptome der Krankheit je nach Eintrittsstelle in den Körper unterschiedlich sein. Fieber und Schwellungen der Lymphknoten gehören zu den häufigsten Symptomen. Deshalb empfiehlt der Dienst, sich von den Kadavern fernzuhalten. Auch Hunde oder Katzen sollten Abstand halten. Ganz besonders eindringlich warnt die Behörde Jäger vor dem Kontakt zu den infizierten Tieren. Sie sollten Einmalhandschuhe und staubdichte Atemmasken tragen und das Fleisch vollständig durchgaren.

Sollte der Verdacht einer Infektion bei gefundenem oder erlegtem Wild bestehen, solle man sich an den Jagdpächter oder eben den Veterinärdienst selber wenden. Das Fleisch könne dann im Lebensmittel- und Veterinärinstitut in Hannover untersucht werden.

Krankheit tritt nur selten auf
Bei dem Erreger handelt es sich um eine Bakterienart, die eine Vielzahl von Wirten, so auch den Menschen, befallen kann. Vor allem betroffen sind Hasen, Wildkaninchen und andere Nager sowie Raubtiere, zu deren Beutespektrum die genannten Tiere gehören.

Die Krankheit ist meldepflichtig und in Deutschland dieses Jahr 31 mal bei Tieren und in 12 Fällen bei Menschen aufgetreten. Die Infektion erfolgt über direkten Kontakt, über den Verzehr von infiziertem Fleisch und in seltenen Fällen über blutsaugende Insekten. Die infizierten Tiere sind dann meist schwach, apathisch, fliehen nicht und haben Fieber.

Hunde und Katzen hingegen sind weitgehend immun gegen die Hasenpest. Kommt es doch zu einer Infektion, äußert diese sich in aller Regel durch Appetitlosigkeit, Fieber und Schwellungen der Lymphknoten, wie der Veterinärdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück weiter mitteilte. (jp)

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Bild: Dirk Kriening / pixelio.de