Hausmittel helfen gegen Eisfüße im Winter: Bewegung und warme Fußbäder

Gegen kalte Füße haben sich Fußbäder als Hausmittel vielfach bewährt. (Bild: Kzenon/fotolia.com)
Fabian Peters
Kalter Winter: Bewegung und warme Fußbäder helfen gegen Eisfüße
Es hat zwar etwas gedauert, doch vielerorts ist nun der Winter angekommen. Wunderschön kann es sein, wenn man es sich während der kalten Jahreszeit bei warmem Tee gemütlich macht und dabei den Schnee und die Eisblumen am Fenster betrachtet. Eiskalte Füße können uns die Freude aber verderben. Dagegen lässt sich etwas unternehmen. Helfen können dabei Hausmittel, die schon die Großmutter kannte.

Kalte Füße machen den Winter ungemütlich
Mit seiner weißen Pracht ist der Winter eigentlich eine schöne Jahreszeit, er bringt aber einen entscheidenden Nachteil mit sich: Wegen der kalten Temperaturen frieren wir besonders oft an den Füßen. Gut anfühlen tut sich das zwar nicht, meist sind Eisfüße aber harmlos. Man sollte einfach einige Ratschläge beachten, die schon aus Großmutters Zeiten bekannt sind. Verschiedene Hausmittel helfen gegen kalte Füße. Zu nennen sind hier unter anderem passendes Schuhwerk, Wollsocken oder auch ein warmes, heilsames Fußbad. Auch scharfes Essen und Sport wärmen die Extremitäten. Wenn man aber auch bei milden Temperaturen ständig kalte Füße hat, könnte die Ursache verminderte Durchblutung oder eine andere Krankheit sein. Betroffene sollten daher einen Arzt aufsuchen.

Gegen kalte Füße haben sich Fußbäder als Hausmittel vielfach bewährt. (Bild: Kzenon/fotolia.com)
Gegen kalte Füße haben sich Fußbäder als Hausmittel vielfach bewährt. (Bild: Kzenon/fotolia.com)

Frieren ist ein nützlicher Vorgang
Auch wenn es sich ziemlich unangenehm anfühlt, ist Frieren doch ein ganz normaler und nützlicher physiologischer Vorgang, wie es in einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa heißt. „Unser Körper arbeitet immer ergonomisch“, erläutert Monika Baumann, Ärztin für Physikalische Medizin aus München. „Prinzipiell wird durch die Kreislaufversorgung der ganze Körper durchblutet, das Blut wird aber vermehrt dorthin geschickt, wo es gerade am dringendsten benötigt wird“, so die Expertin laut dpa. Das Gehirn und die lebenswichtigen Organe im Brust- und Bauchraum stehen dabei an erster Stelle. Die Temperatur wird in diesen Körperregionen konstant auf 37 Grad gehalten. Arme und Beine hingegen dürfen etwas kühler werden. „Wenn man die Füße gerade nicht braucht, beispielsweise weil man lange im Büro sitzt, werden sie nicht so stark durchblutet und kühlen dadurch ab“, erklärt Baumann.

Schuhwerk aus natürlichen Materialien
Die Ärztin rät Büro-Frierern, ab und zu kurz aufzustehen und durch den Raum zu laufen oder Kniebeugen zu machen. Dadurch wird wieder Blut in die Füße gepumpt. Natürlich wird die Temperatur der Füße auch durch äußere Faktoren beeinflusst. Statt dünne, wasserdurchlässige Schuhe oder Kunststoffsocken zu tragen, empfiehlt Baumann im Winter, Schuhe aus Naturmaterial anzuziehen, die bei nassem Wetter eine Gummisohle haben sollten und bei sehr kalten Temperaturen auch mit Fell gefüttert sein dürfen. Wie Jens Wagenknecht, Hausarzt aus Varel, in der Agenturmeldung meint, solle man besser nicht mehrere Lagen Socken übereinander tragen: „Dann fängt man an zu schwitzen, und das ist für die Wärmeregulation des Körpers ungünstig.“ Wirksam gegen kalte Füße sind aufsteigende Fußbäder, bei denen die Füße zunächst in lauwarmes Wasser gestellt werden. Dann wird alle paar Minuten vorsichtig heißes Wasser dazu gegossen, bis nach etwa 15 Minuten eine Wassertemperatur von 41 bis 42 Grad erreicht ist. Menschen, die ständig kalte Füße haben, sollten jeden Tag so ein Fußbad nehmen, auch im Sommer, empfiehlt Ursula Hilpert-Mühlig vom Fachverband Deutscher Heilpraktiker.

Hinter kalten Füßen können auch Krankheiten stecken
Zwar sind kalte Füße eigentlich kein Grund zur Sorge. Vorsicht ist jedoch angebracht, wenn die Füße unterschiedlich warm sind oder sich verfärben, warnt Wagenknecht. Die Ursache dafür könne möglicherweise eine Gefäßverengung sein, die den Blutdurchfluss vermindert. Ausgelöst zum Beispiel durch langjähriges Rauchen oder Diabetes. Weitere Ursachen permanenter Eisfüße können eine Schilddrüsenunterfunktion oder Blutarmut aufgrund von Eisenmangel sein. Zudem kann das kalte Gefühl an Füßen und Händen durch manche Arzneimittel, wie Beta-Blocker, verstärkt werden. Meist ist aber einfach der Winter und ein niedriger Blutdruck Schuld daran, dass man an den Extremitäten friert. Wagenknecht empfiehlt, regelmäßig Sport zu treiben. „Wenn man sich bewegt, gehen die Gefäße auf, der Körper wird gleichmäßig durchblutet, und auch die Hände und Füße werden warm.“ (ad)

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