Hausstauballergiker leiden im Winter besonders

Fabian Peters

In Winter nehmen die Symptome der Hausstauballergie deutlich zu

18.11.2011

Während die Heuschnupfen-Patienten im Winter befreit durchatmen können, leiden Hausstauballergiker in der kalten Jahreszeit meist noch mehr als in den Sommermonaten. Wie die Apothekenzeitschrift „Baby und Familie“ in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, machen die Milben den Hausstauballergiker im Winter oftmals besonders zu schaffen.

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Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ widmete sich bereits in den vergangenen Ausgabe im Rahmen der Serie „Allergien bei Kindern“ ausführlich den unterschiedlichen Formen der allergischen Reaktionen – von Insektengiftallergien, über Pollenallergien und Heuschnupfen bis hin zu allergischen Reaktionen auf Tierhaare. In der aktuellen Ausgabe werden die Schwierigkeiten bei Hausstauballergikern thematisiert, wobei die Experten explizit auf das erhöhte Risiko im Winter eingehen.

Hausstauballergiker finden im Winter keine Ruhe
Wie die Apothekenzeitschrift berichtet, machen die allergieauslösenden Hausstaubmilben den Allergikern im Winter besonders stark zu schaffen. Die winzigen Tierchen sind vor allem im Bett angesiedelt, weshalb die Betroffenen morgens nach dem Aufstehen unter Schnupfen und Niesattacken leiden. Da sich die von Hautschuppen, Hausstaub und Schimmelpilzen lebenden Milben, im feuchtwarmen Klima der beheizten Innenräume am besten vermehren können und die Allergiker sich im Winter meist mehr zu Hause aufhalten als im Sommer, nehmen die Belastungen mit der kalten Jahreszeit oftmals zu. So finden die Hausstauballergiker auch im Winter keine Ruhe, sondern leiden besonders stark unter ihrer Allergie, erklärte Ernst Rietschel vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Köln in dem aktuellen Beitrag.

Hausstauballergien vorbeugen
Als mögliche Gegenmaßnahmen empfehlen die Experten regelmäßiges Lüften, die Verwendung milbendichter Laken und Bettbezüge, welche regelmäßig gewaschen werden sollten und vermehrtes staubsaugen. Auch sollten im Schlafzimmer keine Pflanzen positioniert werden, so die Aussage in der Apothekenzeitschrift. Da die Hausstaubmilben bei Minusgraden relativ schnell absterben, könne im Winter auch die Matratze tagsüber nach draußen gestellt werden, um sie von den allergieauslösenden Tierchen zu befreien. Bei Kindern, die unter einer Hausstauballergie leiden, sollte auch mit den Plüschtieren ähnlich verfahren werden, raten die Experten. Die Kuscheltiere können jedoch ebenso in regelmäßigen Abständen in die Kühltruhe gelegt werden, berichtet das Apothekenmagazin. Unter Umständen bietet sich dem aktuellen Beitrag zufolge auch eine Hyposensibilisierung an, um die Kinder langfristig von ihren Beschwerden zu befreien. (fp)