Hautkrebs: Hautveränderungen ernst nehmen

Heilpraxisnet

Hautkrebs: Hautveränderungen bei Senioren Ernst nehmen

03.03.2015

Senioren sollten Veränderungen der Haut und nicht abheilende Stellen Ernst nehmen und nicht einfach als Alterserscheinungen abtun. Gerade im höheren Alter könnte dies ein Hinweis auf Hautkrebs sein. Betroffene sollten einen Hautarzt aufsuchen.

Hinter harmlos wirkender Hautkruste kann Hautkrebs stecken
Ältere Menschen sollten unklare, nicht abheilende Hautveränderungen Ernst nehmen und nicht einfach als Alterserscheinung abtun. Gerade im höheren Alter kann hinter einer harmlos wirkenden Hautkruste ein heller Hautkrebs stecken. Darauf weist der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) laut einer Mitteilung der Nachrichtenagentur dpa hin. In der Regel ist die Ursache des hellen Hautkrebses eine jahrzehntelange UV-Belastung der Haut. Betroffene sollten sich daher an einen Hautarzt wenden.

Karzinom kann Metastasen bilden
Allerdings schrecken viele Senioren vor einer Behandlung der langsam wachsenden Tumore zurück, da sie als unnötig oder zu belastend eingestuft wird, erklärt der BVDD. Doch das Karzinom kann im schlimmsten Fall etwa immer wieder bluten, sich ausdehnen oder sogar Metastasen bilden. Normalerweise wird der helle Hautkrebs operativ entfernt. Als Alternative steht auch eine Strahlentherapie zur Verfügung. Wichtig ist die frühzeitige Diagnose. Studien haben gezeigt, dass 99 Prozent der Patienten nach fünf Jahren noch leben, wenn das Melanom bei der Diagnose kleiner als 1 Millimeter war.

Anspruch auf Früherkennungs-Untersuchung
In Deutschland haben gesetzlich Versicherte ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre einen Anspruch auf eine Früherkennungs-Untersuchung, die von der Krankenkasse bezahlt wird. Sowohl Dermatologen als auch andere Mediziner mit einer speziellen Fortbildung können einen solche Untersuchung durchführen. Das Screening beginnt normalerweise mit einem Vorgespräch und dauert rund eine Viertelstunde. Dabei wird der Körper vom Scheitel bis zu den Zehen-Zwischenräumen penibel untersucht. Meist reicht dem Arzt eine helle Lampe und ein geschultes Auge. (ad)

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