Homöopathie in der DDR

Heilpraxisnet

Ausstellung zum Thema: Homöopathie in der ehemaligen DDR

28.10.2011

Eine neue Ausstellung zeigt die Situation des DDR Gesundheitswesens und die individuelle Auseinandersetzung mit der Homöopathie anhand einzelner Menschen. „Aus ersten unverbindlichen Gesprächen kristallisierte sich immer mehr heraus, dass dieses Thema ein fast vergessener Aspekt in der historischen und individuellen Auseinandersetzung mit der DDR war. Es begann die Suche nach Zeitzeugen, Quellen und Dokumenten, die Licht auf diesen kleinen speziellen Punkt der Auseinandersetzung mit der DDRGeschichte werfen konnten“, beschreibt Bibliotheksleiterin Sabine Radtke die Ausgangsidee für die Ausstellung.

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Die Homöopathie war in der DDR nicht offiziell verboten. Sie entsprach aber nicht dem materialistischen Weltbild und wurde daher nicht als eine eigenständige Therapieform akzeptiert, geschweige denn gefördert. Durch fehlende Ausbildung von Nachwuchs innerhalb der Ärzteschaft geriet die Homöopathie fast in Vergessenheit. Bis zum Mauerbau 1961 waren nur noch rund 60 homöopathische Ärzte tätig, die korrespondierende Mitglieder des DZVhÄ waren und an den Jahrestagungen teilnehmen konnten. Dieser rege Austausch wurde mit dem Mauerbau beendet, in der DDR organisierten sich die homöopathischen Ärzte nicht. Begünstigt durch die Verfügbarkeit
von homöopathischen Arzneimitteln und die Beratung in den Apotheken, war die Homöopathie in der Bevölkerung aber noch bekannt. Heute, 20 Jahre nach dem Fall der DDR, sind rund 600 Ärztinnen und Ärzte aus den östlichen Bundesländern und Berlin Mitglied im DZVhÄ.

Die gesamte Geschichte erzählt die Ausstellung vom 12 November 2011 bis 10. November 2012 in der Europäischen Bibliothek für Homöopathie (EBH), Wallstraße 48, 06366 Köthen. Öffnungszeiten: Dienstag-Freitag, 10.00-16.00 Uhr, jedes 1. Wochenende im Monat zusätzlich von 10.00-16.00 Uhr sowie nach Vereinbarung. (pm)

Bild: Clam / pixelio.de