HWS-Syndrom: Schmerzen im Nacken

Heilpraxisnet

Wärme, hohe Luftfeuchtigkeit und Radon statt Medikamente

17.07.2013

Mehr als 80 Prozent der Deutschen leiden im Laufe ihres Lebens an Rückenschmerzen. Immer häufiger: Klagen über Schmerzen im Bereich der Halswirbel. Durch Fehlhaltung oftmals überstrapaziert beanspruchen vor allem sitzende Tätigkeiten die Halswirbelsäule. Nackenschmerzen, die in Schultern und Arme ausstrahlen und manchmal sogar in den Hinterkopf bis hin zur Stirn reichen, gelten als typische Symptome des sogenannten Halswirbelsäulen-Syndroms, kurz: HWS-Syndrom. Verhärtete Muskeln neben der Wirbelsäule schränken zudem die Beweglichkeit des Kopfes stark ein. Halten Beschwerden mehr als drei Monate an, sprechen Fachärzte von einem chronischen HWS-Syndrom. Betroffene, die aus Angst vor möglichen Nebenwirkungen auf eine medikamentöse Schmerztherapie verzichten, sollten in alternativen Maßnahmen wie Kälte- und Wärmebehandlungen oder auch in Therapien mit Radon Hilfe suchen.

Knapp 18 Millionen Deutsche arbeiten im Sitzen, 20 Prozent von ihnen fühlen sich dadurch belastet. Trotzdem betreiben viele keinerlei sportlichen Ausgleich zu ihren beruflichen Tätigkeiten. Doch gerade bei Schonung droht eine Verschlimmerung der Beschwerden. Körperliche Aktivität fördert die Durchblutung und damit den Abtransport schädlicher Substanzen und sorgt zusätzlich für eine bessere Nährstoffversorgung. Ohne Bewegung entsteht ein nicht enden wollender Kreislauf aus Schmerzen, Schonung, Schmerz-Verschlimmerung und weiterer Schonung. „Deshalb sollte eine Schmerzlinderung erfolgen“, mahnt Univ.-Doz. Dr. Bertram Hölzl, Radon-Experte und ärztlicher Leiter des Gasteiner Heilstollen.

Eine Alternative zu Schmerzmitteln finden Patienten mit HWS-Syndrom in der Radonwärmetherapie. Beruhend auf drei Wirkfaktoren – Temperaturen zwischen 37,5 und 41,5 Grad, hohe Luftfeuchtigkeit von über 70 Prozent und Aufnahme von Radon – entsteht ein tropisch-feuchtes Klima, das beim Patienten ein therapeutisches Fieber hervorruft. „Dieser Temperaturanstieg ist erwünscht, denn daraufhin weiten sich die Blutgefäße, die Durchblutung erhöht sich und verhärtete, schmerzende Muskeln entspannen sich“, erklärt Dr. Hölzl. Zusätzlich verbessert die leichte Überwärmung des Körpers die Radonaufnahme. Im Organismus setzt das Edelgas milde Alphastrahlen frei, die den Job übernehmen, den sonst nicht steroidale Antirheumatika und andere Medikamente machen: Sie lindern Schmerzen. Zudem regen sie Zellreparaturmechanismen an und aktivieren heilungsfördernde und entzündungshemmende Botenstoffe. „So bestätigen Patienten nach einem Kuraufenthalt im Radonthermalstollen eine deutliche Schmerzlinderung über mehrere Monate sowie eine verbesserte allgemeine Befindlichkeit“, weiß Dr. Hölzl aus Erfahrung. Außerdem fällt es Betroffenen infolge der Schmerzlinderung leichter, sich zu bewegen und jeder kann so täglich selbst zu seiner Schmerzfreiheit beitragen. Die Kosten einer Kur im Radonthermalstollen übernehmen zu etwa 90 Prozent die Krankenkassen. (pm)

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