Infektionswelle: Zahlreiche Hepatitis-A-Erkrankungen durch kontaminierte Erdbeeren in Smoothies

Normalerweise gehen wir davon aus, dass Smoothies gut für unsere Gesundheit sind. Dies muss aber nicht immer so sein. Experten in den USA stellten jetzt fest, dass kontaminierte Erdbeeren in Smoothies einen Hepatitis-A Ausbruch ausgelöst haben. (Bild: Alexander Raths/fotolia.com)
Alexander Stindt
69 Menschen in den USA an Hepatitis-A erkrankt
In den Vereinigten Staaten wurde durch importierte Erdbeeren ein erneuter Hepatitis-A-Ausbruch ausgelöst. Die gefrorenen Erdbeeren wurden zur Herstellung von Smoothies verwendet. 18 Menschen infizierten sich diesmal mit Hepatitis-A. Insgesamt gibt es mittlerweile 69 erkrankte Menschen. Von allen Staaten war Virginia dabei am stärksten betroffen. Alleine dort sind 55 Menschen an Hepatitis-A erkrankt.

Immer wieder gibt es Zwischenfälle mit verunreinigter Nahrung. Jetzt infizierten sich insgesamt 69 Menschen in den Vereinigten Staaten mit Hepatitis-A. Die Übertragung wird mit importierten Erdbeeren in Verbindung gebracht. Die Erkrankungen traten dabei in sechs verschiedenen Staaten auf, erklären die Mitarbeiter vom State Health Department.

Normalerweise gehen wir davon aus, dass Smoothies gut für unsere Gesundheit sind. Dies muss aber nicht immer so sein. Experten in den USA stellten jetzt fest, dass kontaminierte Erdbeeren in Smoothies einen Hepatitis-A-Ausbruch ausgelöst haben. (Bild: Alexander Raths/fotolia.com)
Normalerweise gehen wir davon aus, dass Smoothies gut für unsere Gesundheit sind. Dies muss aber nicht immer so sein. Experten in den USA stellten jetzt fest, dass kontaminierte Erdbeeren in Smoothies einen Hepatitis-A-Ausbruch ausgelöst haben. (Bild: Alexander Raths/fotolia.com)

Restaurant in Virginia verkaufte kontaminierte Smoothies
Am stärksten betroffen war das sogenannte Tropical Smoothie Cafe Virginia. Jeder der 55 in Virginia infizierten Menschen hatte zuvor einen Smoothie mit Erdbeeren in diesem Restaurant konsumiert. Beamte aus West Virginia nannten in einer Erklärung zwar kein bestimmtes Restaurant, aber sie identifizierten gefrorene Erdbeeren aus Ägypten als die vermutliche Ursache von mindestens sieben Fällen in Virginia.

CDC stellt weitere Infektionen in verschiedenen Staaten fest
Die amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) führen jetzt eine epidemiologische Untersuchung des Ausbruchs durch, erläutert eine CDC-Sprecherin. Sobald neue Informationen bekannt werden, sollen diese auf der Webseite der Agentur veröffentlicht werden. Bereits am Dienstag gaben die CDC-Experten bekannt, dass vier neue Infizierte in Maryland entdeckt worden waren. Auch in North Carolina, Oregon und Wisconsin gab es jeweils einen neuen Fall von Hepatitis-A.

Infektionen auch durch eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich
Das Tropical Smoothie Café erklärte zu dem Hepatitis-A-Ausbruch, dass sie bereits sämtliche potenziell betroffenen Erdbeeren an allen Standorten aus dem Verkehr gezogen haben. Es gibt zwar keine Hinweise auf eine bestehende Gefahr durch Erdbeeren, trotzdem kann es zu einer Übertragung der Hepatitis-A-Viren von Mensch zu Mensch kommen, erläutern Mitarbeiter des West Virginia department of health. Die Krankheit tritt allerdings nicht nur bei Menschen auf. Hepatitis-A-Viren wurden auch schon bei Robben gefunden.

55 Menschen aus Virginia im Alter zwischen 14 und 68 Jahren sind infiziert
Etwa 46 Prozent der betroffenen Infizierten mussten laut CDC-Angaben in Kliniken eingeliefert werden. Die Werte beziehen sich allerdings nur auf vorliegende Daten. Die 55 erkrankten Menschen in Virginia waren in einem Alter zwischen 14 und 68 Jahren. Die Erkrankungen mit Hepatitis-A seien im Zeitraum von Anfang Mai bis August aufgetreten.

Arztbesuch angeraten
Beamte des öffentlichen Gesundheitswesens drängen jetzt darauf, dass jede Person, die in den letzten 50 Tagen Smoothies mit gefrorenen Erdbeeren zu sich genommen hat, zur Untersuchung auf Hepatitis-A-Symptome einen Arzt aufsuchen sollte. Die Symptome entwickeln sich in der Regel in einem Zeitraum von 15 bis 50 Tagen. Jeder Mensch mit auftretenden Hepatitis-A-Symptomen sollte dringend einen Arzt konsultieren, fordern die Experten.

Was sind die Symptome von Hepatitis-A?
Die klassischen Symptome von Hepatitis-A sind Ikterus (Gelbsucht), Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen, dunkler Urin und heller Stuhlgang. Das Virus kann durch direkten Kontakt mit Hepatitis-A-Erkrankten auf andere Personen übertragen werden. Außerdem kann es durch die Aufnahme von kontaminierten Speisen oder Getränken in den menschlichen Körper gelangen. (as)

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