Laktoseintoleranz: Hartkäsesorten wie Parmesan enthalten kaum Laktose

Fabian Peters
Parmesan & Co.: Viele Hartkäsesorten enthalten kaum Laktose
„Für mich bitte keinen Käse“ – Menschen, die mit einer Laktoseunverträglichkeit zu kämpfen haben, müssen bei Essenseinladungen oft dankend ablehnen, wenn es um bestimmte Lebensmittel geht. Es stehen aber Alternativen zur Verfügung: Zum einen gibt es Hartkäsesorten, die kaum Milchzucker enthalten und zum anderen auch veganen „Käse“.
Von Natur aus arm an Laktose
Menschen, die an einer Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) leiden, reagieren nach dem Verzehr von Milch und Milchprodukten meist mit verschiedenen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall und Übelkeit. Betroffene müssen bei bestimmten Lebensmitteln daher vorsichtig sein. Käse ist zwar natürlich auch ein Milchprodukt, es gibt jedoch viele Sorten, die von Natur aus arm an Laktose (Milchzucker) sind. Darauf hat die Verbraucher Initiative in einer Mitteilung hingewiesen.

Hartkäse wie Parmesan enthält wenig Lakktose und kann als Alternative bei Laktose-Intoleranz dienen. (Bild: Xavier/fotolia.com)
Hartkäse wie Parmesan enthält wenig Lakktose und kann als Alternative bei Laktose-Intoleranz dienen. (Bild: Xavier/fotolia.com)

Veganer Käse als Alternative
Das hat damit zu tun, dass während des Reifungsprozesses Milchzucker im Käse abgebaut wird. Vor allem Hartkäsesorten wie beispielsweise Parmesan oder Bergkäse, die sehr lange reifen, enthalten daher kaum noch Laktose. Deswegen vertragen Menschen mit einer Milchzucker-Unverträglichkeit solche Produkte oft trotzdem. Diejenigen, die jedoch eine Allergie auf Milcheiweiß haben, müssen auf Milchprodukte strikt verzichten, denn hier können schon kleinste Mengen Beschwerden auslösen. Für sie oder auch wenn Veganer zum Essen vorbei kommen, bietet sich veganer „Käse“ an. Im Fachhandel findet man zum Beispiel veganen Parmesan aus Hefeflocken, Cashewkernen, Salz und Knoblauchpulver.

Kennzeichnungen oft unnötig und verwirrend
Die Verbraucher Initiative weist in ihrer Mitteilung zudem darauf hin, dass die Kennzeichnungen „laktosefrei“ oder „laktosearm“, die auf immer mehr Lebensmitteln zu finden sind, oft unnötig sind. Häufig werden damit Produkte beworben, die ohnehin wenig oder fast keinen Milchzucker enthalten. „Es kann für Verwirrung sorgen, wenn ein Gouda als laktosefrei bezeichnet wird und ein anderer nicht. Zudem die als laktosefrei oder -arm ausgelobten Produkte oft deutlich teurer als vergleichbare Ware ohne diesen Hinweis sind“, erklärte Alexandra Borchard-Becker, Ernährungswissenschaftlerin bei der Verbraucher Initiative. Verbraucherschützer kritisierten die häufige Abzocke mit teuren laktosefreien Lebensmitteln bereits vor Jahren. (ad)

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