Lebensmittel-Warnung: Salmonellen in indischen Gewürzpulvern gefunden

In gemahlenen, indischen Gewürzen wurden Salmonellen entdeckt. Vor einem Verzehr der in Asia-Shops erhältlichen Produkte wird dringend gewarnt. (Bild: jk1991)
Alfred Domke
Vor Verzehr wird gewarnt: Salmonellen in gemahlenen Gewürzen gefunden
In verschiedenen asiatischen Gewürzen ist eine Kontamination mit Salmonellen festgestellt worden. Vor dem Verzehr der betroffenen Produkte wird ausdrücklich gewarnt. Die Bakterien können verschiedene Krankheiten auslösen.

Gesundheitsgefährdende Bakterien in Gewürzen entdeckt
Die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) warnt auf ihrer Internetseite vor verschiedenen Gewürzen, die mit gesundheitsgefährdenden Bakterien verunreinigt sein könnten. Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) informiert die AGES, dass in den Produkten „Jeera Powder“ (Kreuzkümmel gemahlen) und „Dhania Powder“ (Koriander gemahlen) eine Kontamination mit Salmonellen festgestellt wurde. Erhältlich sind die Produkte in Asia-Shops, unter anderem in Österreich und Deutschland. Vor einem Verzehr der Waren wird ausdrücklich gewarnt.

In gemahlenen, indischen Gewürzen wurden Salmonellen entdeckt. Vor einem Verzehr der in Asia-Shops erhältlichen Produkte wird dringend gewarnt. (Bild: jk1991/fotolia.com)
In gemahlenen, indischen Gewürzen wurden Salmonellen entdeckt. Vor einem Verzehr der in Asia-Shops erhältlichen Produkte wird dringend gewarnt. (Bild: jk1991/fotolia.com)

Kreuzkümmel und Koriander aus Indien
„Jeera (Cumin) Powder“ (Kreuzkümmel gemahlen) wurde vom indischen Hersteller „Mr D.A. Pate“ produziert und von der britischen „TRS Wholesale Company Ltd“ vertrieben. Betroffen sind die Chargennummern P353340 sowie P200116 mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 30.06.2017 (P200116) beziehungsweise 31.12.2017 (P353340). „Dhania (Coriander) Powder“ (Koriander gemahlen) wurde von „Anil & Co“ (Indien) hergestellt und ebenfalls von der „TRS Wholesale Company Ltd“ aus Großbritannien vertrieben. Hier ist die Chargennummer A481514 mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 31.12.2017 betroffen.

Betroffene Produkte keinesfalls verzehren
Von der AGES wird auf der Internetseite hervorgehoben, dass diese Warnung nicht besagt, „dass die Gesundheitsschädlichkeit der Ware vom Erzeuger, Hersteller, Importeur oder Vertreiber verursacht worden ist“. Die Agentur ersucht VerbraucherInnen, noch vorhandene betroffene Produkte keinesfalls zu verzehren, sondern umgehend zu entsorgen beziehungsweise beim Vertreiber zu reklamieren. Die amtliche Lebensmittelaufsicht der Länder überwacht die Rückholaktion und setzt erforderlichenfalls weitere Maßnahmen.

Salmonellen können Krankheiten verursachen
Salmonellen sind Bakterien, die bei Menschen verschiedene Krankheiten – vor allem im Magen-Darm-Bereich – verursachen können. Nach dem Verzehr kann es zu Beschwerden wie Bauchschmerzen, Fieber, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen kommen. Insbesondere bei Kleinkindern, Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Senioren können solche Symptome auftreten. Durch den Brechdurchfall kann eine Salmonellen-Infektion (Salmonellose) im weiteren Verlauf sogar zu einer Dehydration (Austrocknung) des Organismus mit zusätzlichen gesundheitlichen Folgen führen. (ad)

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