Luftbefeuchter ein Gesundheitsrisiko?

Fabian Peters

Luftbefeuchter können eine zusätzliche Gesundheitsgefahr sein

20.02.2012

Luftbefeuchter sollen eigentlich zur Schonung der Gesundheit in beheizten Räumen beitragen. Doch Forscher der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) warnen, dass die Geräte Krankheiten der Atemweg auslösen könne. Der Grund für das erhöhte Erkrankungsrisiko durch Luftbefeuchter sind die krankheitserregenden Keime, die sich in den Geräten vermehren können, erklärten die Experten der DGP. Empfindlichen Personen droht durch die Keimbelastung eine Entzündung der Lungenbläschen, warnen die Forscher.

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Keime in Luftbefeuchtern
Die Vermehrung der Keime in den Luftbefeuchtern hat bei Menschen mit empfindlichen Atemwegen die Entwicklung einer sogenannten Befeuchterlunge zur Folge. Die Lungenbläschen entzünden sich, die Betroffenen leiden unter Fieber, Reizhusten und wiederkehrender Atemnot, insbesondere bei körperlicher Belastung. Allerdings bringen nicht nur Luftbefeuchter ein unter Umständen erhöhtes Erkrankungsrisiko mit sich. Denn „eine Befeuchterlunge kann beispielsweise auch durch schlecht gewartete Klimaanlagen oder verunreinigte Zimmerbrunnen hervorgerufen werden oder auch durch Dampfbügeleisen, deren Wasserinhalt länger nicht mehr gewechselt wurde“, so die Warnung von Dieter Köhler, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der DGP. Die Luftbefeuchter sind bei weitem nicht die einzigen Haushaltsgeräte, die eine Erkrankung der Atemwege begünstigen können.

Allergene meiden um Befeuchterlungen zu verhindern
Prinzipiell können laut Aussage des Experten unterschiedliche Allergie-Auslöser eine Entzündung der Lungenbläschen verursachen, wobei auch zahlreiche Medikamente und Chemikalien als derartige Allergene bekannt seien. Durch eine Meidung des Allergens lasse sich in den meisten Fällen jedoch relativ effizient gegen die Beschwerden vorgehen. Bereits nach kurzer Zeit beginnen sich die Symptome zurückbilden, doch die Vermeidung der Allergene setzte „voraus, dass man den Allergieauslöser identifizieren kann, was nicht immer ganz einfach ist“, erklärte Köhler. (fp)

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Bild: Benjamin Thorn / pixelio.de