NRW: Zahl der Aids-Toten 2013 leicht gestiegen

Heilpraxisnet

Welt-Aids-Tag: Zahl der Aids-Toten in NRW gestiegen

29.11.2014

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Aids-Toten in Nordrhein-Westfalen leicht gestiegen. Anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember wird auf die Bedeutung von Aufklärung, Prävention und Akzeptanz verwiesen, um die Ausgrenzung von Menschen, die HIV-positiv sind, zu verhindern.

Erkrankte leben länger als noch vor zehn Jahren
Im vergangenen Jahr sind in Nordrhein-Westfalen 119 Menschen an Aids gestorben. Dies sind elf registrierte Fälle mehr als 2012, wie das statistische Landesamt NRW am Freitag einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa zufolge mitteilte. Die Erkrankten sind demnach im Durchschnitt 52,7 Jahre alt geworden. Im Vergleich zum Jahr 2004 sei das eine Verbesserung, da das durchschnittliche Alter der Aids-Toten vor zehn Jahren noch bei 48,3 Jahren gelegen habe, wie die NRW-Statistiker erläuterten.

Fortschritte in der Prävention
Wie es in der Mitteilung heißt, sieht die Aidshilfe NRW Fortschritte in der Prävention der Krankheit. Der Verein teilte am Freitag in Köln mit, dass diese Entwicklung aber fortgeführt werden müsse. „Wenn wir den Schutz vor HIV wirksam machen wollen, müssen wir gerade jene schützen, die nicht (…) den Erwartungen der Gesellschaft entsprechen können oder wollen“, erklärte Arne Kayser, Vorsitzender der Aidshilfe NRW, in einer Mitteilung zum Welt-Aids-Tag am Montag, den 1. Dezember. Um die Ausgrenzung von Menschen, die HIV-positiv sind, zu verhindern, seien Aufklärung Prävention und Akzeptanz nötig.

14.000 Deutsche unwissentlich mit HIV infiziert
Dass das Thema Aufklärung gar nicht ernst genug genommen werden kann, zeigt auch eine Meldung von vor wenigen Wochen, als das Robert-Koch-Institut (RKI) bekannt gab, dass Ende vergangenen Jahres laut Schätzungen etwa 14.000 Menschen in Deutschland unwissentlich mit HIV infiziert waren. Angaben der Vereinten Nationen zufolge sterben weltweit jedes Jahr rund 1,5 Millionen Menschen an den Folgen von Aids. Erst vor wenigen Tagen hatte das Anti-Aids-Programm der Vereinten Nationen (UNAIDS) mitgeteilt, dass derzeit 35 Millionen Männer, Frauen und Kinder mit HIV infiziert seien. (ad)

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