Ostereier unbedenklich für Cholesterinspiegel

Fabian Peters

Cholesterin beim Ostereier-Konsum normalerweise unbedenklich

20.04.2011

Der Eier-Konsum in Deutschland steigt jährlich zu Ostern drastisch an. Die hart gekochten, bunt bemalten Ostereier werden massenweise verzehrt. Dabei kann der Körper über den Darm bis zu 500 Milligramm Cholesterin täglich aufnehmen, betonte Professor Dr. Achim Weizel, Vorsitzender der Lipid-Liga in Wiesbaden.

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Normalerweise stellt der zu Ostern deutlich erhöhte Eier-Konsum laut Aussage des Experten keine Gefahr für die Gesundheit dar. Obwohl immer wieder vor dem hohen Cholesterin-Gehalt der Eier gewarnt werde, sei selbst ein deutlich erhöhter Eier-Konsum für Menschen mit normalen Blutfettwerte kein Problem, erklärte der Vorsitzende der Lipid-Liga. Denn die Menge Cholesterin, die ein Mensch über den Darm aufnehmen kann, ist begrenzt.

Die maximal aufnehmbare Cholesterin-Menge ist begrenzt
Auch wenn die Deutschen Unmengen von Ostereiern verzehren, bleibe die pro Tag aufgenommene Menge an Cholesterin auf durchschnittlich 500 Milligramm beschränkt. Mehr könne der menschliche Körper an einem Tag nicht aufnehmen und der Rest werde ausgeschieden, erklärte Dr. Achim Weizel. So bestehe keine Gefahr, dass der Organismus durch die Nahrungsaufnahme mit Cholesterin überladen werde, betonte der Experte. Allerdings sollten Personen, die ohnehin unter erhöhten Blutfettwerten leiden, sich mit dem Eier-Konsum auch an Ostern zurückhalten.

Negative gesundheitliche Folgen eines erhöhten Cholesterinspiegels
Denn ein erhöhter Cholesterinspiegel kann auf Dauer erhebliche gesundheitliche Probleme mit sich bringen. Zum Beispiel können sich die Blutfette an den Gefäßwänden der Arterien ablagern und so Arteriosklerose verursachen, die ihrerseits Hauptursache für Koronare Herzkrankheiten (Erkrankung der Herzkranzgefäße) ist. Die durch Cholesterin bedingten Herzkrankheiten steigern außerdem das Herzinfarkt-Risiko, weshalb den Patienten mit chronisch erhöhten Blutfettwerten der Verzehr pflanzlicher statt tierischer Fette zu empfehlen sei, erklärte Dr. Weizel. (fp)

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Bild: Angelina Ströbel / pixelio.de