Raucherentwöhnung ohne Hilfsmittel

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Raucherentwöhnung ohne Hilfsmittel

Australische Forscher haben nach der Auswertung von Studien über Raucherentwöhnung festgestellt, dass der Großteil der Menschen, die erfolgreich mit dem Rauchen aufgehört hatten, das gänzlich ohne Hilfsmittel getan hat.

Simon Chapman und Ross MacKenzie von der School of Public Health von der University of Sydney in Australien hatten 511 englischsprachige Studien aus den Jahren 2007 bis 2008 untersucht. Sie durchforsteten dazu die medizinische Datenbank „Medline“ nach den Wörtern „Rauchen Aufhören“.

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Sie veröffentlichten nun ihre Ergebnisse in dem Fachmagazin „PloSMedicine“. PloS steht für Public Library of Science und ist eine Non- Profit Organisation von Medizinern und Wissenschaftlern, die weltweit wissenschaftliche und medizinische Artikel öffentlich zugänglich machen. Chapman und McKenzie ermittelten demnach, dass zwei Drittel bis drei Viertel der geglückten Raucherentwöhnungen ohne jegliche Hilfestellung von aussen zurecht kamen.

Ähnliche Zahlen gibt es aber auch schon aus dem deutschsprachigen Raum:
In einer Umfrage zum Präventionsverhalten in Deutschland von 2008 hatten mehr als die Hälfte von 491 befragten Rauchern vor, das Rauchen zu beenden. 71% der befragten Männer und Frauen nahm sich vor „einfach nicht mehr rauchen“. Das restliche Drittel der Raucher gab an, beim Aufhören Hilfe zu benötigen.

Eine der Methoden, die nicht zu den Hilfsmitteln eines Industriezweiges zählt und sich dabei mit einer recht hohen Erfolgsquote in den letzten Jahren bei der Raucherentwöhnung hervorgetan hat, ist die Hypnose. Die seriöse Hypnotherapie konnte sich allmählich aus dem Dunstkreis von reinen Showhypnotiseuren lossagen. Dies führte im Jahre 2006 zur wissenschaftlichen Anerkennung des Verfahrens durch den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie.

Denn die australischen Forscher sehen auch eine Gefahr darin, dass bei zuviel Werbung für Hilfmittel zur Raucherentwöhnung, die Menschen verunsichert würden. Die Menschen könnten glauben, dass sie es nicht mehr aus eigener Kraft schaffen würden, aufzuhören. Denn auch die Raucherentwöhnung ist ein großer ökonomischer Markt. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie, 09.02.2010)