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Rote Hautflecken bei Kindern könnten auf Purpura Schönlein-Henoch hinweisen

Sebastian Bertram
Verfasst von Sebastian Bertram
1. Dezember 2015
in News
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Von der Gefäßkrankheit Purpura Schönlein-Henoch sind häufig sind Kinder zwischen zwei und zehn Jahren betroffen. Sie weisen an den Beinen und Unterschenkeln rote Flecken auf. Die roten Hautflecken sind stecknadel- und münzgroß. Ein weiteres Hinweis: sie jucken nicht. Purpura Schönlein-Henoch (HSP) gehört zu den häufigsten Gefäßkrankheiten bei Kindern, erklärte Prof. Hans-Jürgen Nentwich vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Rote Hautflecken müssen nicht immer auf eine ansteckende Krankheit hinweisen. Sie können auch auf einer Gefäßentzündung beruhen, die einer viralen oder bakteriellen Erkrankung folgt, oder auch eine Reaktion auf eine bestimmte Substanz ist – die so genannte Purpura Schönlein-Henoch.

Rote, stecknadelgroße bis münzgroße, teilweise auch etwas erhabene Flecken, die vor allem auf den Streckseiten der Beine oder Arme und am Gesäß auftreten, können in unterschiedlichem zeitlichen Abstand nach einfachen Infekten, aber auch nach einer Grippe oder der Einnahme von Medikamenten auftreten. „Bei der so genannten Purpura Schönlein-Henoch lagern sich Antikörper in den Gefäßwänden ab und lösen dort eine entzündliche Reaktion in den kleinen Blutgefäßen der Haut aus, die dann für Blutserum und rote Blutkörperchen durchlässig werden. Die betroffenen Stellen sind anfangs meist etwas erhaben, das ausgetretene Blut ist dunkelrot, die entstandenen Flecken lassen sich nicht wegdrücken. Auch wenn dieser Ausschlag nicht ansteckend ist, sollten Eltern mit ihrem Kind ihren Kinder- und Jugendarzt aufsuchen, denn in manchen Fällen kann sich die Gefäßentzündung auf andere Organe wie Darm und Nieren ausdehnen“, rät der Kinder- und Jugendarzt Dr. Ulrich Fegeler.

Da die Purpura Schönlein-Henoch meist auf Erkrankungen des Winters folgt, beobachten Eltern diese Erscheinung bei ihren Kindern vorwiegend gegen Ende des Winters oder im Frühjahr. Neben dem Ausschlag können Fieber, geschwollene sowie schmerzhafte Gelenke und manchmal auch Bauchkrämpfe auftreten „Blut im Stuhl oder im Urin sind Warnzeichen für die Beteiligung von Nieren oder Darm, doch dies kann bei geringen Mengen für den Laien nicht sichtbar sein“, erklärt Dr. Fegeler. Wenn Gefäße der Nieren mit entzündet sind, muss ein Kind evtl. Medikamente einnehmen und zu regelmäßigen Nachkontrollen gehen, um einem chronischen Verlauf vorzubeugen. In den meisten Fällen heilt die Erkrankung aber nach etwa einem Monat aus. 

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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