Schmerzen bei Tieren erkennen

Sebastian

Schmerzen von Haustieren frühzeitig erkennen und handeln

03.02.2011

Es ist nicht immer leicht, die Signale von Haustieren eindeutig und richtig zu erkennen. Leiden die Tiere unter Schmerzen, so können erste Hinweise dabei helfen, eine veterinärmedizinische Hilfe einzuleiten. Verweigern Haustiere die Nahrungszufuhr und das Trinken oder fressen sie nur noch sehr wenig, könnte hier ein erster Hinweis auf Schmerzen vorliegen, erläuterte Dr. Thomas Steidl, Tiermediziner der Bundesärztekammer in Berlin. Die Tiere reagieren zudem empfindlich auf Berührungen und bewegten sich weniger als sonst. Leben die Tiere mit Menschen in einem Haushalt, so ziehen sich die Schmerz-leidenden Tiere mehr und mehr zurück. Verfügen die Tiere über eine deutliche Mimik, wie zum Beispiel Hunde und Katzen, so zeigen sich oftmals Veränderungen in den Augen oder beim Ohrenspiel. Wer sein Tier gut kennt, wird auch an den Augen erkennen können, dass etwas nicht stimmt.

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Signale der Tiere richtig deuten
Liegen Schmerzen im Mund oder im Rachen vor, so zeigen viele Haustiere ein verändertes Kauverhalten. Andere Tiere würgen regelrecht. Liegt eine Infektion im Magen-Darm-Trakt vor, leiden die Tiere unter Durchfall und/oder Erbrechen. Ist die Bauchdecke hochgezogenen, können Tierhalter davon ausgehen, dass ihr geliebtes Haustier unter Bauchschmerzen leidet. Bellen, Jaulen und Winseln sind ebenfalls wichtige Hinweise.

Bei Anzeichen von Beschwerden einen Tierarzt aufsuchen
Liegen Schmerzen oder ein verändertes Verhalten der Tiere vor, sollten Tierbesitzer den Weg zum Tierarzt nicht scheuen. Sind die Symptome nicht stark ausgeprägt und die Ursache hierfür nicht schwerwiegend, können Frauchen und Herrchen noch ein paar Tage abwarten. Sollten die Beschwerden stark ausgeprägt sein oder sich im Laufe der Zeit verschlimmern, sollte möglichst schnell ein Veterinärmediziner aufgesucht werden, sagte Dr. Steidl.

Richtiges Beobachten von Tieren
Da sich Tiere verbal nicht äußern können, ist die Beobachtung durch den Menschen zunächst der erste Schritt zur Diagnostik. Dabei ist es wichtig das Tier so zu beobachten, ohne dass das Haustier etwas davon mitbekommt. Dabei sollte die Körperhaltung, das allgemeine Verhalten und Fressverhalten beobachtet werden. Leben die Tiere mit anderen Tieren zusammen, spielt Veränderungen beim Sozialverhalten ebenfalls eine gewichtige Rolle. Haustierhalter sollten die Veränderungen notieren, um diese bei einem Tierarztbesuch sofort präsent zu haben. (sb)