Physio: Triggerpunkte zeigen Schmerzen

Heilpraxisnet

Knubbel als Schmerzauslöser – Wie sich Triggerpunkte therapieren lassen

26.11.2014

Triggerpunkte sind häufig die Ursache für Symptome wie ein Ziehen im Bein, einen steifen Rücken oder etwa Kopfschmerzen. „Muskeln spannen sich normalerweise an und entspannen sich dann wieder“, erklärt Walter Lieb, Physiotherapeut von der Internationalen Triggerpunkt-Akademie in Kaufbeuren. Entspannen sich die Muskeln nicht mehr, entstehen an einigen Stellen Knubbel.

Verspannungen haben ihre Ursache meist in Fehl- oder Überbelastungen, Bewegungsmangel oder beispielsweise Sportverletzungen. „Ein häufiger Grund ist auch Stress“, ergänzt Cordelia Schott, Orthopädin in Essen.Studien haben ergeben, dass Triggerpunkte den pH-Wert beeinträchtigen. So liege vor der Behandlung eine Übersäuerung vor, danach normalisiere er sich wieder. Zudem verringere sich das Vorhandensein von entzündungs- und Schmerz fördernden Substanzen wie der sogenannten Substance P (P= Pain). Darüber hinaus sollen die Triggerpunkte nach neueren Studien auch "mit dem sympathischen Nervensystem zusammenhängen". Es wird angenommen, dass die Triggerpunkte die Muskel- und Faszienfasern verkürzen und so beim Bewegen Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen wie Nackenverspannungen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen am Hinterkopf, Schulterschmerzen oder Steifheit im Rücken auslösen können. "Röntgenbilder oder MRT-Aufnahmen geben häufig keinen Hinweis auf die Ursachen. Auch seien die Zusammenhänge von Schmerzen und Triggerpunkten häufig unbekannt", so die internationale Gesellschaft für Schmerz- und Triggerpunktmedizin (IGTM).

Studien haben ergeben, dass Triggerpunkte den pH-Wert beeinträchtigen. So liege vor der Behandlung eine Übersäuerung vor, danach normalisiere er sich wieder. Zudem verringere sich das Vorhandensein von entzündungs- und Schmerz fördernden Substanzen wie der sogenannten Substance P (P= Pain). Darüber hinaus sollen die Triggerpunkte nach neueren Studien wohl auch mit dem sympathischen Nervensystem zusammenhängen. Es wird auch angenommen, dass die Triggerpunkte die Muskel- und Faszienfasern verkürzen und so beim Bewegen Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen wie Nackenverspannungen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen am Hinterkopf, Schulterschmerzen oder Steifheit im Rücken auslösen können.

Dabei geben Röntgenbilder oder MRT-Aufnahmen keinen Hinweis auf die Ursachen. Auch seien die Zusammenhänge von Schmerzen und Triggerpunkten häufig unbekannt, so die Internationalen Gesellschaft für Schmerz- und Triggerpunktmedizin (IGTM).

Dass die verspannten Muskelbündel die Schmerzen oft an ganz anderen Stellen auslösen würden, sei bei vier von fünf Patienten der Fall. Menschen die chronisch unter Symptomen wie Fersensporn, Tennisellenbogen, Kniescheibenproblemen oder Kopfschmerzen leiden, können demnach bei Physiotherapeuten oder Osteopathen die im sogenannten Fasziendistorsionsmodell (FDM) geschult sind Hilfe suchen. Sie kennen die Triggerpunkte, wie etwa zwischen Arm und Nacken.

Weitere häufig beschriebene mit Triggerpunkten zusammenhängende Beschwerden sind der Obergrätenmuskel am Oberarm oder der Schulterblattheber, der Trapezius-Muskel, erklärt Schott. „Dieser ist der häufigste Verursacher von Kopfschmerzen“, so Lieb. „Viele kennen den «Fragezeichen-Kopfschmerz", der vom Nacken über den Hinterkopf bis zur Schläfe verläuft.“

„Drückt man einen bestimmten Triggerpunkt, kann es auch in den Bauch oder ins Bein ziehen“, gibt Physiotherapeutin Ulrike Stocks-Sanio aus Kaarst bei Düsseldorf ein weiteres Beispiel. Wichtig sei, dass Betroffene genau beobachten, wo der Schmerz stattfindet und wie er sich genau anfühlt, damit der Therapeut diese Informationen als Basis der Behandlung nutzen kann. „Jeder Muskeltriggerpunkt erzeugt ein typisches Schmerzmuster“, erklärt Lieb. Den Satz "Den Schmerz kenne ich, das ist mein Schmerz", höre er häufiger von Patienten, wenn er Triggerpunkte ertaste. Außerdem würden Dehn- und Krafttests zur Diagnose beitragen.

Um die Triggerpunkte aufzulösen, üben die Therapeuten dann mit den Daumen Druck auf die fragliche Stelle aus. Dabei müssen sie die Triggerpunkte möglichst genau treffen, damit die Behandlung Wirkung zeigt. In der Folge reagiere der Muskel dann mit einer Senkung der Spannung, was sich in einem 10- 15 Sekunden andauernden erträglichen Schmerz ausdrücke. Nach drei bis vier Wiederholungen der Behandlung sei das Potenzial dann ausgereizt. „So kommt wieder frisches Blut in diesen Muskelstrang, ebenso Nährstoffe und Sauerstoff“, erklärt Lieb.
Das Ziel ist die Auflösung der Triggerpunkte nach einigen Stunden.

Eine weitere mögliche Therapie zur Auflösung von Triggerpunkten sei die Triggerpunkt-Stoßwellentherapie, die der mit dem Daumen in ihrer Wirkungsweise ähnelt. „Auch kann Akupunktur des Triggerpunkts mit trockenen Nadeln, das Dry Needling, eingesetzt werden“, erklärt Schott. Bei der Triggerpunkttherapie handelt es um eine privatärztliche Leistung, die von Krankenkassen in der Regel nicht übernommen wird.

Experten zufolge zeige die Therapie meist schon nach den ersten Anwendungen Wirkung und die Patienten seien erst einmal Schmerzfrei. Es handelt sich bei der Therapie jedoch nicht um eine Beseitigung der Ursachen, sondern nur einer Behandlung der Symptome: „Mit der Triggerpunkt-Therapie löse ich nur die Verhärtung auf“, so Stocks-Sanio. Ein dauerhafter Erfolg der Behandlung lasse sich nur erzielen, wenn der Patient entsprechend dazu beiträgt, sich viel bewegt und Fehlbelastungen vermeidet. So rät Stocks-Sanio: „Auch sollte man sich beim Sitzen immer wieder daran erinnern, gerade zu sitzen.“ (sb)

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