Unterschiedliche Symptome der Migräne

Fabian Peters

Migräne ist gekennzeichnet durch unterschiedlichste Symptome: Aura-Symptome begleiten die typischen Migräne-Anzeichen

29.04.2011

Migräne ist ein relativ weit verbreitetes Leiden, wobei die Symptome bei den Betroffenen äußerst unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Während manche Patienten lediglich über leichten Schwindel, Übelkeit und massive Kopfschmerzen klagen, sind die typischen Migräne-Symptome bei anderen Betroffenen ungleich stärker und sie haben darüber hinaus mit sogenannten Aura-Symptome zu kämpfen.

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Migräne ist nicht nur durch die typischen Kopfschmerzen, verbunden mit Schwindelgefühlen und Übelkeit gekennzeichnet, sondern im Zuge der sogenannten Migräne-Aura können auch „Schmerzen im Gesicht, am Nacken, in den Augen oder an den Zähnen auftreten“, erklärt Stefan Evers von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) gegenüber „Welt Online“. Das „facettenreiche Krankheitsbild“ könne die Diagnose der Migräne erheblich erschweren, betonte der Experte.

Aura-Symptome bei Migräne
Migräne ist für die Betroffenen eine erhebliche Belastung, da sie während einer Attacke nicht nur unter erheblichen Schmerzen leiden, sondern außerdem jegliche Reize oder Signale ihr Leiden noch verschlimmern können. Licht, Geräusche und Gerüche werden häufig viel intensiver wahrgenommen als normalerweise und bilden schnell eine unerträgliche Belastung. Bei vielen Patienten gehe mit der Migräneattacke eine Aura einher, die Sehstörungen, Taubheit und ein Kribbeln in den Fingerspitzen, im Gesicht, an den Händen oder den Beinen zur Folge hat, erklärte Stefan Evers. Für die Betroffenen fühlt sich die Attacke ein wenig so an, als ob das Gehirn aufgrund von Reizüberflutungen überreagiert. Dabei können neben den typischen Symptomen „auch starke Stimmungsschwankungen und das Gefühl, dass alles in Zeitlupe abläuft, Aura- und Migräne-Anzeichen sein“, erklärte Evers. Durch das „facettenreiche Krankheitsbild“ sei die Diagnose einer Migräne insbesondere bei Kindern „manchmal erschwert“, betonte der Experte.

Migräne ist heutzutage gut therapierbar
Dabei kann den Migräne-Patienten laut Aussage von Stefan Evers heutzutage relativ gut geholfen werden. So existieren „für die Akuttherapie und die Prophylaxe (…) wirkungsvolle Medikamente“, mit denen sich die Migräne-Symptome durchaus erfolgversprechend therapieren lassen. Vor allem sei es jedoch wichtig, dass die Migräne-Patienten ihre persönlichen Migräne-Auslöser ermitteln und versuchen, diese zu meiden, erklärte der Fachmann. Dabei kommen die verschiedenste Ursachen für das Auftreten von Migräne in Frage, wie beispielsweise Hormonspiegelschwankungen, die Ernährung, der persönliche Stress oder der Alkoholkonsum. Der Zusammenhang mit hormonellen Schwankungen (im Laufe des Menstruationszyklus) ist nach Einschätzung der Experten wahrscheinlich auch ein Grund dafür, dass Frauen weit häufiger von Migräne betroffen sind als Männer. Während lediglich acht Prozent der Männern in Deutschland an Migräne leiden, sind rund 17 Prozent der Frauen betroffen.

Alternative Behandlungsmethoden bei Migräne
Als Alternative zur medikamentösen Behandlung von Migräne bieten sich aus naturheilkundlicher Sicht verschiedene Behandlungsansätze an, die nach einer entsprechenden Amnese durch den Therapeuten, den möglichen Ursachen der Schmerzen angepasst werden. Dabei konnten sowohl mit Reinigungen der Darmflora (Darmdysbiose), als auch mit Ausleitungsverfahren (z.B. Schröpfen), Heilfasten, Biofeedback, Homöopathie, Neuraltherapie, Osteopathie, Entspannungsverfahren, Akupunktur sowie Arm- und Fußbädern schon vielversprechende Behandlungserfolge erzielt werden. Auch Entspannungsübungen, Autogenes Training oder Tai Chi können eine Migräne vorbeugende Wirkung entfalten, da sie der Stressvermeidung dienen und Stress als eine der Hauptursachen für Migräne gilt. (fp)