Zahl der Demenzkranken wird enorm steigen

Heilpraxisnet

WHO: Zahl der Demenzkranken wird sich bis 2050 verdreifachen

17.03.2015

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass sich die Zahl der Demenzkranken weltweit bis zum Jahr 2050 verdreifachen wird. Auch wenn die Krankheit nicht geheilt werden kann, könnte den Betroffenen mehr Hilfe gewährt werden.

Zahl der Demenzkranken steigt weltweit
Mit der zunehmenden Lebenserwartung der Menschen weltweit wächst auch die Zahl der Demenzkranken. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, steigt sie nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) innerhalb der nächsten 15 Jahre um rund 28 Millionen. Demnach würden es im Jahr 2030 rund 75,6 Millionen Menschen sein, die unter einer Form von bislang nicht heilbarem Gedächtnisverlust leiden. Derzeit sind rund 47,5 Millionen Menschen betroffen. Bis 2050 werde sich die Zahl der Demenzkranken sogar auf 135,5 Millionen verdreifachen.

Mehr Hilfe für Betroffene
Die WHO veröffentlichte die Vorhersagen anlässlich ihrer ersten globalen Ministerkonferenz zum Problem der Demenz. Mediziner, Forscher und Politiker erörteren dabei Möglichkeiten einer verstärkten internationalen Kooperation zur Eindämmung der Demenz. Es gibt zwar noch keine Heilung für Demenz, doch nach Einschätzung der WHO könnte den Betroffenen mehr Hilfe gewährt werden. Unter anderem gehörten dazu mehr Bemühungen um Früherkennung und zur gezielten Behandlung physischer Leiden, die mit Demenz einhergehen.

Alzheimer ist häufigste Demenzart
Ursache für das Leiden ist das Absterben bestimmter Nervenzellen im Gehirn. Die Folgen lönnen von Verwirrtheit bis zur schweren Alzheimer-Erkrankung reichen. Letztere ist der WHO zufolge mit 60 bis 70 Prozent die häufigste Demenzart. Hierzulande leiden nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft rund 1,5 Millionen Menschen an Demenz. Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass eines Tages eine wirksame Therapie zur Verfügung stehen wird, unklar sei wann. Daher wird empfohlen, vorhandene Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung zu nutzen. Bekannt sei unter anderem, dass die Behandlung von Diabetes und Bluthochdruck das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, senkt. (ad)

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>Bild: Karin Bangwa / pixelio.de