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Studie: Warnung vor Nikotinresten in der Wohnung

Redaktion Heilpraxis.de
Verfasst von Redaktion Heilpraxis.de
10. Februar 2010
in News
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Nikotinreste in der Wohnung auf Oberflächen und im Staub sind nicht nur unästhetisch sondern auch gesundheitsgefährdend

Nikotinreste auf Oberflächen, in der Kleidung und auf der Haut können auch gesundheitsgefährdend sein. Amerikanische Wissenschaftler aus Berkeley, Kalifornien stellten in einer Studie fest, dass das Nikotin dabei mit bestimmten Stoffen aus der Luft die gefährlichen Nitrosamine bilden kann.

Die Forscher vom Lawrence Berkely National Laboratorium um den Chemiker Hugo Destaillats veröffentlichten ihre Ergebnisse nun in dem us- amerikanischen Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS).
Demnach können sich die Nikotinbeläge in Teppichen, an den Wänden und allen anderen Oberflächen und sogar im Staub befinden.

Neu ist, dass die Stoffe sich solange halten: Nach zwei Stunden war erst die Hälfte des Nikotins abgebaut. Kleine Reste können sich teilweise auch über Wochen halten. Besonders gefährdet sind Kleinkinder und Säuglinge. Durch ihre schnellere Atmung und das geringere Körpergewicht, sind bei ihnen kleinere Dosen von Nitrosaminen gefährdend. Ausserdem kommen sie durch ihre Bewegungsmuster ständig mit den Nikotinresten in Staub und auf Oberflächen in Berührung. Auch das Rauchen an der frischen Luft hilft nichts, denn auf der Kleidung und der Haut können sich die Reste bei den rauchenden Eltern hartnäckig halten. Um weitere Erkenntnisse über den "third-hand smoke" zu bekommen, forschen die Wissenschaftler in Berkeley nun weiter zu der Haltbarkeit in geschlossenen Räumen und Möglichkeiten der Sichtbarmachung. Desweiteren wollen sie die Prozesse hinter der Entstehung von „tobacco-specific nitrosamines „ (TSNAs) ergründen.

Als Empfehlung schreiben sie, dass Rauchen in geschlossenen und an öffentlichen Orten möglichst eingeschränkt werden sollte. In der Naturheilkunde wird die Ansicht vertreten, dass die Prozesse hinter dem Rauchen stärker beleuchtet werden müssen. Alleinige Hinweise auf mögliche gesundheitliche Schäden reichen als Grund zum Aufhören meist nicht aus.

Rauchen wird gerade bei Jugendlichen als emanzipatorischer Akt und Prozess des Erwachsenwerdens empfunden. Die soziale Komponente und das Zugehörigkeitsgefühl werden durch das Verbannen der Raucher aus geschlossenen Räumen oftmals noch gestärkt. Kurzfristig schafft das Rauchen vielen Menschen eine Befriedigung und kann Unruhezustände und Konflikte kurz entschärfen und kompensieren helfen.

Ständige Hinweise oder Studien in Bezug auf langfristige gesundheitliche Gefahren stellen meist nur mangelhafte Instrumente und keine Alternative für Raucher dar. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie, 10.02.2010)


Zum Weiterlesen:

Studie der Forscher aus Berkeley
Raucherentwöhnung ohne Hilfsmittel

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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