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Gestillte Kinder leiden weniger stark unter Asthma-Erkrankungen

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
13. Dezember 2017
in News
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BVKJ: Asthma entwickelt sich weniger stark bei gestillten Kindern

Die Muttermilch bietet Säuglingen nicht nur die erforderlichen Nähstoffe für die Entwicklung, sondern hat auch eine positive Wirkung auf die Gesundheit des Kindes. In einer neueren Studie hat sich dies auch in Bezug auf spätere Asthma-Erkrankungen der Kinder bestätigt. Gestillte Kinder waren demnach wenig stark von ihrer Erkrankung betroffen, als nicht gestillte Kinder.

„Eine Analyse von Kindern mit Asthma zeigte, dass diejenigen Kinder, die gestillt worden waren, ein um 45% geringeres Risiko hatten, später in ihrem Leben unter einer deutlichen Verschlimmerung ihrer Asthma-Beschwerden zu leiden – im Vergleich zu Kindern, die nicht gestillt worden waren“, berichtet der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Niederländische Wissenschaftler der Universität Utrecht hatten eine entsprechende Studie in dem Fachmagazin Pediatric Allergy and Immunology veröffentlicht.

Stillen reduziert die Asthma-Beschwerden

Die Forscher analysierten für ihre Studie die Daten von 960 Kindern im Alter zwischen vier und zwölf Jahren, die regelmäßige Asthmamedikamente einnahmen. Verglichen wurde das Auftreten der Asthma-Symptome bei gestillten und nicht gestillten Kindern. Bei den gestillten Kindern wurde des Weiteren zwischen lange (mehr als sechs Monate) und kurz (weniger als sechs Monate) gestillten Kindern unterschieden. Die Wissenschaftler kamen zu dem eindeutigen Ergebnis, dass Stillen insgesamt mit einer geringeren Intensität der Asthma-Beschwerden einhergeht. Auch konnten bei den lange gestillten Kindern noch weniger Symptome festgestellt werden, als bei den kurz gestillten Probanden.

Wirkt Stillen vorbeugend bei Asthma?

Inwiefern das Stillen zu einer generellen Reduzierung des Asthma-Risiko beiträgt, ist laut Aussage der Forscher allerdings weiterhin offen. „Obwohl unsere Studie nahelegt, dass das Stillen vorbeugend gegen eine Verschlechterung von Asthma im Laufe der Zeit wirkt, ist noch unklar, ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen Stillen und Asthma-Exazerbationen gibt“, zitiert der BVKJ die leitende Autorin der Studie, Dr. Anke Maitland-van der Zee.

Beeinflussung des Immunsystems über die Darmflora

Ein möglicher Zusammenhang mit dem Asthma-Risiko könnte nach Ansicht der Experten durch den Effekt des Stillens auf das Immunsystem erklärt werden. Denn das Stillen beeinflusse die Zusammensetzung und Aktivität der Darmflora im frühen Leben und damit auch längerfristig das Immunsystem.

„Diese Veränderungen könnten indirekt den Verlauf des Asthmas mit bestimmen“, so die Studienautorin. Weitere Forschungsarbeiten seien jetzt notwendig, um diese Assoziation zu überprüfen und die zugrunde liegenden Mechanismen zu klären. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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