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Ernährung: Antioxidantien & Polyphenole für Herz und Gehirn

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
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30. Januar 2026
in News
Bunte Mischung verschiedener Obstsorten und Gemüsesorten vor weißem Hintergrund
Die Polyphenole und Antioxidantien in Obst und Gemüse können auch zur Prävention von Herz-Kreislauf-Krankheiten und neurodegenerativen Erkrankungen beitragen. (Bild: alinamd/stock.adobe.com)
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Antioxidantien und Polyphenole sind zum Beispiel reichlich in Obst, Gemüse, Olivenöl und Tee vorhanden und sie stärken nachweisbar das Herz-Kreislauf-System und das Gehirn. So bieten Ernährungsinterventionen mit Antioxidantien und Polyphenole einen vielversprechenden Ansatz zum Schutz vor kardiovaskulären und neurodegenerativen Erkrankungen.

In einer aktuellen Übersichtsarbeit hat ein chinesisches Forschungsteam den Einfluss von Antioxidantien und Polyphenolen aus der Nahrung auf die Gefäßgesundheit (gemessen an der Intima-Media-Dicke der Halsschlagader) und die kognitive Funktionen bewertet. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „Phytotherapy Research“ veröffentlicht.

Ernährung ein wichtiger Faktor

Zahlreiche frühere Studien haben bereits den Einfluss der Ernährung auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit und die kognitiven Funktionen untersucht und zum Beispiel berichteten Forschende der Tulane University in dem Fachmagazin „Gut Microbes Reports“, dass die mediterrane Ernährung das Gedächtnis und die kognitiven Fähigkeiten signifikant verbessert.

Auch der Einfluss bestimmter Antioxidantien und Polyphenole stand bereits an verschiedener Stelle im Fokus und eine Studie aus dem Jahr 2024 belegt, dass unter den Flavonoiden insbesondere die Flavan-3-ole äußerst positive Effekte entfalten, wodurch bestimmtes Obst und Gemüse den kognitiven Abbau reduziert und das Herz schützt.

Welchen Einfluss haben Polyphenolen & Antioxidantien?

Um die Effekte von Polyphenolen und Antioxidantien auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit und die kognitive Fähigkeiten möglichst objektiv zu bewerten, stützten sich die Forschenden in der neuen Übersichtsarbeit unter anderem auf Ultraschallmessungen der Intima-Media-Dicke der Karotisarterie (Halsschlagader).

Denn die Intima-Media-Dicke der Halsschlagader ist nicht nur ein Marker für subklinische Atherosklerose, sondern auch ein Frühindikator für kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Erkrankungen, erläutert das Forschungsteam.

Berücksichtigt wurden klinische Studien, Kohortenstudien und mechanistischen Untersuchungen zu den Auswirkungen bestimmter Ernährungsweisen und einzelner Polyphenole (wie Resveratrol, Epigallocatechingallat, Punicalagin) auf die Intima-Media-Dicke der Halsschlagader, den oxidativen Stress, die Neuroinflammation und die kognitive Funktionen.

Polyphenolreiche Ernährung hilft

Die Forschenden kommen zu dem Schluss, dass polyphenolreiche Ernährungsinterventionen wie zum Beispiel die Umstellung auf eine mediterrane Ernährung und der regelmäßige Verzehr von Granatapfelsaft mit einer Reduktion Intima-Media-Dicke und Verbesserungen der kognitiven Fähigkeiten einschließlich Gedächtnis, Aufmerksamkeit und exekutiver Funktionen verbunden sind.

Diese positiven Effekte seien vor allem durch reduzierten oxidativen Stress, die Suppression proinflammatorischer Zytokine, einen verbesserten Lipidstoffwechsel und eine erhöhte Bioverfügbarkeit von Stickstoffmonoxid bedingt.

Insgesamt haben Antioxidantien und Polyphenole in der Ernährung nachweisbar das Potenzial, die Gefäßalterung und den kognitiven Abbau zu verlangsamen und entsprechende Ernährungsstrategien könnten einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Arteriosklerose und neurodegenerativen Erkrankungen leisten, resümieren die Forschenden. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • Lei Wang, Zhiyu Luo, Dan Liu: Dietary Antioxidants, Polyphenols, and Vascular Health: Insights From Ultrasound Measurement of Carotid Intima-Media Thickness and Their Association With Cognitive Function in Aging and Neurodegenerative Diseases; in Phytotherapy Research (veröffentlicht 26.01.2026), onlinelibrary.wiley.com
  • Rebecca J. Solch-Ottaiano, Elizabeth B. Engler-Chiurazzi, Colin Harper, Savannah Wasson, Sharon Ogbonna, et al.: Comparison between two divergent diets, Mediterranean and Western, on gut microbiota and cognitive function in young sprague dawley rats; in: Gut Microbes Reports (veröffentlicht 18.12.2024), tandfonline.com
  • F. C. Ross, D. E. Mayer, J. Horn, J. F. Cryan, D. Del Rio, et al.: Potential of dietary polyphenols for protection from age-related decline and neurodegeneration: a role for gut microbiota?; in: Nutritional Neuroscience (veröffentlicht 29.01.2024), tandfonline.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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