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So beeinflusst Kaffee die Darmflora & Darm-Hirn-Achse

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
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23. April 2026
in News
Bild von Kaffee in Tasse zusammen mit Kaffeebohnen.
Kaffeekonsum verändert die Zusammensetzung der Darmflora und über die Darm-Hirn-Achse kann dies auch die kognitiven Fähigkeiten, die Stressresilienz und das Wohlbefinden beeinflussen. (Bild: Alexander Raths/stock.adobe.com)
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Die gesundheitlichen Auswirkungen des Kaffeekonsums werden noffenbar maßgeblich über Veränderungen der Darmflora und deren Einfluss auf die Darm-Hirn-Achse vermittelt. Auch das psychische Wohlbefinden scheint dabei zu profitieren.

Forschende des University College Cork (Irland) und der Universität Parma (Italien) haben den Einfluss des Kaffeekonsums auf die Darmflora und die Darm-Hirn-Achse sowie mögliche Auswirkungen auf das Verhalten und das psychische Wohlbefinden untersucht. Die entsprechenden Studienergebnisse sind in dem Fachmagazin „Nature Communications“ veröffentlicht.

Wie entfaltet Kaffee seine Wirkung?

Dass regelmäßiger Kaffeekonsum weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheit hat, ist durch zahlreiche frühere Studien bereits eindeutig belegt, wobei die zugrundeliegenden Mechanismen jedoch bisher nicht abschließend geklärt sind.

Lange wurden die beobachteten Effekte vor allem auf die Wirkung des enthaltenen Koffeins zurückgeführt, doch neuere Forschungsarbeiten deuteten darauf hin, dass auch die Veränderungen des Darmmikrobioms durch die enthaltenen pflanzlichen Verbindungen eine Rolle spielen.

Denn Kaffee verändert die Darmflora und erhöht das Vorkommen spezieller Darmbakterien, wie eine Studie aus dem letzten Jahr eindeutig belegt. So ist bei regelmäßigem Kaffeekonsum zum Beispiel eine Vermehrung des Bakteriums Lawsonibacter asaccharolyticus festzustellen.

Darmflora & Darm-Hirn-Achse im Fokus

An 62 Teilnehmenden, von denen die Hälfte regelmäßig Kaffee konsumierte, untersuchten die Forschenden daher jetzt, welche Auswirkungen der Kaffeekonsum auf die Darmflora und die Darm-Hirn-Achse hat und ob Veränderungen bei den kognitiven Fähigkeiten, dem Verhalten, dem Wohlbefinden oder dem empfundenen Stress auftreten.

Nach einer Eingangsuntersuchung verzichteten alle Teilnehmenden zunächst zwei Wochen lang auf Kaffee, wobei in dieser Zeit regelmäßig psychologische Tests durchgeführt sowie Stuhl- und Urinproben entnommen wurden.

Deutliche Veränderungen durch Kaffee

Signifikante Gruppenunterschiede zeigten sich in der Zusammensetzung des fäkalen Mikrobioms. Kaffee-trinkende Teilnehmende wiesen eine erhöhte relative Häufigkeit von Cryptobacterium- und Eggerthella-Arten sowie reduzierte Konzentrationen der Metaboliten Indol-3-propionsäure und Indol-3-carboxaldehyd und des Neurotransmitters γ-Aminobuttersäure auf, erläutern die Forschenden.

Bei den Kaffee-trinkenden Teilnehmenden seien im Vergleich zu Nicht-Kaffeetrinkenden bestimmte Bakterien in der Darmflora deutlich stärker präsent, die auch die Magen- und Darmsäuresekretion sowie die Gallensäuresynthese beeinflussen und mit positiven Auswirkungen auf die Emotionen in Verbindung gebracht werden.

Die die Abstinenzphase habe bei den Teilnehmenden, die vorher regelmäßig Kaffee tranken, signifikante Veränderungen der Darmflora und der Metabolitenprofile im Vergleich zu Nicht-Kaffeetrinkenden bewirkt.

Nach den zwei Wochen erhielten die Kaffeetrinkerinnen und -trinker wieder täglich drei bis fünf Tassen, wobei jedoch verblindet entweder entkoffeinierter oder koffeinhaltiger Kaffee an jeweils die Hälfte der Teilnehmenden ausgegeben wurde.

Hierbei zeigte sich laut den Forschenden, dass die Veränderungen der Darmflora nach der Kaffeeabstinenz reversibel waren, wenn der Kaffeekonsum wieder aufgenommen wurde, und zwar unabhängig vom Koffeingehalt.

Reduzierter Stress, verbessertes Wohlbefinden

Bei den Tests der kognitiven Fähigkeiten, dem Verhalten, dem Stressempfinden und dem Wohlbefinden zeigten beide Gruppen der Kaffee-trinkenden Teilnehmenden weniger Anzeichen für Stress, Depressionen und Impulsivität. Dies deutet laut den Forschenden darauf hin, dass Kaffee die Stimmung unabhängig vom Koffeingehalt signifikant verbessert.

Zudem seien nur in der Gruppe mit entkoffeiniertem Kaffee nach der Wiederaufnahme des Konsums deutliche Verbesserung des Lern- und Erinnerungsvermögens aufgetreten, woraus die Fachleute schließen, dass neben Koffein andere Inhaltsstoffe des Kaffees für diese kognitiven Vorteile verantwortlich sind.

Allerdings habe im Gegenzug nur koffeinhaltiger Kaffee die Angstgefühle der Teilnehmenden reduziert sowie ihre Wachsamkeit und Aufmerksamkeit verbessert. Auch konnten die Forschenden neun wichtige Metaboliten identifizieren, die eng mit den Darmbakterien und den Ergebnissen bei den Tests verbunden waren.

Kaffee für eine gesunde Darmflora?

„Das öffentliche Interesse an der Darmgesundheit ist enorm gestiegen. Auch der Zusammenhang zwischen Verdauung und psychischer Gesundheit wird zunehmend besser verstanden, doch die Mechanismen, die den Wirkungen von Kaffee auf die Darm-Hirn-Achse zugrunde liegen, waren bisher unklar“, betont der Studienautor Professor John Cryan am University College Cork.

„Unsere Ergebnisse zeigen die mikrobiellen und neurologischen Reaktionen auf Kaffee sowie deren potenzielle langfristige Vorteile für ein gesünderes Mikrobiom. Kaffee könnte die kollektive Aktivität der Mikroben und die von ihnen verwendeten Stoffwechselprodukte beeinflussen“, so Prof. Cryan weiter.

Insgesamt bestätigt die Studie den Einfluss des regelmäßigen Kaffeekonsums auf die Zusammensetzung der Darmflora und es wird deutlich, wie über bestimmte Metaboliten und deren Auswirkungen auf die Darm-Hirn-Achse auch die kognitiven Fähigkeiten, die Stressresilienz und das Wohlbefinden profitieren können.

„Kaffee ist mehr als nur Koffein – er ist ein komplexer Ernährungsfaktor, der mit unseren Darmbakterien, unserem Stoffwechsel und sogar unserem emotionalen Wohlbefinden interagiert“, resümiert Prof. Cryan. Sowohl koffeinhaltiger als auch entkoffeinierter Kaffee könne die Gesundheit auf vielfältige Weise beeinflussen. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • Cavendish Consulting: New research reveals mechanisms behind coffee’s positive effects on the gut-brain axis (veröffentlicht 21.04.2026), eurekalert.org
  • Serena Boscaini, Thomaz F. S. Bastiaanssen, Gerard M. Moloney, Federica Bergamo, Laila Zeraik, Caroline O’Leary, Aimone Ferri, Maha Irfan, Maaike van der Rhee, Thaïs I. F. Lindemann, Elizabeth Schneider, Arthi Chinna Meyyappan, Kirsten Berding Harold, Caitríona M. Long-Smith, Carina Carbia, Kenneth J. O’Riordan, José Fernando Rinaldi de Alvarenga, Nicole Tosi, Daniele Del Rio, Alice Rosi, Letizia Bresciani, Pedro Mena, Gerard Clarke, John F. Cryan: Habitual coffee intake shapes the gut microbiome and modifies host physiology and cognition; in: Nature Communications (veröffentlicht 21.04.2026), nature.com
  • Paolo Manghi, Amrisha Bhosle, Kai Wang, Roberta Marconi, Marta Selma-Royo, Liviana Ricci, Francesco Asnicar, Davide Golzato, Wenjie Ma, Dong Hang, Kelsey N. Thompson, Eric A. Franzosa, Amir Nabinejad, Sabrina Tamburini, Eric B. Rimm, Wendy S. Garrett, Qi Sun, Andrew T. Chan, Mireia Valles-Colomer, Manimozhiyan Arumugam, Kate M. Bermingham, Francesca Giordano, Richard Davies, George Hadjigeorgiou, Jonathan Wolf, Till Strowig, Sarah E. Berry, Curtis Huttenhower, Tim D. Spector, Nicola Segata, Mingyang Song:Coffee consumption is associated with intestinal Lawsonibacter asaccharolyticus abundance and prevalence across multiple cohorts; in: Nature Microbiology (veröffentlicht 18.11.2024), nature.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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