Loslassen lernen – so gehts

Loslassen können ist einerseits zum Modeslogan geworden, zum anderen steckt darin aber ein elementarer Konflikt der menschlichen Psyche. Das Bedürfnis nach Sicherheit und das der Neugier treiben beide unsere Existenz an. Wie können wir mit dem Widerspruch leben, Altes abzulegen und trotzdem nicht den Halt zu verlieren?

„Am meisten lieben wir die Dinge, die längst vergangen sind, wir sollten lernen, zu verzichten, doch wir kriegen es nicht hin.“ (Die Toten Hosen)

Loslassen fällt uns schwer, denn unser Gehirn bringt Neues immer wieder auf vertraute Muster zurück, weil es so Energie spart. Durch die Digitalisierung verändert sich zuvor Vertrautes unwiderruflich, und die Veränderungen laufen schneller und wälzen mehr um als je zuvor in der Geschichte. Sehr viele Menschen haben Probleme, das kognitiv zu verarbeiten.


Warum fällt der Abschied schwer?

Wir leben in einer Beziehung, in der wir uns längst nicht mehr verstehen. Wir wissen, dass eine saubere Trennung das Beste für beide Beteiligten wäre, doch wir halten an ihr fest. Unser Job befriedigt uns nicht, wir gehen mit neuen Herausforderungen schwanger – und doch kleben wir an einem schwer erträglichen Arbeitsplatz.

Wir schmieden Pläne und bremsen sie danach wieder ab. Wir malen uns die Zukunft in leuchtenden Farben aus, wissen, welche Schritte dafür nötig wären, und halten doch an alten Gewohnheiten fest. Wir klammern uns sogar an Gewohnheiten, bei denen uns klar ist, dass sie uns nicht gut tun.

Loslassen können ist zwar oft nicht einfach, aber unabdingbar, um neue Wege bestreiten und aus mancher Krise herauskommen zu können. (Bild: Ralf Geithe/fotolia.com)

Am frustrierendsten ist folgende Situation: Die Zeit ist gekommen für einen Neustart. Wir haben eine Chance. Das Ziel vor Augen zu erreichen, würde uns vermutlich weit mehr erfüllen als der Status Quo. Seit Monaten reden wir davon. Doch jetzt, im entscheidenden Moment, als die Welt offen steht, bedrückt es uns, Abschied zu nehmen und ins neue Leben zu starten. Statt uns zu freuen und mit voller Kraft voranzugehen, schwanken wir. Sollen wir das Risiko eingehen oder im Vertrauten bleiben? Warum ist das so?

Menschen binden sich

Sich an andere Menschen, aber auch an Orte und Dinge zu binden, entspricht unseren sozialen Grundbedürfnissen und ist fest in den biochemischen Prozessen des Gehirns verankert. Unser Leben beginnt mit Bindung – für das Baby ist die Mutterbindung lebenswichtig. Es greift nach dem Finger, nach dem Gesicht und schmiegt sich an den Teddybären. Allein sein wäre der Tod des Säuglings.

Unsicherheit

Auch für Erwachsene ist Sicherheit ein biologisches Grundbedürfnis. Unbekanntes, das mit Loslassen verbunden ist, löst nicht nur Neugier aus, sondern auch Angst. Und wenn wir Angst empfinden, ruft unser Körper nach Bindung. Die paradoxe Folge: Je sicherer wir eingebunden sind, umso einfacher fällt es uns, bestimmte Dinge loszulassen.

Rituale geben diese Sicherheit: Der Junggesellenabschied versichert uns, dass unsere Freunde treu bleiben, wenn der neue Lebensabschnitt startet. Die Abiparty markiert nicht nur das Ende der Lebensphase Schule, sondern bindet auch die Schulfreunde aneinander und bereitet Pläne für die Zukunft vor.

Bindung spart Energie

Unser Gehirn ist „faul“, besser gesagt es verschwendet keine Energie, die es im Ernstfall dringend benötigt. Wenn wir mit vertrauten Menschen an vertrauten Orten bleiben, bleibt alles in den gewohnten Ecken der Synapsen. Um Neues zu verarbeiten, braucht das Gehirn viel Zucker und Sauerstoff.

Bindung spart Energie – wie oft bleiben wir auch deswegen mit einem Partner zusammen, weil es schlichtweg einfacher erscheint als die Alternativen. (Bild: smilekorn/fotolia.com)

Die Macht der Gewohnheit ist Biologie

Unser Gehirn setzt neue Eindrücke in gewohnte Muster um und ordnet sie in die bestehenden Verbindungen der Synapsen ein. Das spart Energie. Die Basalganglien, die unsere Alltagsroutine steuern, verbrauchen wenig „Sprit“. Für diese Sparsamkeit „belohnt“ uns das Gehirn, indem es körpereigene Opiate ausschüttet. Wenn wir also etwas tun, was wir automatisch können, wie an unserer eigenen Maschine Kaffee kochen, dann fühlen wir uns gut. Auch deshalb bleiben wir einstudierten Gewohnheiten treu.

Wenn ich mich hingegen auf etwas gänzlich Neues einlasse, fällt dieses durch die Opiate erzeugte Wohlgefühl erst einmal weg. Deswegen gehen Menschen am ehesten neue Wege, wenn sie leiden. Unser Gehirn unterscheidet nicht, ob eine Entscheidung richtig oder falsch ist. Wenn Vertrautes zerbricht, dann sind die gleichen Areale aktiv wie bei körperlichen Schmerzen. Dies erklärt auch, warum circa 80 Prozent aller Menschen sich an ein vertrautes Umfeld klammern, auch wenn sie rational (und sogar emotional) wissen, dass es ihnen anderswo besser geht.

Lebenserfahrungen

Menschen zeichnet im Vergleich zu anderen Säugetieren aus, dass ihre individuellen Erfahrungen angeborene Tendenzen überlagern können. Das gilt auch für Verlustängste. Menschen, die zum Beispiel Trennungen von den Eltern oder vertrauten Orten nicht verarbeiten konnten, fürchten sich vor Situationen, die an diese traumatisierenden Erfahrungen erinnern, verallgemeinern diese und vermeiden sie. Selbst wenn jetzt der neue Job, der Umzug in eine neue Wohnung oder eine neue Beziehung ihre Lage verbessern würden, schrecken sie vor diesem Schritt zurück. Sie klammern sich an das Vertraute, oft sogar, wenn sie darunter leiden.

Umgekehrt gilt: Wer als Kind das Urvertrauen in die Mutter behielt und sich in seinen frühesten Jahren geborgen fühlte, wird in seinem Erwachsenenleben einfacher loslassen. Die Sicherheit, dass „alles gut geht“, hat dieser Mensch verinnerlicht. Er muss sich weniger an Objekte, eine Wohnung oder eine dysfunktionale Beziehung klammern, um so ein trügerisches Sicherungssystem aufrechtzuerhalten. Das Paradox: Je vertrauter einem Menschen sichere Bindungen sind, umso besser kann er diese loslassen.

Was bedeutet sichere Bindung?

Ein Kind gilt dann als sicher gebunden, wenn die Erwachsenen angemessen auf seine Bedürfnisse eingehen, es also weder vernachlässigen noch überbehüten. Solche Kinder suchen freiwillig die Nähe zu ihren Eltern, Großeltern und Geschwistern und erkunden ebenso freiwillig ihre Umwelt, wenn sie sich den emotionalen Input geholt haben. Neugier und Bindung sind also keine Kontrahenten, sondern bedingen sich gegenseitig.

Wer als Kind Vertrauen und Geborgenheit erfahren hat, kann leichter loslassen bzw. muss weniger klammern, um sich vermeintliche Sicherheit zu suggerieren. (Bild: Thomas Reimer/fotolia.com)

Ein Kind, das die Bindung verzweifelt suchen muss, aber nicht bekommt, wird so unsicher, dass kein Raum für Neugier bleibt. Dabei steht Neugier immer auch an der Grenze zur Angst vor dem Unbekannten. Vorsicht vor unbekannten Gefahren ist ebenso wichtig für das Überleben wie die Neugier, die neue Erfahrungen ermöglicht.

Erwachsene, die in ihrer Kindheit sichere Bindungen erlebten, können besonders gut mit der Angst vor dem Unbekannten umgehen – eben dann, wenn im Leben neue Herausforderungen anstehen, die bedeuten, Altes loszulassen. Sie können vor allem besonders gut differenzieren, welche Bindungen an Menschen und Objekte in welcher Lebenssituation sinnvoll sind – und welche nicht.

Mangelnde Bindung führt zum Vermeiden

Wer hingegen in seiner Kindheit erlebte, dass die Erwachsenen das Bedürfnis nach Nähe abwiesen, lernte, dass Nähe ihn verletzlich macht. Dieser Mensch baut einen Gefühlspanzer auf, er unterdrückt sein Bedürfnis, sich anzulehnen, zu weinen und Nähe zu suchen.

Im Erwachsenenalter haben solche Menschen zwar große Probleme in Situationen, die mit Loslassen verbunden sind, wirken aber auf ihr soziales Umfeld als besonders gute „Loslasser“. Trennungen scheinen sie wenig zu berühren, oft stürzen sie sich nach einer beendeten Beziehung in die Arbeit oder wischen den Verlust ihres Arbeitsplatzes mit einem „coolen Spruch“ beiseite.

In Wirklichkeit täuschen sie ihre Verwandten, Bekannten und Freunde ebenso wie sie in ihrer Kindheit den Erwachsenen Selbstständigkeit vorgaukelten, um Vater und Mutter nicht „auf die Nerven zu gehen“. Während diese Pseudo-Selbstständigen als Meister im Loslassen erscheinen, sieht die Realität anders aus: Gerade bei diesen Menschen schlagen die Stresshormone außergewöhnlich hoch aus, wenn sie sich neuen Herausforderungen stellen müssen.

Auf brüchigem Eis

Am schwersten fällt das Loslassen derweil Menschen, die als Kinder „zwischen den Stühlen“ standen. Erwachsene verhielten sich ihnen gegenüber unberechenbar. Mal kuschelten sie, mal wiesen sie die Kleinen ab. Mal überbehüteten sie die Jüngsten, mal ließen sie diese „nackt ins kalte Wasser springen“. Solche Menschen klammern sich an die jeweilige Struktur. Ihnen ist, als würde das Eis gerade dort tragen, wo sie im Moment stehen und könnte in jeder anderen Richtung einbrechen. Diesen Menschen fehlt also eine klare Bindung, und sie haben später die größte Angst von allen davor, loszulassen – selbst destruktive Beziehungen halten sie verkrampft aufrecht.

Schwierig haben es besonders Menschen, die als Kind unstetes Verhalten – mal Zuneigung, mal Abweisung – ihrer Eltern erfuhren. (Bild: Nomad_Soul/fotolia.com)

Bei Menschen gibt es aber zum Glück keinen Determinismus. Menschen suchen Bindungen, das gehört zu unserem Wesen, und auch, wer die engsten Beziehungen als unsicher erlebt hat, kann durch neue und sichere Bindungen lernen, loszulassen. Wichtig sind hier vielfältige Beziehungen, die Alternativen zur erfahrenen Unsicherheit zeigen. Das kann im späteren Leben auch ein liebevoller Partner sein.

Wer ist besonders gefährdet?

Besonders schwer fällt es Perfektionisten und Menschen mit einem Kontrollzwang, loszulassen. Da sie über alles die Kontrolle behalten wollen, fällt es ihnen schwer, loszulassen und so zuzugeben, keine Kontrolle zu haben. Zudem geben sie sich selbst die Schuld, wenn Dinge nicht funktionieren – statt die Dinge laufen zu lassen.

Wer kann gut loslassen?

Am besten loslassen können Menschen, die generell großzügig sind. Wer nicht auf jeden Cent guckt, sondern Freunde zum Essen einlädt, nicht die Minuten zählt, die der Partner bei der Verabredung zu spät erscheint, auch einmal fünf gerade sein lässt, wenn der Nachbar die Musik aufdreht, wer anderen zuhört, ihnen also seine Zeit schenkt, dem fällt es insgesamt leicht, loszulassen.

Wovon loslassen?

Um psychisch gesund zu bleiben, müssen wir immer wieder aus unserem Leben entfernen, was unsere Entfaltung verhindert, unsere Lebensqualität einschränkt und uns positive Entwicklungen verbaut. Dazu gehören Dinge – Gegenstände aus der Vergangenheit, Geschenke, die wir nie benutzten, Bücher, die wir nie lasen, also Dinge, die wir nicht (mehr) brauchen, die aber unsere Regale vollstopfen und uns allein durch ihr Dasein psychisch ausbremsen.

Dazu gehören psychische Störenfriede: Ängste, schlechte Gefühle, Abneigungen, Schuld- wie Schamgefühle, deren Auslöser lange zurückliegen, heute keine reale Bedeutung mehr haben, sich aber nach wie vor in unserem Gehirn einnisten.

Wichtig ist auch, sich von Dingen aus der Vergangenheit zu trennen, die einen belasten, und in die Zukunft zu blicken. (Bild: Yvonne Weis/fotolia.com)

Dazu gehören Gewohnheiten aus zurückliegenden Lebensphasen, die sinnlos sind oder uns sogar Schaden zufügen.
Dazu gehört ein Arbeitsplatz, an dem wir leiden, obwohl wir Alternativen hätten.
Dazu gehört die emotionale Bindung an einen Partner aus einer beendeten Beziehung.
Dazu gehört, Kinder loszulassen, wenn sie sich abnabeln.
Dazu gehört, nicht von einem verstorbenen Menschen loslassen zu können.
Dazu gehören Projekte, in die wir Zeit, Geld und Herz investierten, die aber keine Zukunft haben.

Loslassen lernen

Wenn Sie immense Probleme haben, loszulassen, können Sie diese in einer Psychotherapie überwinden. Oft ahnen die Betroffenen bereits, dass es sich bei ihren Ängsten um frühkindliche Prägungen handelt, die mit den heutigen Veränderungen nichts zu tun haben. Wichtig ist, sich nicht unter Druck zu setzen. Loslassen lernen und Veränderungen zu begrüßen ist ein Prozess und kein Hauruck-Verfahren.

Wer versucht, sich über Nacht von allen belastenden Bindungen zu lösen, erreicht vermutlich das genaue Gegenteil: Er schiebt die Verlustangst weg, kompensiert die nach wie vor grassierende Furcht mit dem oben beschriebenen Gefühlspanzer und sorgt so dafür, dass er seine Ängste nicht einmal mehr kommunizieren kann.

Sich bewusst werden

Im ersten Schritt machen wir uns bewusst, dass wir freier werden, wenn wir bestimmte Dinge loslassen – durch langsames systematisches Denken. Schädliche Gewohnheiten, sinnlose, negative Gefühle, Ängste und desaströse Bindungen zu Menschen schleichen sich meist unbewusst ein. Unser Gehirn ist „faul“, es arbeitet mit dem Modus, der am wenigsten Energie erfordert, und das heißt unbewusst. Durch bewusstes Nachdenken zerren wir diese unbewussten Verhaltensmuster an die Oberfläche.

Sicher, wenn Sie zum Beispiel durch die Trennung ihrer Eltern in ihrer Kindergartenzeit traumatisiert wurden, dann ist es nicht damit getan, sich die posttraumatischen Muster nur bewusst zu machen. Wenn schwere psychische Probleme die Ursache sind, nicht loslassen zu können, brauchen Sie professionelle Hilfe.

Die meisten Menschen können sich aber aus weit harmloseren Gründen nicht verabschieden. Sich die Ursachen bewusst zu machen, klärt nicht nur den Kopf, es leitet oft auch direkt in die Handlung über: Dinge weggeben, überkommene Symbole und Rituale aus dem Alltag entfernen, aus Vereinen austreten und Vergleichbares.

Dankbar sein statt klammern, verzeihen statt grübeln

Sie können die Gefühle anderer Menschen und deren Verhaltensmuster nicht grundlegend beeinflussen. Wenn ein alter Freund oder die beste Freundin aus der Schulzeit andere Wege geht und andere Interessen hat, dann ist das so. Ziehen Sie Resümee und seien Sie dankbar über die vergangene Beziehung aber klammern Sie sich nicht an etwas, das nicht mehr ist.

Wenn sich einst gute Freunde immer weiter voneinander distanzieren, kann man manchmal nur dankbar sein für vergangene, schöne Zeiten aber sollte nicht krampfhaft daran festhalten. (Bild: shock/fotolia.com)

Können Sie nicht von Schuldgefühlen ablassen? Vorausgesetzt, Sie begingen kein schweres Verbrechen, dann machen Sie sich klar: Menschen begehen Fehler, Sie haben einen Fehler gemacht, ihn bereut und aus diesem Fehler gelernt, und jetzt ist es auch gut. Können Sie nicht loslassen, weil ihnen jemand Unrecht getan hat? Hier ist eine knallharte Kosten-Nutzen-Rechnung angesagt.

Wenn Sie sich blockieren, weil Sie in Gedanken an diese Tat rotieren, schaden Sie sich nur selbst, weil Sie sich so um positive Erfahrungen bringen und ihre eigene Entwicklung blockieren. Wenn Sie verzeihen, helfen Sie sich hingegen vor allem selbst. Hier geht es wohlgemerkt wieder um harmlosere Fälle des Alltags und nicht um einen Rat für Menschen, die Opfer eines Verbrechens wurden.

Neuanfang statt Aufgeben

Führen Sie sich die Perspektiven vor Augen: Loslassen mag wirken wie aufgeben. Oft ist dies aber notwendig, um einen Neuanfang zu starten. Erwarten Sie keine ad hoc Lösungen. Vom Bewusstwerden über das, was Sie loslassen wollen, bis zur Aktion selbst erfordert Geduld ebenso wie Training.

Trainieren können Sie zum Beispiel, die typischen Gedankenkarusselle anzuhalten, wenn Sie allein im Bett liegen und an ihren verflossenen Partner denken. Hier können Sie laut sagen: „Nein“, oder „Stopp“. Sie können sich auch ein Aktionsprogramm entwerfen, das immer dann in Kraft tritt, wenn solche Gedanken rotieren: Durch den Park wandern, ein wissenschaftliches Buch lesen, eine Seite Tagebuch schreiben etc. – nach und nach wächst durch diese Alternativen die neue Perspektive.

Stellen Sie sich eine Pro- und Contra-Liste auf für die Dinge, Geschehnisse, Strukturen und Beziehungen, bei denen Sie überlegen, sie loszulassen. Zwingen Sie sich, hier weder zu verteufeln noch schönzureden. Alles (!), was zu diesen Themen gehört, kommt in die Liste. Überprüfen Sie die Liste in wechselnden Gemütszuständen, und zwar so lange, bis die von ihnen entworfene Skizze sich halbwegs realistisch anfühlt.

Diese Liste können Sie auch erstellen, um den Umgang mit der Angst zu lernen. Schreiben Sie bei jedem Aspekt auf, was passieren könnte, wenn Sie davon abließen – schlimmsten- oder bestenfalls. Listen Sie also so differenziert wie möglich die Vor- wie Nachteile auf.

Machen Sie sich bewusst, dass die erste Phase des Loslassens von Dingen, die einmal mit Bedeutung gefüllt waren, zu Trauer führen kann, vor allem aber zu Unsicherheit. Lassen Sie beides zu. Wenn Sie durchdacht haben, dass es richtig war, loszulassen, dann werden Sie sich bald befreit fühlen.

Manchmal kann es helfen, eine Pro- und Contra-Liste zu erstellen, um sich darüber klar zu werden, bei welchen Dingen oder Beziehungen es sich lohnt, lozulassen. (Bild: pfluegler photo/fotolia.com)

Loslassen in kleinen Schritten

Oft verbinden wir Gegenstände mit Menschen. Sowohl in Beziehungen als auch bei Gegenständen kann es sinnvoll sein, sich schrittweise von ihnen zu lösen statt tabula rasa zu machen. Nehmen wir einmal an, ihr Bruder starb bei einem Verkehrsunfall. Jetzt haben Sie seine Büchersammlung zu Hause. Alle diese Bücher erinnern Sie an ihren Bruder. Doch Sie können ihr eigenes Leben nicht gestalten, wenn Sie sich mit einem Freilichtmuseum des Verstorbenen umgeben. Die Bücher wegzuschmeißen erscheint ihnen, als würden Sie ihren Bruder damit entwürdigen.

In vielen Städten gibt es heute öffentliche Bücherschränke, und Antiquariate nehmen gebrauchte Bücher an. Wenn Sie den Großteil der Sammlung in so einen Schrank stellen oder an ein Antiquariat geben, würdigen Sie das, was ihrem Bruder wichtig war, indem andere Menschen es lesen und sind zugleich davon befreit. Einige wenige Bücher können Sie behalten, als Symbol, um sich an ihren Bruder zu erinnern.

Ähnlich können Sie mit Dingen aus ihren eigenen vergangenen Lebensphasen verfahren. Wenn Sie merken, dass sich ihr Leben ändert, wenn Sie ihr Studium beendet haben, die Kinder aus dem Haus sind oder die beste Freundin nach Amerika gezogen ist, besteht immer die Versuchung, sich an eine Lebensphase zu klammern, die vorbei ist.

Dem können Sie systematisch vorbeugen, indem Sie etwas (!) behalten, aber nicht alles, und ein Symbol Pars pro Toto nehmen. Vom Studium könnten Sie zum Beispiel einige gut formulierte Hausarbeiten in einer speziellen Box behalten. Gehen die Kinder aus dem Haus, suchen Sie eine Handvoll Dinge aus dem alten Kinderzimmer aus und gestalten das Zimmer ansonsten um.

Es geht dabei nicht nur um die materielle Belastung durch Dinge einer vergangenen Ära, die jetzt den Platz für Dinge der Gegenwart versperren – es geht noch mehr um die emotionale Bindung an diese Dinge.

Klammern an etwas, das nicht mehr ist

Loslassen lässt sich gut trainieren durch Nachdenken darüber, ob das, woran wir uns klammern, überhaupt noch existiert. Menschen, die Probleme haben, loszulassen, kleben häufig an Vorstellungen, die mit dem Jetzt wenig oder nichts zu tun haben. Zum Beispiel hängt eine Mutter, die ihren erwachsenen Sohn, der auf eigenen Füßen steht, nicht loslassen kann, an ihrem Kind, das es nicht mehr gibt. Der Junge, dessen Kinderzimmer sie unangetastet lässt, ist nicht mehr. Diese Mutter bindet sich an ein real existierendes Nichts. In Wirklichkeit lässt sie also nichts los, wenn sie realisiert, dass ihr Kind kein Kind mehr ist, sondern erkennt lediglich den Ist-Zustand an.

Wichtig und unwichtig

Wir können auch zu viel loslassen. Viele erinnern sich nur zu gut, wie sie mit 15 die Liebesbriefe ihrer ersten Freundin verbrannten, nachdem diese sich von ihnen getrennt hatte. Nicht wenige, die derart tabula rasa machten, bereuen dieses brachiale Loslassen später zutiefst. Wer sinnvoll loslassen will, sollte darum Bilanz ziehen: Wenn wir uns drei Mal die Woche in der Dorfkneipe mit Grundschulkameraden treffen, mit denen wir uns nichts mehr zu sagen haben, obwohl wir genau an diesen Abenden „eigentlich“ eine Weiterbildung im IT-Bereich machen wollen, dann blockiert das Haften am Alten das sinnvolle oder sogar notwendige Neue.

Das Festhalten an eigentlich unbefriedigenden Gewohnheiten versperrt oft das erfüllendere Neue. (Bild: reichdernatur/fotolia.com)

Loslassen bedeutet jetzt, zu unterscheiden, welche Dinge und Beziehungen in unserer derzeitigen Lebensphase wichtig sind, von welchen wir uns „wirklich“ nicht trennen wollen, weil sie uns am Herzen liegen und welche sinnlos Platz wegnehmen, uns im Alltag blockieren und uns die Gedanken an die eigenen Perspektiven versperren. Trennen kann schmerzhaft sein, auch wenn es notwendig ist.

Dabei geht es nicht darum, die Objekte zu verteufeln und noch weniger die Menschen, deren Beziehungen sich überlebt haben. Im Gegenteil: Bilanz zu ziehen bedeutet, zu würdigen, was in unserem Leben einmal Bedeutung hatte, die es heute nicht mehr hat. Würdigen führt dazu, das Losgelassene in unser Leben zu integrieren – als Teil der Vergangenheit.

Denken Sie genau darüber nach, was die Menschen und Dinge, die sie loslassen, in ihrem Leben bewirkten, welchen Sinn alte Gewohnheiten hatten. Rufen Sie sich die Erfahrungen und Geschehnisse ins Gedächtnis, die Sie mit dem Loslassenen verbinden. Fragen Sie sich: Was haben Sie daraus gelernt?

Pathologische Bindungen

Bilanz zu ziehen gilt nicht, wenn es sich um zerstörerische Bindungen handelt. Wenn ihr Ehemann sie verprügelt, ihr Sohn das Konto plündert oder die Kollegin sie mobbt, dann gibt es kein Pro und Kontra aufzurechnen. Sie müssen raus, und Sie haben nichts zu verlieren. Indessen bleiben viele Menschen sogar in solchen Bindungen, die rein negativen Charakter haben. Hier sind meist ähnlich destruktive Muster der Kindheit die Ursache. Trifft das bei ihnen zu, sollten Sie diese Muster dringend in einer Psychotherapie angehen und so aus dem Kreis ausbrechen, der Sie immer wieder in ähnliche desaströse Beziehungen treibt.

Ziele formulieren

Um sich von etwas zu lösen, ist es nicht nur wichtig, zu definieren, wovon Sie sich lösen wollen, sondern auch wofür. Dafür können Sie Lebensziele formulieren, am besten so konkret wie es nur geht. Fragen Sie sich: Was habe ich in meinem Leben noch vor? Was ist mir wirklich wichtig? Wir binden uns nicht nur an Menschen und Dinge, sondern auch an Ziele. Je mehr dieses Ziel mit unserer Idee von uns selbst übereinstimmt, umso mehr gibt es uns Sinn, Halt und Struktur – umso eher können wir uns von all dem lösen, was diesem Ziel entgegensteht.

Sich Ziele zu setzen ist hilfreich dabei, sich von Gewohnheiten zu lösen, die diesen im Wege stehen. (Bild: ra2 studio/fotolia.com)

Warum kann ich nicht loslassen?

Ein Warnsignal sollte für Sie sein, wenn Sie merken, dass Sie von bestimmten Dingen nicht lassen, weil Sie Angst haben vor (imaginierten) negativen Konsequenzen. Das bedeutet: Sie sind mit der Situation unzufrieden, aber zu ängstlich, um sie zu ändern. Wenn ihre Ehe entleert ist und Sie keine Hoffnung mehr haben, diesen Zustand zu ändern, weil Sie und ihr Partner verschiedene Leben leben, dann sollten Sie nicht daran kleben, weil Sie Angst haben, bei einer Scheidung weniger Geld zu haben.

Wenn Sie merken, dass Sie mit einem Freund keine gemeinsamen Interessen mehr haben, sogar hoffen, dass er sich nicht am Wochenende meldet, damit Sie das tun können, was ihnen liegt, dann hängen Sie nicht an der Beziehung, weil Sie sich beide schon so lange kennen. Jedoch müssen Sie in solch einem Fall auch nicht die Freundschaft auflösen. Sie können ja weiterhin zum Geburtstag kommen.

Aber: Bei einer gewissenhaften Prüfung und absoluter Ehrlichkeit könnten Sie auch erkennen, dass in einer schwierigen Beziehung durchaus Potenzial besteht, sie positiv zu entwickeln. Dann lösen Sie sich von Stagnationen, von Dingen, über die Sie nie redeten, lösen Sie sich von schlechten Gewohnheiten, die sich zwischen ihnen und ihrem Partner einschlichen, ohne dass beide das bewusst wollten. Sie können sich dann auch von den schlechten Dingen trennen, die die Beziehung belasten, ohne die Beziehung selbst aufzulösen.

Zu beachten: Nicht immer ist es richtig, loszulassen. Es gibt auch das Gegenteil von „nicht loslassen können“: Menschen, die immer wieder alle Brücken hinter sich abbrechen und immer wieder auf den kalten Boden knallen, die die Flucht nach vorn antreten, weil sie Angst davor haben, im Wortsinn einen Standpunkt zu beziehen.

Loslassen von Wünschen

Manchmal sind wir gezwungen, Vorstellungen loszulassen, Träume zu beerdigen. Sei es, dass wir fanatisch darauf hinarbeiteten, Schriftsteller zu werden und nach Jahren merken, dass wir trotz größter Mühen niemals aus der Amateurliga kommen. Oder Sie sind eine Frau und haben seit ihrer Pubertät einen großen Kinderwunsch, erfahren aber, dass Sie vermutlich keine Kinder bekommen können.

Bei Lebensthemen funktioniert Loslassen oft nur, indem wir unsere Sichtweise verändern. Am Anfang steht die Frage: Was verbinde ich mit diesem Lebensthema? Dann folgt die Frage nach einer Alternative: Wie könnte ich in meinem Leben auch noch Sinn finden?

Bisweilen enthalten Lebenswünsche schlicht falsche Vorstellungen, und im Nachhinein erkennen Sie, dass das Einzige, was Sie losgelassen haben, falsche Ideen waren. Oft schließen Sie aber durch das Loslassen „nur“ Frieden damit, im Leben nicht alles erreichen zu können und erlangen die Weisheit, sich um das zu kümmern, was möglich ist.

Wie merken Sie, dass Sie nicht loslassen können?

Wer nicht loslassen kann, merkt das bisweilen selbst nicht, da für ihn überkommene Gewohnheiten, überlebte Beziehungen oder entleerte Dinge alltäglich sind. Immer wieder erstarren sie in einer bestimmten Situation in einer immer gleichen Gemütslage, immer von neuem käuen sie Gedankenkreise wieder, die mit der Gegenwart längst nichts mehr zu tun haben.

Oft merken erst die Angehörigen und Freunde, dass etwas nicht stimmt. Verharren Betroffene in einer unbefriedigenden Beziehung, wirken dabei permanent angespannt, können sich dauerhaft kaum konzentrieren, sind immer wieder wegen Depressionen „out of order“, greifen zu Suchtmitteln, kreisen durchgehend in den gleichen Gedanken? Das sind wichtige Hinweise dafür, dass diese Menschen nicht loslassen können.

Andauernde Unzufriedenheit, permanentes Grübeln und Depressionen – dies können auch Anzeichen dafür sein, dass ein Mensch nicht loslassen kann. (Bild: Rido/fotolia.com)

Aus Verlusten lernen und Fehler begrüßen

Manche Menschen haben Probleme, loszulassen, weil sie sich sonst eingestehen müssten, dass sie einen falschen Weg einschlugen, Pläne hatten, die sich nicht realisieren ließen oder das Bild, das sie sich von einem Partner machten, nicht der Wirklichkeit entsprach. So bleiben sie in einer Beziehung stecken, weil sie sich nicht eingestehen können, dass das, was ihr Partner und sie sich geben können, für beide nicht genug ist. Dabei gehören Trial-and-Error-Beziehungen zum Leben dazu. Oft sehen wir im Rückblick, dass es gut war, mit einer Angehimmelten nicht zusammengekommen zu sein.

Um loslassen zu lernen, hilft es, sich solche Situationen der Vergangenheit vor Augen zu führen, in die Zukunft zu blicken und zu fragen: Wie könnte mein Leben in einigen Jahren aussehen, wenn ich von meinem Partner (und der unbefriedigenden Beziehung) ablasse? Um loszulassen hilft es, mit den Gedanken in solche Möglichkeitsräume zu schweifen.

Ist der Verlust ein Verlust?

Wer Angst hat, loszulassen, hat Angst vor einem Verlust. Doch oft verlieren wir nicht wirklich etwas, unsere Angst ist ein Hirngespinst im Wortsinn. Dafür gilt es, Chancen auszuloten. Besteht eine reale Möglichkeit, einen Traum zu verwirklichen? Dann hätten Sie etwas zu verlieren. Sie können jetzt aktiv werden, ihren Traum doch noch umsetzen. Oder ist der Traum längst geträumt, täuschen Sie sich nur selbst? Dann verlieren Sie nicht, wenn Sie ihn loslassen. Denn das, was Sie loslassen, ist eine leere Hülle, und das einzige, das Sie verlieren, eine Illusion.

Nüchtern bleiben

Wer nicht loslassen kann, badet sich oft in Luftschlössern. Oft verstecken sich solche Menschen hinter ihren Gefühlen und erklären diese für unantastbar. Damit gehen Sie der banalen Frage aus dem Weg, die die Antwort gibt, von Dingen loszulassen oder nicht: Wie viel bin ich bereit zu investieren, und was bringt mir das? Tut mir etwas auf Dauer nicht gut, dann sollte ich davon ablassen, egal, wie sehr mich das erst einmal verunsichert.

Die Investitionsfalle

In der Wirtschaft wie in Beziehungen oder der Erziehung der Kinder führt ein Mechanismus in die Falle: Wir hängen an etwas, wenn wir darin investiert haben – Gefühle, Geld, Kraft. Auch wenn dieses Projekt zum Scheitern verurteilt ist, uns von sinnvollen Dingen abhält oder nicht hält, was wir uns davon versprachen, klammern wir uns daran – weil wir schon so viel investiert haben.

Ganz oder gar nicht?

Loslassen muss nicht bedeuten, alles hinzuschmeißen. In einer Beziehung können wir zu dem Punkt kommen, an dem nur eine Trennung sinnvoll ist. Loslassen könnte aber auch bedeuten, uns von alten Beziehungsmustern, die uns nicht guttun, zu verabschieden und die gleiche Beziehung neu zu verhandeln, dem Partner Freiräume zu gewähren oder einfach wieder miteinander zu reden.

Eine Veränderung bietet auch immmer neuen Chancen und Möglichkeiten. Eine Trennung zum Beispiel muss nicht nur negativ gesehen werden. (Bild: Chaiyawat/fotolia.com)

Durchhalten um jeden Preis?

Autoritäre Mentalitäten sind dafür verantwortlich, dass viele Menschen sich damit schwertun, loszulassen. Sich „durchbeißen“, eine schlechte Situation zu erdulden, galt hierzulande als Tugend. So lernen Kinder noch heute häufig, dass sie sich „nur mehr anstrengen müssten“, wenn ihnen etwas nicht liegt. Pädagogisch ist das Unsinn. Gerade in der heutigen Gesellschaft, in der wir eine Fülle von Möglichkeiten haben, können und sollten wir uns auf das konzentrieren, was uns liegt, was wir gerne lernen.

Methoden, Goodbye zu sagen

1) Überprüfen Sie ihre Ausreden

Wer Angst hat, loszulassen, hat oft Angst, Schritte zu unternehmen, die aus der (oft gar nicht komfortablen) Komfortzone hinausführen. Häufig haben Sie längst erkannt, dass es an der Situation, wie sie ist, nichts zu retten gibt. Ziehen Sie die Konsequenz, notieren Sie sich Schritt für Schritt den Weg, den Sie jetzt gehen müssen und fangen Sie an.

2) Das Leben ist zu schön

Wer nicht loslassen kann, glaubt oft, bewusst oder unbewusst, dass das Leben für ihn nichts Besseres bereithält. Dabei lassen sich unbefriedigende Situationen meist verändern, und das Leben ist viel zu schön, um es auf dem Abstellgleis zu verbringen.

3) Vergessen Sie das „Wenn, dann…“ der Vergangenheit

Wenn Sie darum kreisen, was in der Vergangenheit anders hätte laufen können, helfen Sie sich nur, wenn Sie diese Erkenntnis auf ähnliche Problemlagen der Gegenwart anwenden. Bleiben Sie jedoch in der Vergangenheit gefangen, verlieren Sie sich in der Fiktion. Denn es gilt nicht „was wäre gewesen“, sondern es lief so ab, wie es ablief. Und an diesem Punkt stehen Sie heute.

4) Gehen Sie in die Trauer hinein

Wenn Sie von etwas loslassen, das einmal wichtig war, ist das mit Trauer verbunden. Lassen Sie diese Trauer zu und durchleben Sie den Schmerz. Dann fällt ihnen das Loslassen einfacher, denn loslassen können wir nur, was abgeschlossen ist.

5) Change the setting

Je nachdem, was Sie loslassen, verbinden Sie dies mit Orten, Gegenständen und Menschen. Um loszulassen, hilft der Trick, das Umfeld und so die Perspektive zu verändern. Das mag ein Spaziergang durch einen Park sein, den Sie sonst nie aufsuchen. Sie können auch eine Reise in eine fremde Stadt unternehmen. Denken Sie an dem neuen Ort über das nach, wovon Sie ablassen wollen.

6) Geben Sie nicht auf

Manche Menschen haben Angst, loszulassen, weil dies für sie bedeutet, aufzugeben. Verlieren Sie sich nicht in dieser Gedankenfalle. Loslassen ist ein reflektierter Prozess mit dem Ergebnis, dass eine Sache sich nicht halten lässt. Auszusteigen, bevor es zu spät ist, zeugt von Stärke, nicht von Schwäche.

7) Symbolischer Abschied

Symbole und Rituale sind sehr wichtig, wenn wir uns von Menschen lösen, die uns wichtig waren. Sie können zum Beispiel Gedanken in ein Notizbuch schreiben, die Sie mit einer Person verbinden und dieses Notizbuch in ein Kästchen legen, das sie dann (mit einem Schlüssel im Schloss) abschließen – so schließen Sie auch mit dem Thema ab. Oder Sie nehmen einen Gegenstand, den Sie mit dem Thema verbinden, dass Sie abschließen wollen, und vergraben ihn in der Erde. Oder, wenn Sie sich entschieden haben, diese Episode, dieses Thema, diesen Menschen, nicht würdigen zu wollen: Werfen Sie den entsprechenden Gegenstand in den Mülleimer. Dann starten Sie ins Leben. (Dr. Utz Anhalt)