Akupunkturstudie: Elektroakupunktur hilft bei Stressinkontinenz

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Im renommierten Fachjournal JAMA ist eine Studie erschienen, die zeigt, dass Elektroakupunktur bei Frauen mit Stressinkontinenz erfolgreich ist. Die Elektroakupunktur-Behandlung konnte die Zahl der Episoden mit unwillkürlichem Urinabgang und die Urinmenge senken.

Elektroakupunktur kann Schmerzen lindern. Bild: thingamajiggs – fotolia

Die Wissenschaftler aus China verglichen Elektroakupunktur und Scheinakupunktur an 504 Frauen mit einer Stress-Inkontinenz. Dazu teilten sie die Probandinnen zwei Gruppen zu (je 252 Frauen), die jeweils verteilt über 6 Wochen insgesamt 18 Behandlungen erhielten. Die Verum-Gruppe wurde mit Elektroakupunktur therapiert, die Kontrollgruppe nur an Sham-Punkten, ohne dass die Nadeln in die Haut gestochen wurden.

Genadelt wurden in der Verum-Gruppe bilateral die Punkte Zhongliao (BL33) und Huiyang (BL35) und die Nadeln wurden 30 Minuten mit 50 Hz-Wechselstrom in einer Intensität von 1 bis 5 mA stimuliert, bis sich das De-Qi-Gefühl („Erreichen oder Ankommen des Chi“) einstellte.

Es zeigte sich, dass im Vorlagen-Test aufgefangene Harnmenge bei der Verum-Gruppe signifikant um 9,9 Gramm zurückging, gegenüber 2,6 Gramm unter der Schein-Elektroakupunktur.

Auch die Zahl der Inkontinenz-Episoden besserte sich. In den Wochen 1 bis 6 waren es bei den Frauen aus der Elektroakupunktur-Gruppe im Durchschnitt 1,0 Episoden weniger als in der Scheinakupunktur-Gruppe. In den Wochen 15 bis 18 war der Unterschied auf 2,0 Episoden und in den Wochen 27 bis 30 auf 2,1 Episoden angestiegen. Die Studie finden Sie hier. (Bund Deutscher Heilpraktiker)