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Medizin: Andauernder Reizhusten kann auch durch Medikamente verursacht sein

Alfred Domke
Verfasst von Alfred Domke, Redakteur für Gesundheits-News
19. Februar 2018
in News
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Ständig Reizhusten: Möglicherweise sind Medikamente die Ursache

Reizhusten kann vor allem nachts sehr quälend sein. Dieser Hustentyp entsteht aufgrund einer Reizung der unteren Atemwege, zum Beispiel durch eine Bronchitis. Allerdings können auch bestimmte Medikamente Ursache des trockenen Hustens sein.

Medikamente mit Nebenwirkungen

Bei Reizhusten „handelt es sich um Husten ohne Auswurf (unproduktiver Husten)“, erklärt der Bundesverband der Pneumologen (BdP) auf dem Internetportal „Lungenärzte im Netz“. Laut den Experten entsteht dieser Hustentyp aufgrund einer Reizung der unteren Atemwege, beispielsweise durch Fremdkörper, Tumore, eine Kehlkopfentzündung, eine Entzündung der Luftröhre, eine Bronchitis oder Schadstoffe wie Staub, Gase oder chemische Dämpfe. Und auch „manche Medikamente (wie beispielsweise ACE-Hemmer, die gegen Bluthochdruck und Herzinsuffizienz eingenommen werden) verursachen als Nebenwirkung einen Reizhusten“, schreiben die Mediziner.

Was bei Reizhusten zu tun ist

Dr. med. Vinzenz von Kageneck, Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, erklärt in einer Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung, was Patienten, die aufgrund von eingenommener ACE-Hemmer wie Ramipril, Enalapril und Lisinopril an Reizhusten leiden, tun können.

„Wichtig ist es in solchen Fällen, den ACE-Hemmer nicht einfach ersatzlos abzusetzen, da ACE-Hemmer in vielen Fällen für einen hohen Schutz der Blutgefäße und verschiedener Organe wie etwa dem Herz sorgen“, warnt der Experte.

„Stattdessen lässt sich der ACE-Hemmer bei Reizhusten durch einen Wirkstoff aus der Gruppe der sog. Sartane ersetzen wie z. B. Candesartan, Valsartan, Losartan oder Irbesartan.“

Dem Mediziner zufolge ist die Wirkung der Sartane dabei mit der Wirkung von ACE-Hemmern vergleichbar, allerdings mit dem großen Unterschied, dass in der Regel kein Reizhusten als Nebenwirkung zu erwarten ist.

Betroffene sollten sich also an ihren Hausarzt wenden und auf die unerwünschte Wirkung des Medikaments hinweisen.

Wenn die Beschwerden nicht allzu heftig sind, können mitunter auch Hausmittel bei Reizhusten helfen. Wichtig ist hierbei vor allem, ausreichend zu trinken – am besten Tees. Auch Brustwickel und Lutschpastillen können für Linderung sorgen. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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