Brot, Plätzchen, Kuchen: Welches Mehl eignet sich für welches Gebäck?

Alfred Domke

Weizen, Dinkel, Roggen: Das Einmaleins der Mehltypen

Weizen, Roggen, Dinkel: In den Supermärkten sind meist verschiedene Mehltypen im Angebot. Doch welches Mehl eignet sich eher zum Backen von Brot? Und welches ist besser für Kuchen oder Plätzchen geeignet? Experten haben hierzu einige wichtige Informationen.


Zutaten zum Backen

Gesundes Brot, leckere Kuchen und Torten oder Kekse: Manche Menschen backen das ganze Jahr über gern. Andere wiederum schalten den Herd zum Backen nur ein, wenn sie Weihnachtsplätzchen wie Spekulatius und Lebkuchen zubereiten. Wer sich im Supermarkt die Zutaten zum Backen holen will, stößt dabei auf die unterschiedlichen Mehltypen und Spezialmehle. Doch welches Mehl eignet sich für welches Gebäck? Experten haben dazu einige wichtige Informationen.

Auch Kinder sind gerne dabei, wenn zu Hause gebacken wird. Experten erklären, welche Mehltypen für welches Gebäck geeignet sind. (Bild: V&P Photo Studio/fotolia.com)

Anhand der Mehltypenzahl zu unterscheiden

Weizen-, Dinkel- und Roggenmehl lassen sich anhand der Mehltypenzahl unterscheiden.

„Je mehr ein Mehl von der mineral- und ballaststoffreichen Getreideschale enthält, desto höher die Typenzahl und desto dunkler das Mehl“, erklärt Gisela Horlemann, Ökotrophologin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB) in einer Mitteilung.

„Im Weizenmehl der Type 405 sind demnach 405 mg Mineralstoffe in 100 g Mehl enthalten“, so die Expertin.

Vollkornmahlerzeugnisse tragen keine Typenzahl, weil sie die gesamten Bestandteile der gereinigten Körner, einschließlich des Keimlings, enthalten.

Eher für Plätzchen und Kuchen oder für Brot und Brötchen

Laut dem Verbraucherservice ist das „klassische“ Weizenmehl Type 450 für Plätzchen, Kuchen und anderes Feingebäck geeignet.

Weizenmehl Type 550 mit seinem hohen Anteil an backstarkem Eiweiß hingegen lässt Brot, Brötchen und Gebäck aus Hefeteig gut aufgehen und verleiht eine goldene Kruste.

Roggenmehl ist vor allem für herzhafte Gebäcke zu verwenden.

Gesundes Vollkornmehl

Vollkornmehl sorgt für einen herzhaften Geschmack, eine kernige Teigstruktur und eignet sich laut den Experten optimal für Nussgebäck. Zudem gilt es als ein besonders gesundes Mehl.

Es ist bekannt, dass der Verzehr von Vollkornprodukten vor vielen chronischen Erkrankungen schützen und die Zahngesundheit fördern kann sowie hilfreich beim Abnehmen ist.

Spezialmehl für Strudelteig

Wie der VerbraucherserviceByern weiter erklärt, handelt es sich bei doppelgriffigem Mehl, im Handel auch als Instantmehl oder Wiener Griessler erhältlich, um ein Spezialmehl.

Es besitzt eine leichte Körnung, ist rieselfähig und lässt sich, ohne zu klumpen, auflösen. Der Teig erscheint besonders elastisch, dehn- und ausrollbar und eignet sich somit ideal bei Strudel- und Hefeteigen.

Zum Binden von Soßen und Suppen ist dieses Mehl ebenfalls beliebt und den klassischen Soßenbindern aus Stärke vorzuziehen, da beim Erkalten und Wiedererhitzen Konsistenz und Qualität besser erhalten bleiben. (ad)