Ein Heilpflanze aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) könnte einen wichtigen Beitrag bei der Brustkrebs-Therapie leisten. Das in Curcuma kwangsiensis enthaltene Curcumol hemmt die Invasion und Migration von Brustkrebszellen.
Forschende der Guilin Medical University (China) haben in einer aktuellen Studie die Wirkung von Curcumol gegen Brustkrebs und die zugrundeliegenden Mechanismen analysiert. Die vielversprechenden Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „Phytotherapy Research“ veröffentlicht.
Krebshemmende TCM-Heilpflanze
Curcuma kwangsiensis gilt als eine der wichtigsten Heilpflanzen der Traditionellen Chinesischen Medizin, wobei insbesondere die Wurzel des Ingwergewächses für medizinische Zwecke Verwendung findet.
Aus früheren Studien war zudem bekannt, dass Curcuma kwangsiensis durch die enthaltenen Polysacchariden auch krebshemmende Eigenschaften entfaltet.
Ebenso wurde Curcumol, ein bioaktives ätherisches Öl aus dem Extrakt der Pflanze, mit einer Anti-Tumor-Wirkung in Zusammenhang gebracht, die über Nucleolin und dessen Interaktion mit dem Östrogenrezeptor-α 36 vermittelt wird, erläutern die Forschenden.
Welche Rolle spielt miR-206?
Nucleolin bilde seinerseits ein RNA-bindendes Protein, das mit der Mikro-RNA-206 ( miR-206) interagiere, die für ihre tumorsuppressiven Effekte bekannt sei. Ob die Wirkung von Curcumol auf die Invasion und Migration von Brustkrebszellen durch die miR-206 reguliert wird, sei bisher jedoch unklar geblieben.
In Zellversuchen und an Mäusen versuchten die Forschenden daher nun, die Wirkung von Curcumol und die zugrunde liegenden Mechanismen genauer zu bestimmen.
Invasion & Migration der Krebszellen gehemmt
Dabei zeigte sich, dass Curcumol die Invasion und Migration von Brustkrebszellen signifikant hemmt und dass dies auf einer Herunterregulierung der Nucleolin-Expression und damit verbundenen erhöhten miR-206-Spiegeln beruht, berichtet das Forsschungsteam.
Darüber hinaus habe Curcumol die Invasion und Migration von Brustkrebszellen auch durch die Unterdrückung der Interaktion zwischen Nucleolin und dem Östrogenrezeptor-α 36 gehemmt.
Curcumol zur Brustkrebs-Therapie?
Insgesamt zeigt das ätherische Öl aus der beliebten TCM-Heilpflanze starke krebshemmende Eigenschaften und Curcumol könnte demnach einen vielversprechenden Beitrag bei der Behandlung von Brustkrebs leisten.
Dabei steht die Anti-Brustkrebs-Wirkung von Curcumol laut den Forschenden in engem Zusammenhang mit der Regulation der Expression von miR-206 und Nucleolin.
Welchen therapeutischen Nutzen Curcumol tatsächlich haben kann, müssen nun weitere Studien klären, in denen auch die Wirkung bei Menschen untersucht wird. Die aktuellen Ergebnisse machen jedoch durchaus Hoffnung. (vb)
Autoren- und Quelleninformationen
Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.
- Xiaojuan Li, Muzhao Tian, Luwei Zhou, Hongfang Ding, Riqiu Zhang, Xu Chen, Juan Wang: Curcumol Inhibits the Invasion and Migration of Breast Cancer via miR-206/NCL/ERα36; in: Phytotherapy Research (veröffentlicht 24.06.2026), onlinelibrary.wiley.com
- Jianhong Zeng, Ping Dai, Lingyun Ren, Bo Song, Xu Chen, Xiaohua Wang, Jianhong Wang, Tiecheng Zhang, Weiguo Zhu: Apoptosis-induced anti-tumor effect of Curcuma kwangsiensis polysaccharides against human nasopharyngeal carcinoma cells; in: Carbohydrate Polymers (veröffentlicht 01.08.2012), sciencedirect.com
Wichtiger Hinweis:
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