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Diese Schlaf-Mythen verursachen Schlafstörungen

Volker Blasek
Verfasst von Diplom-Redakteur (FH) Volker Blasek, Medizinischer Fachredakteur
7. Mai 2019
in News
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Experten klären über weit verbreitete Mythen zum Schlaf auf

Ein amerikanisches Forschungsteam nahm kürzlich die am weitesten verbreiteten Mythen über das Schlafengehen unter die Lupe. Wie die Forschenden in einer aktuellen Studie zeigen, beeinflussen diese Mythen nicht nur unser Schlafverhalten, sondern stellen auch eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar. Schlafexperten klären auf!

Forschende der NYU School of Medicine durchforsteten 8.000 Webseiten, um die 20 häufigsten Annahmen zu ermitteln, die über einen gesunden Schlaf verbreitet werden. Dabei zeigte sich, dass viele Menschen hartnäckig an einige Schlaf-Mythen glauben, die nachweislich schlecht für die Gesundheit sind. Die Ergebnisse stellte das Forschungsteam kürzlich in dem Fachjournal „Sleep Health“ vor.

Fünf Stunden Schlaf sind genug

Der Studie zufolge sind viele Personen der Meinung, dass fünf Stunden Schlaf oder sogar weniger genug zur Erholung sind. Diese Behauptung gehöre zu den Top-Mythen, die verbreitet werden. Gleichzeitig gehöre dieser Mythos auch zu den gefährlichsten. Denn es gebe zahlreiche wissenschaftlicher Beweise, die belegen, dass langfristige Schlafdefizite durchweg mit ernsthaften Gesundheitsrisiken verbunden sind. Das Team um Dr. Rebecca Robbins empfiehlt dringend, Schlafzeiten unter sieben Stunden über lange Zeiträume hinweg zu vermeiden.

Schnarchen ist ärgerlich, aber harmlos

Ein weiterer weit verbreiteter Mythos sei, dass Schnarchen zwar lästig für den Partner, aber ungefährlich ist. Wie Dr. Robbins berichtet, ist dies so nicht richtig. Schnarchen kann zwar harmlos sein, aber auch ein Zeichen für Schlafapnoe. Bei dieser schweren Schlafstörung stoppt zeitweise die Atmung des Betroffenen, wodurch das Risiko für einen Herzstillstand erhöht ist. Die Studienautoren empfehlen, bei regelmäßigem und lautem Schnarchen einen Arzt aufzusuchen.

Ein Gläschen Alkohol hilft beim Einschlafen

Viele Menschen schwören darauf, dass ihnen ein Gläschen Alkohol beim Einschlafen hilft. Die Forschenden der NYU School of Medicine fanden jedoch mehr Beweise dafür, dass Alkoholkonsum vor dem Schlafengehen für den Schlaf ungesund ist. Es mag zwar sein, dass manche Personen tatsächlich schneller einschlafen, den Experten zur Folge verringert der Alkohol jedoch die Fähigkeit des Körpers, einen tiefen Schlaf zu erreichen. Somit sei der Schlaf unter Alkoholeinfluss weniger erholsam.

Falscher Schlaf erhöht das Krankheitsrisiko

„Schlaf ist ein lebenswichtiger Teil des Lebens, der sich auf unsere Produktivität, Stimmung, Wohlbefinden und auf die allgemeine Gesundheit auswirkt”, resümiert Dr. Robbins in einer Pressemitteilung zu den Studienergebnissen. Wer zu wenig oder zu schlecht schlafe, erhöhe sein Risiko für Fettleibigkeit, Diabetes und Herzkrankheiten.

Mehr Aufklärung von Nöten

„Schlaf ist wichtig für die Gesundheit und es bedarf größerer Anstrengungen, um die Öffentlichkeit über dieses wichtige Problem zu informieren”, ergänzt Professor Girardin Jean-Louis. Ärzte müssten beispielsweise mehr mit ihren Patienten über die Schlafgewohnheiten sprechen. So könnten sie dazu beitragen, dass sich solche hartnäckigen Mythen zerstreuen. (vb)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Volker Blasek

Volker Blasek

Neben dem Studium als Technischer Redakteur hat Volker Blasek eine Ausbildung zum Gärtner und ein freiwilliges Jahr auf einem Biobauernhof absolviert. Dort und in vielen Reisen baute er sein Interesse an der Natur aus. Das Thema Naturschutz liegt ihm besonders am Herzen. Daneben schreibt er auch gerne über Psychologie und Wissenschaft. Als medizinischer Fachredakteur bei Heilpraxis.de kann Volker seine Kenntnisse und Erfahrungen einbringen, um fachliche, gut recherchierte und auch unterhaltsame Berichte zu schreiben.

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