Durch diesen kleinen Trick essen Teenager weniger Junk Food!

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Jugendliche können ihr Gesundheitsbewusstsein gegenüber Junk Food ändern

Im Kampf gegen Fettleibigkeit versuchen Forschende über das Gesundheitsbewusstsein seit Jahrzehnten, einen Weg zu finden, Teenager davon zu überzeugen, Junk-Food nicht zu konsumieren und sich gesund zu ernähren – aber leider bisher ohne Erfolg. Eines der größten Hindernisse ist die enorme Präsenz an Lebensmittelwerbungen, der Jugendliche jeden Tag ausgesetzt sind. Diese Werbemaßnahmen sollen starke positive Assoziationen mit Junk Food in den Köpfen von Jugendlichen hervorrufen, um den Konsum zu fördern. Die Forschung hat gezeigt, dass es funktioniert.


In einer neuen Studie der Booth School of Business der University of Chicago wurde nun festgestellt, dass eine kleine Bewusstseinsveränderung Jugendlichen einen dauerhaften Schutz vor den schädlichen Auswirkungen der Lebensmittelwerbung bieten kann.

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Booth School of Business der University of Chicago haben gezeigt das eine kleine Bewusstseinsveränderung Jugendlichen einen dauerhaften Schutz vor den schädlichen Auswirkungen der Lebensmittelwerbung bieten kann. (Bild: Alexander Raths/fotolia.com)

Veränderte Wahrnehmung gegenüber Werbeanzeigen

In der Studie geht es um die Änderung der Sichtweise von Teenager auf Werbekampagnen der Lebensmittelindustrie. Jugendliche und insbesondere Jungen sollen geschult werden, eine gesündere tägliche Ernährung über einen längeren Zeitraum zu konsumieren. Diese Methode funktioniert zum Teil, indem sie dem natürlichen Wunsch der Teenager zur Auflehnung gegen Autoritäten nachkommt.

Die Lebensmittelwerbung ist bewusst darauf ausgelegt, positive emotionale Assoziationen mit Junk Food herzustellen und es mit Glücks- und Spaßgefühlen in Verbindung zu bringen. “Eines der aufregendsten Dinge ist, dass wir Kinder dazu gebracht haben, eine unmittelbare Darmreaktion auf Junk-Food und Junk-Food-Werbung zu zeigen, und eine positivere Darmreaktion auf gesunde Lebensmittel”, erläutern die Forschenden.

Die Studie

In der Studie lasen die Teenager zuerst Werbeanzeigen für Junk Food und führten dann eine Aktion mit dem Namen “Make It True” durch, die die Darstellung der Lebensmittelwerbung verstärken sollte. Die Schüler erhielten Bilder von Lebensmittelwerbung auf iPads mit der Anweisung, diese Anzeigen neu zu gestalten, um die Anzeigen von falsch in wahr umzuwandeln. Dies beeinflusste dei Wahrnehmung der Werbeanzeigen. Die Forschenden, stellten fest, dass die Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Werbeanzeigen dabei für den Rest des Schuljahres anhielten. Die Auswirkungen waren besonders deutlich bei Jungen zu beobachten, die ihre täglichen Einkäufe ungesunder Getränke und Snacks in der Schulkantine um 31 Prozent reduzierten.

Diese relativ einfache Veränderung der Sichtweise könnte ein frühes Zeichen für ein verändertes Gesundheitsbewusstsein zeigen.

Rebellierende Teenager verändern ihre Essgewohnheiten

Durch den Appell an Teenager, zu rebellieren, könnte sich das allgemeine Gesundheitsbewusstsein letztendlich verbessern und so mit Junk-Food-Konzernen konkurrieren. Diese kleine, kostengünstige Aktion scheint einen dauerhaften Schutz gegen die verlockende Kraft der Junk-Food-Werbung zu bieten und die Essgewohnheiten zum Besseren zu verändern.

In der Vergangenheit falsche Ansätze verfolgt

“Die meisten Aktionen in der Vergangenheit gingen davon aus, dass es ein wirksames Mittel ist, Teenager vor den negativen langfristigen gesundheitlichen Folgen einer schlechten Ernährung zu warnen, um sie zu einer Verhaltensänderung zu motivieren”, sagen die Forschenden. Das sei eindeutig eine problematische Annahme und könnte der Hauptgrund sein, warum bislang niemand Teenager dazu bringen konnte, ihre Essgewohnheiten nachhaltig zu ändern.

Studie zeigt neue Lösungsansätze zur Förderung des Gesundheitsbewusstseins

Die Studie zeigt, dass es möglich ist, das Verhalten während der Adoleszenz durch eine kleine Maßnahme zu ändern. Die Adoleszenz sei eine Entwicklungsphase, in der selbst die langwierigsten Ansätze der Gesundheitsförderung bsiher praktisch keine Wirkung gezeigt haben. Grund dafür sind viele soziale Herausforderungen, von der Ausbildung bis hin zu riskanten Verhaltensweisen, deren Wurzeln in den Teenagerjahren verankert sind. Diese Studie ebnet den Weg für neue Lösungsansätze zur Förderung des globalen Gesundheitsbewusstseins.

Fazit

Die Lebensmittelwerbung ist bewusst darauf ausgelegt, positive emotionale Assoziationen mit Junk Food herzustellen um damit Glücks- und Spaßgefühle auszulösen. Die Studie hat aber gezeigt, dass es möglich ist, Teenagern die Manipulation der Lebensmittelindustrie darzustellen, um ihre natürliche Abneigung gegen das Kontrollverhalten von Erwachsenen auszulösen. Desto mehr Jugendliche darauf aufmerksam gemacht werden, umso größer ist die Veränderung des Gesundheitsbewusstseins einer ganzen Generation. (fm)