Erste Infektionen mit gefährlichem Chikungunya-Virus in Spanien – Mückenschutz beachten

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

In Spanien haben sich erstmals Touristen mit dem Chikungunya-Virus infiziert

Drei isländische Touristen haben sich bei einem Urlaub in Spanien mit dem gefährlichen Chikungunya-Virus angesteckt. Dies sind die ersten Infektionen mit dem Erreger, die in dem südeuropäischen Land gemeldet wurden. Gegen die durch Mücken übertragene Krankheit gibt es noch kein wirksames Medikament zur Behandlung und keinen Impfstoff.


Erste Chikungunya-Virus-Infektionen in Spanien

Drei isländische Urlauber leiden unter Chikungunya-Fieber, nachdem sie von einer Reise nach Spanien in ihr Heimatland zurückgekehrt sind. Medienberichten zufolge sind dies die ersten Infektionen mit dem Chikungunya-Virus, die in dem südeuropäischen Land gemeldet wurden. Gegen die durch Stechmücken übertragene Infektionskrankheit gibt es bislang weder ein wirksames Medikament zur Behandlung noch einen Impfstoff.

In Spanien haben sich erstmals Urlauber mit dem Chikungunya-Virus infiziert. Der Erreger wird durch Stechmücken übertragen. (Bild: nechaevkon/fotolia.com)

Drei Mitglieder einer Familie infiziert

Laut einem Bericht der englischsprachigen Zeitung „Euro Weekly News“ aus Spanien, haben Beamte des spanischen Gesundheitsministeriums bestätigt, dass das Chikungunya-Fieber bei den drei Touristen in einem Krankenhaus in Reykjavik (Island) diagnostiziert wurde.

Sie hatten zuvor Urlaub im südostspanischen Alicante an der Costa Blanca gemacht.

Die erste Person, bei der die Diagnose gestellt wurde, ist eine 37-jährige Frau. Ärzte bestätigten später, dass auch ihre Schwester und ihr fünfjähriger Sohn an der Krankheit litten.

Nun sollen Beamte in der Provinz Alicante Krankenhäuser aufsuchen, um festzustellen, ob sich weitere Menschen infiziert haben.

Das Chikungunya-Virus wird durch Stechmücken übertragen.

Beschwerden können Monate anhalten

Das Chikungunya-Fieber wird häufig als eine Mischung aus Arthrose und Grippe beschrieben. Infizierte leiden nach einer kurzen Inkubationszeit unter Symptomen wie starken Kopfschmerzen, Gelenk- und Gliederschmerzen.

Auch Beschwerden wie Lymphknotenschwellung, juckender Hautausschlag, Schleimhautblutungen oder Magen-Darm-Beschwerden können auftreten.

Das anfängliche Fieber bei Chikungunya verschwindet in den meisten Fällen nach einigen Tagen wieder. Allerdings können die Beschwerden manchmal über Monate anhalten.

Vor allem für chronisch Kranke sowie für Schwangere und Säuglinge kann das Virus gefährlich werden.

Auch wenn eine Infektion in der Regel von selbst ausheilt, kann sie sehr langwierig verlaufen. Nach überstandener Krankheit kommt es dann aber zu lebenslanger Immunität.

Bislang gibt es weder einen Impfstoff noch eine ursächliche Therapie. Wer also einen entspannten Urlaub verbringen will, sollte sich vor Mückenstichen schützen, etwa mit Hilfe von Mückenschutzmitteln oder Moskitonetzen. (ad)