Bei nichtalkoholischen Fettlebererkrankungen kann Schwefelwasserstoff über verschiedene Mechanismen zur Linderung beitragen. Obwohl noch einige Unsicherheiten bezüglich der Anwendung bestehen, erscheint Schwefelwasserstoff als vielversprechende Behandlungsoption gegen Fettlebererkrankungen.
Ein chinesisches Forschungsteam von der Medical School of Nantong University hat in einer Übersichtsarbeit die Wirkung von Schwefelwasserstoff bei nichtalkoholischen Fettlebererkrankungen untersucht und die Ergebnisse in dem Fachmagazin „Hepatic Medicine: Evidence and Research“ veröffentlicht.
Welchen Einfluss hat Schwefelwasserstoff?
Schwefelwasserstoff entsteht im Körper unter anderem durch den Abbau schwefelhaltiger Aminosäuren, die zum Beispiel in Lebensmittel wie Eier, Fleisch, Milchprodukten, Nüssen, Hülsenfrüchten und Kreuzblütlern (Brokkoli, Zwiebeln, Knoblauch) vorkommen, erläutern die Forschenden.
Zudem werde Schwefelwasserstoff mit wichtigen regulatorischen Funktionen bei nichtalkoholischen Fettlebererkrankungen in Zusammenhang gebracht und die neue systematische Übersichtsarbeit biete Einblick in die biologischen Eigenschaften und die Wirkmechanismen im Zusammenhang mit den Fettlebererkrankungen.
Außerdem wurden relevante empirische Studien berücksichtigt sowie aktuelle und zukünftige Forschungsschwerpunkte dargelegt, mit dem Ziel, neue theoretische Grundlagen und experimentelle Unterstützung für die Therapie nichtalkoholischer Fettlebererkrankungen zu liefern, berichtet das Forschungsteam.
Schwefelwasserstoff schützt die Leber
Die Auswertung der verfügbaren Forschungsarbeiten zeige, dass Schwefelwasserstoff über verschiedene Signalwege protektive Wirkungen auf die Leber entfalte.
So wirke Schwefelwasserstoff über antioxidative und entzündungshemmende Effekte, die Regulation des Fettstoffwechsels, die Hemmung der Apoptose und die Verbesserung der Insulinresistenz den nichtalkoholischen Fettlebererkrankungen entgegen.
Neue Ansätze zur Prävention & Therapie
Damit erscheint Schwefelwasserstoff als vielversprechende Option zur Prävention und Behandlung von nichtalkoholischen Fettlebererkrankung. Allerdings bedürfen die genauen Mechanismen, die stadienabhängigen Effekte und die therapeutische Sicherheit noch weiterer klinischer Validierung, so das Fazit des Forschungsteams. (fp)
Autoren- und Quelleninformationen
Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.
- Shan Zhou, Baoyi Sun, Zongyuan Xuan, Guanning Zhong, Xiaolei Sun, Jun Yan: Literature Review on the Regulatory Effects of Hydrogen Sulfide in Non-Alcoholic Fatty Liver Disease (NAFLD); in: Hepatic Medicine: Evidence and Research (veröffentlicht 26.12.2025), tandfonline.com
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