Knoblauch – Wirkung, Anwendung und eigener Anbau

„Wunderknolle“ Knoblauch

Knoblauch wird seit Jahrtausenden nicht nur als schmackhaftes Gewürz, sondern auch als vielseitiges Heilmittel verwendet. Seine Knollen enthalten gesunde Inhaltsstoffe und besitzen beeindruckende gesundheitsfördernde Eigenschaften.

Lange Zeit beruhte die Anwendung von Knoblauch ausschließlich auf Beobachtungen und Erfahrungswerten. Inzwischen ist seine überlieferte Wirksamkeit zwar nicht bei allen, aber doch bei diversen Beschwerden auch durch wissenschaftliche Studien belegt.

Kurzübersicht

Wichtige Fakten rund um den Knoblauch finden Sie in der folgenden Kurzübersicht.

  • Inhaltsstoffe: Unter anderem Allicin, Ajoen, ätherische Öle, Flavonoide, Vitamine und Mineralien, etwa Vitamin C und Vitamin K, Eisen und Kalzium.
  • Anwendungsgebiete: Erhöhte Blutfettwerte, Arterienverkalkung (Arteriosklerose), Gefäßerkrankungen, Bluthochdruck, Darmkrebs, Entzündungen, Pilzinfektionen (zum Beispiel Fußpilz), Muskelschmerzen und Gelenkentzündungen, Stärkung des Immunsystems, Unterstützung bei der Gewichtsreduktion.
  • Unverträglichkeit: Manche Menschen vertragen zeitweise oder dauerhaft keinen Knoblauch. Nach dem Verzehr von Knoblauch kommt es bei ihnen zu Verdauungsstörungen wie zum Beispiel Magenschmerzen, Übelkeit, vermehrtem Aufstoßen, Blähungen oder Durchfall.
  • Allergie: In seltenen Fällen kommt es zu allergischen Reaktionen wie Hautrötungen, Halskratzen, Atembeschwerden bis hin zu Asthma.
  • Wechselwirkungen: Hohe Konzentrationen der Inhaltsstoffe von Knoblauch können Wechselwirkungen mit Blutdrucksenkern und Gerinnungshemmern auslösen, indem sie deren Wirkung verstärken. Außerdem können Wechselwirkungen entstehen mit Vitamin-K-Antagonisten beziehungsweise Antikoagulantien und Saquinavir.
  • Wichtige Hinweise: Bevor Sie Knoblauch in größeren Mengen zur Vorbeugung oder (begleitenden) Behandlung gesundheitlicher Beschwerden einsetzen, besprechen Sie bitte mit Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin, ob dies in Ihrem Fall sinnvoll und unbedenklich ist.

    Vor und nach Operationen sollten Sie auf Knoblauch und Knoblauchprodukte verzichten.

    Kinder sollten keine Nahrungsergänzungsmittel mit Knoblauch zu sich nehmen, da sie stärker auf die Inhaltsstoffe reagieren.

Die Knoblauchpflanze

Knoblauchknollen kennen die meisten von uns aus dem Supermarkt. Ihrer Gesundheit und der Umwelt zuliebe sollten Sie beim Kauf darauf achten, ausschließlich biologisch angebauten Knoblauch zu wählen.

Die Pflanze selbst wächst bis zu neunzig Zentimeter hoch, die Laubblätter färben sich blaugrün. Um eine Hauptzehe bilden sich bis zu zwanzig Nebenzehen. Sie schmecken scharf, und aus der Hauptzehe in der Mitte wächst ein runder Stängel. Auf diesem sitzt ein Blütenstand, aus dem sich bis zu zwanzig Brutzwiebeln entwickeln. Knoblauch blüht in verschiedenen Farbschattierungen von Weiß bis Rosa.

Herkunft und historischer Rückblick

Der wilde Knoblauch ist heute ausgestorben. Sein Ursprung liegt in Westasien – von Zentralasien bis zum Norden des Iran. Die Lauchart wurde aber bereits in der Antike in der alten Welt kultiviert. Die alten Ägypter nutzten sie als Mittel gegen Läuse und Darminfektionen – die Arbeiter an den Pyramiden aßen täglich Knoblauch und streikten, wenn sie keinen bekamen. Die Juden der Antike lobten ihn ebenfalls als Arznei gegen Darmparasiten, als Potenzmittel und zur Schärfung des Geistes.

Schon die alten Ägypter nutzten Knoblauch als Heilpflanze gegen Läuse und Darmerkrankungen. (Bild: mates/fotolia.com)

Im Mittelalter galt er als Mittel gegen (fast) alles: Knoblauch war Medizin gegen Haarausfall, Schlangen- und Hundebisse, Zahnschmerzen, Lungenbeschwerden, Hautausschlag oder Menstruationsprobleme. Bei vielen dieser Leiden wirkte die Knolle. Zum Schutz vor der Pest wurde sie ebenfalls eingesetzt, obwohl wir heute wissen, dass sie dagegen nutzlos war.

Im heutigen Deutschland verbreiteten die Römer die Pflanze, und in christlicher Zeit kultivierten Mönche und Nonnen sie in Klostergärten. Schon Karl der Große kannte den Knoblauch als Kulturpflanze.

Seine entgiftende Wirkung dehnten die religiösen Menschen auch auf eingebildete Bedrohungen aus: Knoblauch sollte Dämonen, Geister und lebende Tote abwehren, vor Schadenszaubern schützen und den Bösen Blick abwehren.

Umgekehrt galten aber diese bösen Geister als Ursache von realen Infektionen, gegen welche die Lauchart tatsächlich half. Vampire mit der Knolle fernzuhalten, war dann sinnvoll, wenn diese Vampire lediglich als Sinnbild für Krankheitsbringer wie Bakterien standen, die der Knoblauch tatsächlich aufhielt.

Knoblauch: Wirkung und Anwendungsgebiete

Knoblauch ist bei einer Vielzahl verschiedener Beschwerden angezeigt. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Anwendungsgebiete der „Wunderknolle“.

Blutfett, Arteriosklerose und Darmkrebs

Knoblauch riecht. Genau gesagt, die Abbauprodukte des Alliins riechen. Dieses wird beim Schneiden in Allicin verwandelt. Der Stoff selbst riecht nicht. Doch schneidet oder presst man die Zehen, verbindet sich Alliin mit Enzymen, es bilden sich Allicin und andere Stoffe. Allicin ist die Grundlage für weitere Schwefelverbindungen, die beim Erhitzen entstehen, zum Beispiel für Diallyldisulfid, Diallythiosulfonat (Stoffwechselprodukt von Allicin) und Ajoen.

Ajoen wirkt Thrombosen entgegen. Die chemischen Stoffe in der Knolle senken außerdem die Blutfettwerte und helfen damit gegen Arteriosklerose. Es gibt inzwischen Hinweise darauf, dass die Inhaltsstoffe des Knoblauchs in der Lage sind, die Vermehrung von Darmkrebszellen aufzuhalten.

Knoblauch als natürliches Antibiotikum

Knoblauch wirkt gegen Bakterien und Pilze und hemmt sogar Virusinfektionen. Dem heutigen Stand der Forschung zufolge ist Allicin ein natürliches Breitband-Antibiotikum. Es könnte sogar ein Schlüssel zum Bekämpfen resistenter Bakterien sein. Denn die Enzyme, die dieses bilden, sind auch für die Bakterien notwendig. Und diese entwickeln mutmaßlich keine Resistenzen gegen Stoffe, die sie selbst zum Überleben benötigen.

Knoblauch Abbildung mit einer Auflistung der Inhaltsstoffe und Wirkung
(Bild: Natalie-Board/stock.adobe.com; eigene Bearbeitung heilpraxis.de)

Heilpflanze gegen Gefäßerkrankungen

Knoblauch wirkt gegen Gefäßerkrankungen. Vermutlich liegt das daran, dass er Enzyme blockiert, die an der Synthese von Cholesterin beteiligt sind. Allicin reagiert mit Sulfhydrylen und lässt sich dem Anschein nach gegen die Produktion von Cholesterin einsetzen, welches die Arterien verstopft.

Die Pflanze enthält zudem ätherische Öle, Flavonoide, Vitamine und Mineralien, darunter Vitamin C und Vitamin K, Eisen und Kalzium. Hier ist sie jedoch kein Wundermittel: Die Konzentration an Vitamin C ist beispielsweise so gering, dass ein erwachsener Mensch circa 800 Gramm Knoblauch pro Tag essen müsste, um seinen Tagesbedarf zu decken.

Knoblauchöl und Knoblauchessenz gegen Muskelschmerzen und Gelenkentzündungen

Knoblauchöl hilft gegen Muskelschmerzen und Gelenkentzündungen, wenn es an der betroffenen Stelle in die Haut einmassiert wird. Knoblauchessenz wirkt ebenfalls gegen Entzündungen. Dazu sollte man den „Saft“ nicht kochen, da die verantwortlichen Proteine durch Erhitzen zerstört werden.

Hausmittel gegen Fußpilz

Die Ajoen-Mikroben in der Knolle bekämpfen Pilzbefall. Sie können zum Beispiel Fußpilz mit rohem, aufgeschnittenem Knoblauch einreiben oder betroffene Stellen in einen Umschlag mit rohem, gepresstem Knoblauch einwickeln.

Knoblauch stärkt das Immunsystem

Roher Knoblauch beugt grippalen Infekten wie Erkältungen vor, besonders, wenn Sie ihn regelmäßig essen. Er hilft aber nicht gegen einen bereits ausgebrochenen grippalen Infekt. Campylobacter-Bakterien und Darmerkrankungen bekämpft das in der Pflanze enthaltene Diallylsulfid hingegen effizient auch nach dem Ausbruch.

Hilfe bei hohem Blutdruck

Schuld an hohem Blutdruck sind oft Blutgerinnsel. Knoblauch verhindert, dass die Thrombozyten im Blut aneinanderkleben. Passiert dies, dann bilden sich Gerinnsel, und diese lösen nicht nur Bluthochdruck aus, sondern auch Schlaganfälle und Herzinfarkte. Neben dem Allicin senkt auch das enthaltene Selen den Blutdruck.

Knoblauch hilft beim Abnehmen

Die Pflanze senkt den Blutzuckerspiegel, wodurch weniger Nahrung zu Fett umgewandelt wird. Zusätzlich kurbelt Knoblauch die Verdauung an. Der Körper setzt also nicht nur weniger Fett an, sondern verbrennt zugleich vorhandenes Fett.

Um die Diät „sozial verträglich zu halten“, können Sie Knoblauch mit Ingwer, Petersilie und/oder Milch kombinieren. Ein Frühstück mit Knoblauch, Ingwer und Zitrone ist arm an Kalorien, aber überreich an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Und wenn Knoblauch zum Frühstück nicht Ihren Geschmack trifft, findet sich bestimmt eine andere Gelegenheit, die gesunde Knolle in Ihre tägliche Ernährung einzubauen.

Petersilie mildert den strengen Geruch nach dem Verzehr von Knoblauch ab. (Bild: elena_hramowa/fotolia.com)

Wichtige Hinweise: Unverträglichkeit, Allergie, Neben- und Wechselwirkungen

Knoblauch kann bei einigen Menschen zu Unverträglichkeiten oder Allergien führen, außerdem kann der Verzehr einige Nebenwirkungen haben. Wichtige Hinweise dazu finden Sie in den folgenden Abschnitten.

Unverträglichkeit und Allergie

Wenige Menschen vertragen keinen Knoblauch. Die Ursache ist bislang nicht belegt. Wahrscheinlich überfordert das Gewächs die Verdauung auf die eine oder andere Art und Weise. Die Schärfe könnte zum Beispiel ein Grund sein, warum vor allem Menschen mit einem empfindlichen Magen-Darm-Trakt Knoblauch nicht problemlos verdauen können. Auch freigesetzter Schwefel könnte diese Reaktionen auslösen.

Ist der Magen-Darm-Trakt bereits angegriffen, erhöht sich das Risiko, die Lauchart nicht zu vertragen. Eine Schilddrüsenüberfunktion fördert diese Unverträglichkeit ebenfalls, da Knoblauch die Schilddrüse zusätzlich stimuliert.

Eine Unverträglichkeit von Knoblauch äußert sich in schmerzhaften Blähungen, Magen- und Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall. Kommt es zu Juckreiz, Atembeschwerden und/oder Hautausschlag, liegt jedoch keine Unverträglichkeit vor, sondern eine Knoblauchallergie. Leiden Sie nach dem Genuss der würzigen Knolle an diesen Symptomen, sollten Sie durch einen Arztbesuch abklären lassen, ob es sich um eine Unverträglichkeit oder um eine Allergie handelt.

Ernährungstagebuch

Unverträglichkeit ist nicht gleich Unverträglichkeit. Bei manchen Menschen treten die Symptome nur in Kombination mit anderen Lebensmitteln auf, bei anderen nur beim Verzehr von frischem Knoblauch. Wieder andere reagieren auf verschiedene schwer verdauliche Speisen, darunter auch die Lauchart.

Führen Sie am besten eine Zeit lang ein Ernährungstagebuch. Das beantwortet Fragen wie „Folgen die Symptome nur, wenn ich große Mengen Knoblauch verzehre, oder auch bei geringen Dosen?“, „Reagiere ich, wenn er gepresst wurde oder auch auf ganze Zehen, die zum Würzen mitgekocht und dann entfernt wurden?“ Sie sollten die Mengen, die Art der Zubereitung (zum Beispiel roh, gekocht, gebraten) und sämtliche weitere, im Gericht enthaltene Zutaten notieren.

Behandlung

Um die Beschwerden zukünftig zu vermeiden, ist es natürlich am sichersten, keinen Knoblauch mehr zu essen. Oft müssen Menschen mit Unverträglichkeit aber nicht völlig auf den Lauch verzichten. Viele Menschen können ihn nur zeitweise nicht vertragen. Ursachen für eine temporäre Unverträglichkeit sind zum Beispiel ein geschwächter Magen-Darm-Trakt nach einer Grippe oder eine Magenschleimhautentzündung.

Mit einem Ernährungstagebuch erkennen Sie, ob es Zubereitungen gibt, die für Sie harmlos sind. Dafür sollten Sie aber anfangs komplett auf die Pflanze verzichten, um sich dann Stück für Stück wieder in verschiedenen Formen an sie heranzutasten – länger gelagert, jung, ganz, in Stücken, in Produkten verarbeitet, als Pulver, Dragee oder roh, erhitzt, gebraten, gebacken und so weiter.

Eine Unverträglichkeit kann unter anderem zu unangenehmen Bauchschmerzen führen. (andriano_cz/fotolia.com)

Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Dosierung

Nahrungsergänzungsmittel mit Knoblauch sind keine Arzneimittel und damit nicht standardisiert.
Nimmt man Knoblauch hochdosiert ein, kann dies zu Magen-Darm-Problemen führen. Dies gilt sowohl für Nahrungsergänzungsmittel als auch für der Nahrung zugesetzten Knoblauch.

Die Lauchart kann allergische Reaktionen auslösen, was sich zum Beispiel durch Hautreizungen und/oder Asthma äußern kann. Das Risiko für eine Knoblauchallergie ist besonders bei einer Pollenallergie gegeben. Hohe Konzentrationen der in der Knolle enthaltenen Stoffe lösen potenziell Wechselwirkungen mit Blutdrucksenkern und Gerinnungshemmern aus. Sie können deren Wirkung verstärken.

Weitere Wechselwirkungen entstehen mit Vitamin-K-Antagonisten beziehungsweise Antikoagulantien und Saquinavir. Vor und nach Operationen sollten Sie auf Knoblauch sowie auf Produkte mit Knoblauch verzichten. Kinder reagieren stärker auf die Inhaltsstoffe und sollten deshalb keine Nahrungsergänzungsmittel mit Knoblauch zu sich nehmen.

„Knoblauchpillen“ ohne Geruch sind zwar „sozial verträglich“, aber überwiegend wirkungslos, da ihnen der Hauptwirkstoff Allicin fehlt. Bevor Sie Knoblauch gegen bestimmte Beschwerden einnehmen oder äußerlich anwenden, sollten Sie die Maßnahmen mit Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin abstimmen.

Was die Vorbeugung von Krankheiten angeht, spricht nichts dagegen, Knoblauch regelmäßig zu konsumieren, sofern Sie ihn gut vertragen und nicht im Übermaß verwenden. Um die Gesundheit zu fördern, sollte man nicht nur hin und wieder eine große Menge Knoblauch konsumieren, sondern lieber täglich eine Dosis von circa vier Gramm zu sich nehmen.

Knoblauch in der Küche

Der Siegeszug des Knoblauchs lag zum einen an seiner Heilwirkung, zum anderen würzt er Speisen ausgezeichnet. Die Mittelmeerküche und die Kochkunst Westasiens wären ohne die stark würzende Lauchart undenkbar. Das türkische Cacik, das griechische Tzatziki, die spanische Aioli oder Auberginenpüree im Iran basieren allesamt auf Knoblauch.

Für Menschen, die ihn selbst essen, ist der Geruch kein Problem. Menschen aus Kulturen, die keinen Knoblauch verwenden, empfinden den Geruch jedoch häufig als unangenehm. Er baut schwefelhaltige Stoffe ab, die nach dem Verzehr über die Atemluft und die Poren abgegeben werden.

In einigen Ländern wird nicht nur die Knolle des Knoblauchs zum Kochen verwendet, sondern man nutzt dort auch die Knoblauchsprossen. Diese schmecken mild und sind beispielsweise in spanischen Rezepten verbreitet.

Eine leckere Aioli lässt sich schnell mit Knoblauch, Eigelb, Öl und Gewürzen selbst zubereiten. (Bild: chandlervid85/fotolia.com)

Knoblauchgeruch vermeiden

Den Geruch von Knoblauch empfinden viele Menschen als störend. Dies liegt am Schwefel im Allicin. Pfefferminzkaugummis oder Zahnpasta helfen gegen diesen Geruch leider wenig. Das beste Mittel ist Milch: Sie neutralisiert die Schwefelverbindungen um 50 Prozent. Auch Chlorophyll, der Stoff, der Pflanzen grün färbt, wirkt dem Geruch entgegen.

Um den Knoblauchgeruch abzumildern, eignet sich zum Beispiel Milch. (Bild: kei907/fotolia.com)

Deswegen ist der grüne Verwandte, der Bärlauch, eine Alternative, und deshalb verwendet die Küche des Nahen Ostens Knoblauch oft gemeinsam mit Petersilie. Ingwer dämmt den Geruch ebenfalls ein. Völlig vermeiden lässt sich der Geruch jedoch nicht, denn wir verströmen ihn nicht nur aus dem Mund, sondern geben ihn auch über die Haut ab.

Knoblauch im Garten

Wenn Sie Knoblauch selbst anbauen möchten, finden Sie in den folgenden Abschnitten nützliche Tipps zum Anbau im eigenen Garten, zur Bekämpfung von Schädlingen sowie zur Ernte und Vermehrung.

Knoblauch selbst anbauen

Knoblauch selbst anzubauen, ist einfach. Sie müssen dazu nur frische Knoblauchzehen im Herbst oder im Frühling in die Erde stecken. Im Frühjahr wachsende Knollen bleiben jedoch kleiner. Das Liliengewächs ist winterhart, mag es sonnig und nicht zu feucht. Es verträgt keine Staunässe, weil die Wurzeln sonst verfaulen.

Bei der Pflanzung stecken Sie die Zehen im Abstand von circa 20 Zentimetern etwa vier Zentimeter tief in die Erde. Knoblauch mag nährstoffreichen Boden. Eine Extralage Kompost sorgt für kräftige Knollen.

Abwehr von Schädlingen

Das Liliengewächs ist immun gegen die meisten Schädlinge: Läuse, Fliegen und Spinnen, die andere Pflanzen heimsuchen, sind für Knoblauch kein Problem. Im Gegenteil: Knoblauch schützt sogar die Nachbarpflanzen, wenn Sie diese in einem Wall aus Knoblauch ansiedeln. Dies gilt zum Beispiel für Rosen, Karotten, Gurken oder Erdbeeren.

Lauchmotten, die auf Zwiebelgewächse spezialisiert sind, gehen indessen auch auf Knoblauch, und Pilze können die Pflanze ebenfalls befallen. Dagegen helfen lockere Erde und niedrige Luftfeuchtigkeit.

Ernte und Vermehrung

Die Knollen können im Frühsommer (beim Stecken im Herbst) oder im Spätsommer (beim Stecken im Frühling) geerntet werden. Man sollte sie ernten, bevor sich die Blüten bilden. Werden die Blütenstände zurückgeschnitten, fallen die Knollen in der Folge meist dicker aus.

Für den eigenen Anbau müssen nur frische Knoblauchzehen in die Erde gesteckt werden. (Bild: encierro/fotolia.com)

Das Laub färbt sich im Juli braun, beim Stecken im Frühling später. Wenn nur noch wenig Laub grün ist, ist die richtige Erntezeit. Auch das grüne Laub lässt sich essen; wenn es frühzeitig abgeschnitten wird, bleiben die Knollen jedoch kleiner.

Um die Pflanze zu vermehren, sollte man die Blüten wachsen lassen. Sie bildet außer den Blüten dann kleine Knollen aus, die eingepflanzt werden können. Die Stängel lassen sich abschneiden und wie Lauchzwiebeln verzehren. Wer keinen Garten hat, kann Knoblauch in Blumenkästen auf dem Balkon ziehen. Eine Schicht Blähton, Steine oder Kompost am Boden verhindern Staunässe und Schimmel. (Dr. Utz Anhalt, kh)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autoren:
Dr. phil. Utz Anhalt, Barbara Schindewolf-Lensch
Quellen:
  • National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH): www.nccih.nih.gov (Abruf: 03.04.2018), NCCIH
  • Verbraucherzentrale: www.verbraucherzentrale.de (Abruf: 05.04.2018), VZ
  • Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR): www.fnr.de (Abruf: 05.04.2018), FNR
  • Bluthochdruck Hilfe: www.bluthochdruck-hilfe.net (Abruf: 06.04.2018), bluthochdruck-hilfe
  • Hemgesberg, Hanspeter: Natürlich gesund mit Bärlauch & Co.: Bärlauch - Knoblauch - Zwiebel und weitere Laucharten für die Gesundheit aus der Natur-Apotheke, neobooks, 2014
  • Varshney, Ravi; Budoff, Matthew J.: "Garlic and Heart Disease", in: The Journal of Nutrition, Volume 146 Issue 2, 2016, Oxford Academic
  • Majewski, Michał: "Allium sativum: facts and myths regarding human health", in: National Institute of Public Health - National Institute of Hygiene, 2013, NCBI
  • Lutomski, Jerzy: "Die Bedeutung von Knoblauch und Knoblauch‐Präparaten in der Phytotherapie", in: Pharmazie in unserer Zeit, Volume 9 Issue2, 1980, Wiley Online Library

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.


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