Erkältung (grippaler Infekt) – Symptome, Ursachen, Behandlung

Redaktion Heilpraxis.de

Was hilft bei Erkältung?

Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Fieber – was tun bei Erkältungskrankheiten? Dieser Artikel informiert über Ursachen, Symptome, Dauer, Behandlung und Hausmittel bei Erkältung. Wichtig ist zunächst abzuklären, ob es sich um eine echte Virusgrippe (Influenza) oder um einen grippalen Infekt, also die „einfache Erkältung“ handelt. Die Influenza kann für manche Personen sehr gefährlich werden und sollte unbedingt ärztlich behandelt werden, wogen eine Erkältung in der Regel komplikationslos verläuft und die Heilung sehr gut durch bewährte Hausmittel unterstützt werden kann. Dieser Beitrag widmet sich explizit dem grippalen Infekt.


Schnelle Hilfe bei Erkältungskrankheiten

Die Genesung einer Erkältung kann sehr gut unterstützt werden, indem das Immunsystem gestärkt wird. Dazu gehören viel Wärme, Schlaf und vor allem Ruhe. Stress sollte so weit wie möglich vermieden werden. Heiße Hühnersuppen und Tees können ebenfalls zur Linderung der Beschwerden beitragen. Allgemein sollte viel getrunken werden. Bei Fieber können kalte Wadenwickel wirken. Sollten Beine oder Hände kalt sein, ist jedoch davon abzusehen. Wärmeflaschen und Heizdecken sorgen für die nötige Wärme und Entspannung. Körperliche Aktivitäten und Anstrengungen sollten während der Infektion gänzlich vermieden werden. Das Gurgeln mit Zwiebelsaft hat sich als Hausmittel gegen Halsschmerzen bewährt. Gegen Schnupfen können Dampfinhalationen mit Salbei oder Thymian sowie Nasenspülungen helfen.

Erkältungen verbreiten sich schnell über Tröpfcheninfektionen. Bis zu vier Erkältungen pro Jahr gelten aufgrund der hohen Anzahl an verschiedenen Erregern bei Erwachsenen als normal. (Bild: VadimGuzhva/fotolia.com)

Grippaler Infekt – ein kurzer Überblick

Bei einem grippalen Infekt schleichen sich die Symptome in der Regel langsam ein. Oft beginnt es mit einem Kratzen im Hals oder einem dumpfen Gefühl im Kopf. Nach und nach kommen weitere Symptome hinzu oder vorhandene verstärken sich. Bei einer Influenza treten die Beschwerden jedoch schlagartig und heftig innerhalb weniger Stunden auf. Betroffene sollten dann einen Arzt aufsuchen. Dagegen ist eine „einfache“ Erkältung in den meisten Fällen eher unproblematisch. In der Regel klingen die Beschwerden innerhalb einer Woche wieder ab, insbesondere bei unterstützender naturheilkundlicher Selbstbehandlung der Erkältungd. Hier eine kurze Zusammenfassung über das Krankheitsbild:

  • Definition: In Abgrenzung zur „echten Virusgrippe“ (Influenza) werden unter dem Begriff „Grippaler Infekt“ (im Volksmund „Erkältung“) verschiedene fieberhafte, meist durch Viren bedingte Allgemeinerkrankungen zusammengefasst.
  • Mögliche Symptome: Schnupfen, Husten, Heiserkeit, Halsschmerzen, Fieber, Durchfall oder Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Schwächegefühl.
  • Ursachen: Infektion mit Viren beispielsweise vom Typ Adeno, Rhino, Parainfluenza, Coxsackie oder RS. Ein durch Kälte geschwächtes Immunsystem kann eine Infektion begünstigen (daher der Name „Erkältung“). Ebenso können Stress, Schlafmangel und andere Erkrankungen das Ansteckungsrisiko erhöhen.
  • Dauer: Bei einem unkomplizierten Verlauf klingen die Symptome nach drei bis sieben Tagen ab. Spätestens nach zwei Wochen sollten alle Beschwerden auskuriert sein (in manchen Fällen sind Abweichungen möglich).
  • Therapie: In den meisten Fällen wird lediglich Ruhe verordnet. Der Heilungsprozess kann durch zahlreiche Hausmittel gegen Erkältungsbeschwerden unterstützt werden.

Wie steckt man sich mit einer Erkältung an?

Eine Erkältung kann über Tröpfcheninfektion verbreitet werden. Wenn eine erkrankte Person niest oder hustet, werden winzige Speicheltröpfchen in die Luft freigesetzt, die Erreger enthalten. Werden diese Tröpfchen von anderen Personen eingeatmet, gelangt der Erreger in deren Organismus. Auch über die Hände besteht ein hohes Ansteckungsrisiko, da viele Erkrankte in die Hand niesen oder beim Nase putzen Erreger auf die Hand gelangen. Beim Händeschütteln oder beim Benutzen viel frequentierter Oberflächen wie Türklinken, Treppengeländer oder Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln können Erreger übertragen werden.

Die Erreger stecken in den winzigen Tröpfchen, die beim Niesen in die Luft freigesetzt werden. Wer diese infektiösen Tröpchen einatmet, wird möglicherweise auch krank – insbesondere, wenn das Immunsystem geschwächt ist. (Bild: VadimGuzhva/fotolia.com)

Influenza oder grippaler Infekt – wo sind die Unterschiede?

Die Begriffe „Grippe“, „grippaler Infekt“ und „Erkältung“ sind mitunter etwas verwirrend. Der Arzt spricht häufig von einem grippalen Infekt. Gemeint ist damit der im Volksmund geläufigere Begriff „Erkältung“. Eine Erkältung und ein grippaler Infekt ist also das Gleiche. Eine Grippe (medizinisch Influenza) ist dagegen eine andere Krankheit, die gefährlichere Konsequenzen haben kann.

Die echte Grippe (Influenza) stellt eine ernsthafte Erkrankung dar, die für manche Personengruppen lebensgefährlich werden kann. Eine Influenza sollte in jedem Fall ärztlich beobachtet werden. Im Winter 2017/2018 sorgte eine Grippewelle für mehr als 300.000 Infektionen und rund 1.000 Todesfälle.

Wie erkennt man, ob man eine Erkältung oder eine echte Grippe hat? Der Unterschied ist nicht immer ganz eindeutig, da sich die Symptome ähneln. Bei einer Influenza stellen sich die Beschwerden meistens ganz plötzlich und mit voller Wucht ein. Zudem sind Symptome wie Müdigkeit und Erschöpfung in der Regel intensiver. Auch das Fieber steigt oft höher und kann mitunter über 40 Grad Celsius betragen.

Ab wann sollte man bei Erkältungen zum Arzt?

In vielen Fällen ist bei einer gewöhnlichen Erkältung keine ärztliche Hilfe erforderlich. Meistens wird jedoch der Hausarzt wegen der Krankschreibung für den Arbeitgeber benötigt. Treten allerdings Komplikationen auf, ist ärztlicher Rat grundsätzlich erforderlich. So kann Atemnot infolge einer Erkältung auf eine Lungenentzündung hindeuten. Auch hohes Fieber über 39 Grad Celsius sollte ärztlich abgeklärt werden. Bei starken Hals- oder Ohrenschmerzen könnte sich eine Mittelohrentzündung oder eine Mandelentzündung zu dem grippalen Infekt gesellt haben. Außerdem sollte ein Arzt konsultiert werden, wenn sich die Beschwerden nach einer Woche nicht gebessert haben und Betroffene unter ständiger Müdigkeit und Abgeschlagenheit leiden. Sind Kinder oder Säuglinge betroffen, so zählt: Lieber zu früh zum Arzt, als zu spät.

Nicht jede Erkältung muss von einem Arzt behandelt werden. Sollten die Symptome jedoch stark ausgeprägt sein oder schlagartig auftreten, ist der Gang zum Mediziner ratsam. Auch bei Säuglingen und Kindern sollte nicht zu lange gewartet werden. (Bild: auremar/fotolai.com)

Diagnose – was macht der Arzt?

In einem Arzt-Patienten-Gespräch werden die möglichen Ursachen zunächst eingegrenzt. Je nach vorliegenden Beschwerden untersucht der Arzt dann den Mundraum, die Ohren und die Lunge. Gegebenenfalls tastet er Bereiche am Hals und im Gesicht ab, um eventuelle Lymphknotenschwellungen oder Nasennebenhöhlenentzündungen aufzudecken. In der Regel werden keine weiteren Tests oder Untersuchungen veranlasst, es sei denn es besteht der Verdacht auf zusätzliche Erkrankungen wie eine Lungenentzündung oder eine Streptokokken-Infektion.

Wie lange dauert ein grippaler Infekt

Eine gängige Faustregel besagt: „Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt für drei Tage und sie geht drei Tage“. Mit dieser Behauptung liegt der Volksmund in der Regel richtig, denn eine Erkältung dauert durchschnittlich acht bis zehn Tage. Dies ist maßgeblich davon abhängig, um welchen Erreger es sich handelt und wie stark das Immunsystem des Betroffenen geschwächt ist. In den ersten Tagen empfinden die meisten Betroffenen zunächst ein Jucken im Hals, dass oft mit einem Husten einhergeht. In den folgenden Tagen nehmen die Beschwerden dann gewöhnlich zu und es gesellen sich mitunter Schnupfen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und leichtes Fieber hinzu. Nach wenigen Tagen klingen die Symptome dann wieder ab, bis sie schließlich ganz verschwinden.

Zwei bis vier Erkältungen pro Jahr sind normal

Zwei bis vier Erkältungskrankheiten pro Jahr sind bei Erwachsenen völlig normal. Kinder kann es sogar acht bis zehnmal treffen. Das liegt unter anderem daran, dass es über 200 bekannte Erreger gibt, die grippale Infekte auslösen können. Wer sich öfter im Jahr erkältet, der hat sich wahrscheinlich auch verschiedene Viren eingefangen. Als häufige Auslöser gelten Adeno-, Rhino-, Parainfluenza-, Coxsackie-, Corona oder RS-Viren. Auch im Sommer kann man sich einen grippalen Infekt zuziehen. Die sogenannte Sommergrippe wird vorwiegend von Coxsackie-, Entero- oder Echo-Viren ausgelöst.

Über 200 verschiedene Erreger sind bekannt, die Erkältungserkrankungen auslösen können. Diese, meist durch Viren bedingten, Allgemeinerkrankungen werden als grippale Infekte zusammengefasst. (Bild: psdesign1/fotolia.com)

Bei Kindern ist besondere Vorsicht geboten

Bei Kindern mit Erkältung sollte lieber zu früh als zu spät ein Arzt aufgesucht werden. Vorsicht ist auch bei Erkältungssalben und ätherische Öle mit Menthol geboten. Bei Säuglingen und kleinen Kindern können diese Substanzen heftige Atembeschwerden bis hin zum Atemstillstand auslösen. Auch fiebersenkende Maßnahmen und Medikamenten sollten nur in Absprache mit einem Arzt angewendet werden. Kinder unter 12 Jahren sollten beispielsweise keine Medikamente mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure einnehmen.

Die Erkältung möglichst schnell wieder loswerden

Eine Erkältung klingt in der Regel von allein wieder ab. Möchte man den Genesungsprozess unterstützen, so kann man auf ein großes Repertoire an bewährten Hausmitteln zurückgreifen, die bei den jeweiligen Beschwerden Linderung verschaffen können. Im Folgenden werden einige geeignete Maßnahmen vorgestellt.

Hilfe bei Schnupfen

Bei Schnupfen kann das Inhalieren von heißen Dämpfen das Nasensekret lösen und die Schleimhäute abschwellen lassen. Hierfür kann entweder ein Inhaliergerät verwendet werden oder man beugt den Kopf über eine mit heißer Flüssigkeit gefüllte Schüssel und legt ein Handtuch über den Kopf. In das heiße Wasser können Kamillenblüten, Salbei, Thymian, Tanne, Fichte, Latschenkiefer, Salze oder japanisches Minzöl hinzugegeben werden. Der Dampf sollte aus circa 30 Zentimeter Abstand einatmet werden. Abschwellende Nasensprays können zeitweise die Atmung erleichtern, sollten aber nicht über einen längeren Zeitraum verwendet werden.

Weitere Hausmittel gegen Schnupfen

Als Hausmittel gegen Schnupfen hat sich Jodwasser bewährt. Hierfür einen Tropfen Jodtinktur in ein Glas Wasser geben und trinken. Das Jod soll dazu beitragen, den Flüssigkeitshaushalt der Nasenschleimhäute zu regulieren. Auch Nasenspülungen mit Kochsalz oder Emsersalz werden von vielen Betroffenen als hilfreich empfunden.

Gegen den Husten vorgehen

Bei Husten sollte viel getrunken werden, also mindestens zwei Liter pro Tag. Neben Wasser eignen sich hierfür auch ungesüßte Heilpflanzen- und Kräutertees wie beispielsweise Tee aus Fenchel, Spitzwegerich oder Schlüsselblume. Falls chronische Erkrankungen, Herz- oder Nierenleiden vorliegen, sollte man sich an den vom Arzt empfohlenen Trinkmengen orientieren. Die bereits oben erwähnten Inhalationen können auch den Hustenreiz lindern und wohltuend wirken. Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel „Natürliche Hausmittel gegen Husten“.

Kartoffelwickel gegen Husten

Ein altbewährtes Hausmittel gegen Husten ist der Kartoffelwickel. Hierfür sollten fünf Kartoffeln weichgekocht und in ein Tuch eingeschlagen werden. Die so eingeschlagenen Kartoffeln nun in dem Tuch zerdrücken und dieses anschließend auf die Brust legen. Dort kann das Tuch verweilen, bis der Wickel sich abkühlt.

Rettich- oder Zwiebelsirup

Selbstgemachter Zwiebel- oder Rettichsirup hat sich ebenfalls gegen Husten bewährt. Zur Herstellung des Zwiebelsirups muss eine Zwiebel kleingehackt und mit Honig vermischt werden. Diese Masse muss über Nacht an einem warmen Ort gelagert werden. Am nächsten Tag können die Feststoffe abgesiebt werden. Von dem nun fertigen Sirup sollte mehrmals täglich ein Teelöffel eingenommen werden. Alternativ kann auch ein schwarzer Rettich verwendet werden. Dieser sollte in der Mitte ausgehöhlt und mit etwas Honig befüllt werden. In der Aushöhlung bildet sich nun innerhalb eines Tages der wohltuende Rettichsaft.

Was hilft gegen Heiserkeit?

Zu den traditionellen Hausmitteln gegen Heiserkeit zählen Quarkwickel. Zur Herstellung eines Quarkwickels werden lediglich gewöhnlicher Magerquark auf Zimmertemperatur und ein Tuch benötigt, dass etwa eineinhalbmal um den Hals gelegt werden kann. Den Quark circa einen halben Zentimeter dick auf das Tuch auftragen, die Seiten einschlagen und den Wickel um den Hals legen. Die Auflage kann nun noch mit einem Schal umwickelt werden. Der Wickel sollte etwa 15 Minuten auf dem Hals verbleiben.

Weitere Hilfsmittel gegen Heiserkeit

Gurgeln mit Kamillentee oder warmen Brombeersaft kann zur Linderung der Beschwerden beitragen, genauso wie Lutschpastillen mit Emsersalz, Thymian oder Salbei. Außerdem sollte man das Sprechen auf ein Minimum reduzieren. Insbesondere Flüstern sollte vermieden werden, da dies die Stimmbänder zusätzlich reizt. Ein Schal hält den Halsbereich warm und kann zur Schonung beitragen.

Was kann man gegen Halsschmerzen tun?

Ruhe, Wärme und viel trinken verschafft meist schon Linderung bei Halsschmerzen. Dagegen sollten langes und lautes Sprechen, Zugluft sowie Rauchen vermieden werden. Die oben erwähnten Quark- und Kartoffelwickel sind ebenfalls wirksame Hausmittel gegen Halsschmerzen. Salbei- und Kamillentees haben eine entzündungshemmende Wirkung und eignen sich zur mehrmals täglichen Einnahme. Auch das Gurgeln mit einer Lösung aus Salbei und Kamillenblüten kann Linderung verschaffen.

Tipps bei Fieber

Fieber gehört zu den sinnvollen Abwehrprozessen des Menschen. Solange es nicht über 39 Grad steigt, sollte nicht unbedingt dagegen vorgegangen werden. Sollte das Fieber höher als 39 Grad Celsius bei Erwachsenen oder 39,5 Grad bei Kindern ansteigen (Ausnahme: Kinder mit Neigung zu Fieberkrämpfen – hierzu sollte ein Arzt befragt werden) oder treten starke Beschwerden auf, so kann man die Körpertemperatur mithilfe zahlreicher Hausmittel gegen Fieber senken. Wenn das Fieber nach einem Tag nicht absinkt oder sogar weiter ansteigt, so sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Wadenwickel gegen Fieber

Kühle Wadenwickel sind ein lange bekanntes und vielfach bewährtes Hausmittel gegen Fieber. Wichtig: Die Wickel sollten nur angewendet werden, wenn Hände und Füße warm sind, eine Raumtemperatur von mindestens 22 Grad Celsius vorherrscht und keine Zugluft vorhanden ist. Das Wasser, mit dem die Wickel getränkt werden, sollte nur ein bis fünf Grad kälter sein als die Körpertemperatur. Zur Anwendung die Wickel (z.B. Baumwollhandtücher) in das Wasser tauchen und um die Wade wickeln. Dort sollte das Tuch verbleiben, bis es sich auf die Körpertemperatur aufgewärmt hat. Gegebenenfalls kann die Prozedur wiederholt werden. Insgesamt sollten die Wickel bei Kinder und Senioren nicht länger als zehn und bei Erwachsenen nicht länger als 20 Minuten angewendet werden.

Erkältungsbad

Wenn sich die ersten Anzeichen einer Erkältung zeigen, ist ein Erkältungsbad ratsam. Dabei sollte das Wasser nicht zu heiß sein, also 39 Grad nicht übersteigen. Auch die Badedauer sollte nicht länger als 20 Minuten betragen. Bei Fieber ist zudem, auf heißes Baden eher zu verzichten. Dem Badewasser können ätherische Öle hinzugefügt werden. Hierfür eigenen sich Salbei, Eukalyptus, Thymian, Teebaum, Kamille, Lavendel und Zitronenmelisse. Es sollten insgesamt nicht mehr als sechs Tropfen in das Wasser gegeben werden. Bei Kindern oder wenn Allergien bestehen sollte auf ätherische Öle verzichtet werden, insbesondere wenn diese Menthol enthalten. Nach dem Bad braucht der Körper Ruhe. Am besten badet man direkt vor dem Schlafengehen.

Ingwer – der Alleskönner gegen Erkältungskrankheiten

Ein beliebtes Hausmittel bei Erkältungen ist der Ingwer. Als Heilpflanze ist er schon seit Jahrtausenden in der traditionellen chinesischen Medizin und im indischen Ayurveda bekannt. Hierzulande wurde Ingwer zur Heilpflanze des Jahres 2018 gekürt. Die heilende Knolle ist unter anderem für ihre entzündungshemmende Wirkung bekannt. Des Weiteren soll Ingwer das Immunsystem stärken und zum Schutz vor Infekten beitragen.

Regelmäßig ein Glas Ingwer-Tee

Bei Erkältungen empfiehlt es sich, regelmäßig eine Tasse mit frischem Ingwer-Tee zu trinken. Dazu einfach ein paar dünne Scheiben Ingwer mit 200 Millilitern kochendem Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen lassen.

So wirkt Ingwer-Tee effektiver bei Erkältungskrankheiten: Viele Menschen machen bei der Zubereitung des Tees einen kleinen Fehler, der die Effektivität mindert. Vor der Zubereitung sollte der Ingwer nicht geschält werden, da die wertvollen Inhaltsstoffe vor allem unter der Schale sitzen. Am besten greift man zur Bio-Variante, da diese weniger mit Chemikalien belastet ist. Der fertige Tee kann nach belieben mit Zitrone und Honig abgeschmeckt werden.

Was kann man gegen ständig wiederkehrende Erkältungen tun?

Ist das Immunsystem geschwächt, dann können die Symptome chronisch werden oder es kommt zu häufigen Rückfällen (erhöhte Infektanfälligkeit). In diesem Falle sollte zusätzlich eine fachkundige Behandlung zur Normalisierung der natürlichen Immunfunktion erfolgen. Mit kleineren Veränderungen in der Lebensführung und der Ernährungsweise sowie mit selbstständig durchführbaren Maßnahmen zur regelmäßigen körperlichen Entgiftung kann jeder selbst dazu beitragen, infektiösen Erkrankungen vorzubeugen.

Es gibt zahlreiche Methoden und Verhaltensweisen, die dazu beitragen können, gar nicht erst mit einer Erkältungskrankheit angesteckt zu werden. Gute Hygiene und das Immunsystem stärken gehören zu den effektivsten präventiven Maßnahmen. (Bild: heilpraxis.de)

Erkältungsprävention – So eine Ansteckung verhindern

Herbst und Winter ist die Hauptsaison für Erkältungskrankheiten. Da die Erreger überall verteilt sein können, ist es ratsam, häufig und gründlich die Hände zu waschen (siehe: Richtiges Händewaschen). Des Weiteren sollte man mit den Finger möglichst nicht in das Gesicht fassen, da Nase und Mund die Haupteintrittstore für die Viren sind. Wenn es nicht zu unhöflich ist, sollte auf Händeschütteln verzichtet werden. Außerdem sollte der Witterung entsprechende Kleidung getragen werden, um sich vor Wind, Kälte und Regen zu schützen. Durchnässungen oder kalte Füße können das Immunsystem schwächen und so eine Infektion begünstigen.

Auch die Ernährung spielt eine große Rolle. Viel Obst und Gemüse, darunter auch Vitamin C-Lieferanten wie Zitronen und Kiwis, versorgen den Körper mit wichtigen Nährstoffen und helfen, das Immunsystem zu stärken. Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft sind ebenso ratsam, wie Saunagänge und Wechselduschen (abwechselnd warm und kalt duschen). Innenräume sollten öfter stoßgelüftet werden, um der trockenen Heizungsluft die nötige Feuchtigkeit zu verleihen. Dies schützt die Schleimhäute vor Austrocknung und macht sie widerstandsfähiger. (vb, jvs; aktualisiert am 10.09.2018)