Ingwer – Wirkung, Rezepte und selber pflanzen

Ingwer ist eine vielseitige Heilpflanze, die bekannt dafür ist, dass sie gegen Erkältung und Übelkeit hilft und zu mehr Vitalität führt. Bei täglicher Einnahme kommt die einzigartige Kraft von Ingwer, ernsthafte Krankheiten und Entzündungen zu bekämpfen und diesen vorzubeugen, zur vollen Entfaltung. Ob als Ingwertee, Ingwerwasser mit Kurkuma oder Zitrone, als Ingwer Kapsel oder als Ingwer Shot eingenommen, die Möglichkeiten der Anwendung sind so vielfältig wie das Wirkungsspektrum der Ingwerpflanze, und man kann sie sogar zu Hause pflanzen.

Steckbrief für Ingwer

  • Wissenschaftlicher Name: Zingiber officinale
  • Pflanzenfamilie: Ingwergewächse (Zingiberaceae)
  • Volkstümliche Namen: Immerwurzel, Imber, Ingber, Ingwerwurzel
  • Vorkommen: Das natürliche Vorkommen der Ingwerpflanze sind vermutlich die pazifischen Inseln. Dies ist nicht eindeutig belegt. Angebaut wird Ingwer heute vor allem in Südostasien, Afrika, Australien, auf Jamaika und in Südamerika.
  • Verwendete Pflanzenteile: Unterirdische Sprossachse (Rhizom)
  • Anwendungsgebiete:

Kräuterportrait

Ingwer ist eine krautige Pflanze, die am besten im warmen Klima auf nährstoffreichem Boden gedeiht. Verwandt ist Ingwer mit Kardamom und Kurkuma. Sein Ursprung wird in den Subtropen vermutet.

frischer Ingwer mit Wurzeln
Der von der Ingwerpflanze verwendete Teil ist das Rhizom, der auch oft als Knolle bezeichnet wird. (Bild: kazoka303030/stock.adobe.com)

Aus der unterirdischen, verzweigten und horizontal wachsenden Sprossachse, dem Rhizom, wachsen Triebe mit hellgrünen, ungestielten lanzettlichen Blättern. Die Einzelblüten stehen zusammen in einem kolbenförmigen Blütenstand und sind von grün-gelben Hochblättern umgeben. Zwischen den gelben bis purpurfarbenen Blütenblättern sitzt ein süß duftendes, dunkelviolettes Staubblatt. Es werden Kapselfrüchte gebildet.

Der Teil, den man von Ingwer verwendet, ist das bis zu 20 Zentimeter lange und drei Zentimeter dick werdende Rhizom. Man spricht oft von der „Knolle“ in Zusammenhang mit Ingwer, da dieses Rhizom ein knolliges Aussehen hat. Es ist jedoch kein Teil der Wurzel der Ingwerpflanze.

Aufgrund der grünen Stängel und der Form der etwa 20 Zentimeter langen Laubblätter erinnert Ingwer an Bambus. Die Ingwerpflanze kann eine Höhe von 50 bis 150 Zentimeter erreichen. Nach einer Wachstumsphase von etwa acht Monaten wird Ingwer geerntet. Dieser Ingwer ist noch jung und zart und wird deshalb überwiegend in der Küche verwendet. Nach weiteren acht bis zehn Monaten Wachstum, wenn sich die schilfartigen Blätter gelb färben, kann mit der Ernte des Gewürzingwers begonnen werden. Dieser wird getrocknet und später zu Pulver zermahlen.

Als alte Heil- und Gewürzpflanze ist Ingwer vielfältig einsetzbar. Ingwer diente schon im alten China 1050 – 221 vor Christus als weit verbreitete Heilpflanze, und Konfuzius nahm auf seinen Reisen bereits Ingwer gegen Reiseübelkeit zu sich. Zur allgemeinem Steigerung des Wohlbefindens hat sich die Knolle bis heute als effektiver Helfer erwiesen. Bereits in der Antike und noch heute in Japan dient Ingwer als Aphrodisiakum.

Getrocknet als Pulver oder frisch geschnitten wird die Knolle in Speisen und Getränken verwendet. Ingwer riecht dezent aromatisch-zitronig. Im Geschmack ist Ingwer scharf-würzig untersetzt mit einer gewissen fruchtigen Süße. Im Erfrischungsgetränk Ginger Ale (engl. Ginger bedeutet Ingwer) oder auch in alkoholfreien Bieren findet man Ingwer. Im 9. Jahrhundert wurde Ingwer bereits aus Asien nach Europa importiert. Er galt im Mittelalter als Pfeffer der armen Leute, da der aus Indien stammende Pfeffer sehr teuer war.

Das Wort Ingwer leitet sich lateinisch von „gingiber“ ab, was auf das griechische Wort „zingiberis“ zurückzuführen ist, das wiederum vom mittelindischen Begriff „singivera“ stammt. Andere Quellen sehen den Wortursprung im Sanskrit, dort bedeutet „sringavera“ geweihförmig. Das knollige und verzweigte Rhizom von Ingwer erinnert tatsächlich an ein Geweih.

Am meisten bekannt ist die Heilwirkung des Ingwers gegen Übelkeit, insbesondere bei Reiseübelkeit und Erbrechen wird er erfolgreich eingesetzt. Im Ayurveda erfolgt zudem eine Anwendung gegen Schmerzen, bei neurologischen Erkrankungen und bei Kreislaufschwäche.

In der Naturheilkunde ist Ingwer ein bewährtes Heilmittel bei Unterleibsbeschwerden, Husten, Halsentzündung, Depressionen, Burnout, chronischen Schmerzen und Entzündungen sowie Enteritis (Dünndarmentzündung) oder Rheuma.

Auch bei Schwindel, Kreislauf- und Durchblutungsstörungen, Muskelschmerzen und -krämpfen, Kälteempfindlichkeit und Antriebslosigkeit werden gute Erfolge mit Ingwer erzielt.

Ingwer ist bei Sportlern sehr beliebt, da er vor dem Sport vitalisiert und danach Muskelkater vorbeugt. Selbst gegen Herzinfarkt, Schlaganfall und Alzheimer kann die tägliche Ingwereinnahme vorbeugen. Dies ist den enthaltenen Scharfstoffen zu verdanken. Sie wirken aktiv einer Vielzahl von Giften im Körper entgegen.

Junge Frau macht Sport.
Bei Sportlern ist Ingwer beliebt, da er vitalisierend wirkt und Muskelkater reduzieren kann. (Bild: ty/stock.adobe.com)

Inhaltsstoffe und Wirkung

Insgesamt konnten im Ingwer 241 Pflanzenstoffe nachgewiesen werden. Eine Vielzahl sind Antioxidantien und haben eine entzündungshemmende Wirkung. Ingwer zählt zu den zwölf besten krankheitsbekämpfenden Lebensmitteln. Im Ingwerrhizom sind acht Prozent eines zähflüssigen Balsams enthalten. Die Heilwirkung des Ingwers beruht auf den darin enthaltenen besonderen medizinischen Wirkstoffen, die sich in

  • ätherisches Öl (Sesquiterpene) und in
  • Scharfstoffe (Gingerole und Shogaole)

unterteilen lassen.

Sesquiterpene

Im ätherischen Öl von Ingwer sind Sesquiterpene enthalten. Sie sind eine wichtige Untergruppe der Terpene. Nur etwa 20 aller bekannten Sesquiterpene sind als Aromastoffe bedeutsam. Das wichtigste Sesquiterpen in Ingwer ist Zingiberen, über das allerdings noch wenig bekannt ist.

Ingwer Übersichtsgrafik mit einer Auflistung der Inhaltsstoffe und Wirkung.
(Bild: barmalini/stock.adobe.com; eigene Bearbeitung heilpraxis.de)

Gingerole

Gingerole gehören zu den Scharfstoffen. Für den scharfen Geschmack von Ingwer sorgt besonders das 6-Gingerol, welches das bedeutendste Gingerol ist. Gingerole haben durch einen ähnlichen chemischen Aufbau wie der Arzneistoff Acetylsalicylsäure (ASS) vergleichbare Wirkeigenschaften. Sie hemmen das Enzym Cyclooxygenase, das für Schmerzen verantwortlich ist beziehungsweise Entzündungen vermittelt, und wirken vergleichbar wie Aspirin.

Die Wirkung von Gingerolen ist

  • schmerzstillend,
  • entzündungshemmend (auch bei chronischen Entzündungen),
  • Blutfettwerte reduzierend,
  • Übelkeit und Erbrechen lindernd
  • und thrombozytenaggregationshemmend.

Gingerole wirken im Magen-Darm-Trakt

  • krampflösend (Blähungen, Unterleibskrämpfe),
  • gegen Übelkeit,
  • Speichelfluss und Magensaftsekretion anregend
  • und wärmend.

Eine Studie aus Korea zeigt das Potential von 6-Gingerol, gegen Alzheimer vorzubeugen. Die schmerzlindernde und entzündungshemmende Kraft bei Rheuma belegt eine Studie aus Dänemark. Australische Wissenschaftler stellten die Wirkung von 6-Gingerol gegen Arthrose in einer weiteren Studie heraus. 6-Gingerol kann die Entzündungen, die den Knorpelabbau in den Gelenken bei Arthrose erhöhen, senken und ebenso die Schmerzen in den Gelenken.

Vielversprechende Ergebnisse einer australischen Studie an Tieren und Zellkulturen stellen zudem großes Potential des Ingwers in der begleitenden Krebstherapie fest: Die negativen Folgen der Medikamente, die während der Chemotherapie eingenommen werden, können mit Hilfe der Einnahme von Ingwer (nach ärztlicher Rücksprache) abgefangen werden. Ingwer unterstützt und baut die Darmflora wieder auf und lindert Übelkeit. Studien belegen sogar die Fähigkeit von 6-Gingerol, Tumorzellwachstum zu hemmen.

Arthrose im Kniegelenk
Das zu den Scharfstoffen gehörende 6-Gingerol im Ingwer wirkt unter anderem gegen die Entzündungen und Schmerzen bei Arthrose. (sompong_tom/stock.adobe.com)

Shogaole

Shogaole entwickeln sich aus Gingerolen als Abbauprodukt, sobald Ingwer trocknet. Shogaol ist deutlich schärfer als Gingerol, daher ist getrockneter Ingwer im Geschmack wesentlich schärfer.

Neben 8-, 10- und 12-Shogaol ist 6-Shogaol das wichtigste und am meisten erforschte Shogaol, das im menschlichen Körper zellaktiv wirkt, indem es u.a. antioxidative Enzyme fördert und wie 6- Gingerol die Gesundheit der Mitochondrien (Kraftwerke der menschlichen Zellen) verbessert. Es ähnelt in seinen besonders wichtigen Wirkeigenschaften dem 6-Gingerol und hat womöglich sogar eine noch stärkere Heilwirkung.

Eine Studie aus dem Iran zeigt, dass das in Ingwer enthaltene 6-Shogaol, das bekannt dafür ist, das Herz zu schützen, Alzheimer vorbeugt. Eine indische Studie stellte heraus, dass 6-Shogaol Rheuma und Arthrose entgegenwirkt und Forschende aus Frankreich bewiesen die Wirkung gegen Übelkeit und Erbrechen.

Eine klinische Studie an Tieren und Zellkulturen fand Hinweise auf eine unterstützende Wirkung von 6-Shogaol in der begleitenden Krebstherapie. Sogar in der Bekämpfung von Krebsstammzellen zeigt eine Studie mit Zellkulturen vielversprechende Wirkungen des 6-Shogaols. Diese Ergebnisse müssen jedoch noch erweitert werden und an Menschen überprüft werden.

Weitere Inhaltsstoffe

Das Ingwerrhizom enthält zudem Vitamin C, Calcium, Kalium, Phosphor, Natrium, Magnesium und Eisen und weitere antioxidativ wirkende Pflanzenstoffe.

Anwendung und Dosierung

Ingwer kann roh zerkaut, als Ingwerwasser, Ingwer Shot, Ingwertee, in Tropfenform, als Kapsel oder Tablette eingenommen werden oder eingelegt und kandiert genossen werden – die Inhaltsstoffe erzielen dieselbe Wirkung. Eine tägliche Dosierung von zwei bis fünf Gramm Ingwer ist zu empfehlen, damit die krankheitsvorbeugenden Eigenschaften (wie gegen Alzheimer, Arthrose) von Ingwer ihre volle Wirksamkeit entfalten können. Auch bei Ingwer Kapseln oder Tabletten empfiehlt sich eine Tagesdosis von zwei bis fünf Gramm. Ingwer kann zudem beim Kochen roh oder in Pulverform Speisen verfeinern.

Ingwer pur, kandiert und als Pulver
Ingwer kann in unterschiedlichster Form verwendet werden, zum Beispiel auch als Pulver oder kandiert. (Bild: DIA/stock.adobe.com)

Nebenwirkungen

Bei einer Überdosierung von mehr als fünf Gramm täglich können Sodbrennen, Blähungen und Durchfall auftreten. Aufgrund seiner blutverdünnenden Wirkung ist von der Einnahme vor einer Operation abzuraten. Da Ingwer die Magensäureproduktion fördert und die Verdauung stärkt, sollten Menschen, die zu Sodbrennen neigen, Ingwer nicht einnehmen. Schwangere sollten in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft Ingwer aufgrund seiner wehenfördernden Eigenschaften nicht verwenden.

Ingwertee – Wirkung und Rezept

Zutaten:

  • Ein Liter Wasser,
  • ein Stück Ingwer (fünf Zentimeter lang)
  • und zwei Teelöffel Honig.

Ingwertee hilft bei zahlreichen Beschwerden, wirkt vorbeugend gegen Krankheiten, ist vitalisierend, regt den Stoffwechsel und die Fettverbrennung an und lindert gleichzeitig Stress. Am besten sollte für die Zubereitung von Ingwertee möglichst frischer Ingwer verwendet werden. Dieser ist an seiner glatten Oberfläche und an einer festen Knolle erkennbar.

Je nach Herkunftsland ist Ingwer aus Nigeria scharf, hingegen Ingwer aus Jamaika oder China eher mild im Geschmack. Ingwertee kann über den Tag hinweg getrunken werden und kann auch speziell zur Bekämpfung der Schwangerschaftsübelkeit konsumiert werden. Im letzten Drittel der Schwangerschaft kann Ingwer jedoch wehenfördernd sein und sollte daher nicht verwendet werden.

Bei Übelkeit sollte auf nüchternen Magen eine Tasse Tee am Morgen getrunken werden. Der Rest des Ingwertees kann über den Tag verteilt kalt verzehrt werden.

Zubereitung:

  1. Ein etwa fünf Zentimeter (cm) langes Stück Ingwer in zwei bis drei dünne Scheiben schneiden. (Die Schale darf dabei, wenn der Ingwer aus ökologischem Anbau ist, gerne mitgekocht werden. Sonst bitte dünn abschälen.)
  2. Die Ingwerscheiben mit einem Liter kochendem Wasser übergießen und dann den Tee zehn Minuten ziehen lassen.

Die Ingwerstücke können in der Teekanne belassen werden. Für eine weitere Geschmacksnote kann der Ingwertee mit anderen Teesorten kombiniert und mit Honig gesüßt werden.

Variation: Man kann eine abgeriebene Schale einer Bio-Limette oder -Zitrone mitkochen und dem Tee einen Teelöffel Kurkumapulver zufügen. So erhält der Tee eine wunderbare gelbe Farbe. Kurkuma gehört zu der gleichen Pflanzenfamilie wie Ingwer und birgt ähnliche gesundheitsfördernde und krankheitsbekämpfende Eigenschaften.

Extratipp: Wer es lieber kalt mag, lässt den Tee abkühlen und trinkt ihn gekühlt als Ingwerwasser.

Tee mit Ingwer, Ingwerscheiben und Zitrone
Eine klassische und beliebte Verwendung findet der Ingwer in Form eines Ingwertees. (Bild: Yasonya/stock.adobe.com)

Ingwer Shot – Rezept für die tägliche gesunde Erfrischung

Der Trend, Ingwer hochkonzentriert als Shot zu trinken, kommt aus den USA. Mit einem Schluck (engl. Shot) pro Tag erhält der Körper einen wahren Energieschub und man wird munter, ähnlich wie bei Kaffee. Die heilenden Eigenschaften von Ingwer kommen im frischen, kühlen Ingwer Shot zu ihrer ganzen Wirkung. Anders als im Tee bleiben die Vitamine ohne das Erhitzen besser erhalten. Ein Shot umfasst nur 40 Milliliter (ml) und somit nur einen kleinen Schluck täglich, der es jedoch in sich hat.

Zutaten für 400 ml (Zehn Shots):

  • 50 Gramm frischer Ingwer,
  • drei Zitronen,
  • vier bis fünf Esslöffel Ahornsirup
  • und 200 ml Wasser.

Zubereitung:
Den Ingwer schälen und fein hacken. Die Zitrone auspressen. Mit einem Standmixer Wasser und Ahornsirup sowie den Saft der Zitrone und den gehackten Ingwer vermengen. Alles kurz mixen und den Shot in eine Flasche füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Vorm Trinken die Flasche schütteln!

Variation:
Eine zusätzliche Prise Cayennepfeffer gibt dem Ingwer Shot eine besondere Schärfe. Wer möchte, kann anstatt drei Zitronen zu verwenden einen halben geschälten Apfel pürieren und den Saft von drei Limetten hinzufügen.

Ingwer pflanzen und anbauen

Wer sicher sein möchte, dass er Ingwer verzehrt, der ohne Pflanzengifte behandelt wurde und gerne gärtnert, kann Ingwer selbst pflanzen. Die wärmeliebende Ingwerpflanze, die in den Tropen beheimatet ist, wächst mit etwas Geschick und Fürsorge im eigenen Garten oder auf dem Balkon. Optimale Wachstumsbedingungen sind, wie im Gewächshaus, eine hohe Luftfeuchtigkeit und -temperatur, viel Sonne und keine Zugluft.

Zum Anpflanzen eignet sich der Topf, da Ingwer nicht winterfest ist und ab Herbst hereingeholt werden sollte. Auf den Topfboden sollten Tonscherben gelegt werden zur Vermeidung von Staunässe. Die Ingwerpflanze mag es stetig feucht (aber nicht nass) und sollte daher regelmäßig gegossen werden. Sehr wichtig ist es, eine nährstoffreiche Aussaaterde aus dem Fachhandel zu verwenden und damit den Topf aufzufüllen. Die Knolle darf gerne aus dem Supermarkt sein, sollte jedoch noch prall und frisch sein.

Sie wird vor dem Einpflanzen in fingerdicke Stücke geschnitten und mit den Schnittseiten nach oben zeigend mit einer wenige Zentimeter dicken Erdschicht abgedeckt. Danach sollte bis zur Keimung der ersten Triebe eine dünne Plastikfolie über den Topf gespannt werden und der Topf an einem halbsonnigen Platz stehen. Nach etwa zwei Wochen erscheint mit Glück ein zarter grüner Trieb und die Folie kann entfernt werden. Zum Gießen eignet sich Regenwasser, welches nicht kalkhaltig ist.

Geerntet werden kann Ingwer nach etwa neun Monaten, wenn die Pflanze etwa einen Meter hoch ist. Zu diesem Zeitpunkt verfärben sich die Blätter gelb. Die Knolle, also der Erdspross (wissenschaftlich Rhizom), kann nun ausgegraben werden. Die hellen und jungen Teile der Knolle können frisch verwendet, getrocknet oder eingefroren werden. Wichtig ist es, ein Stück des älteren, dunkleren Erdsprosses in der Erde zu belassen und ihn in einem hellen, kühlen Raum ohne Gießen im Topf überwintern zu lassen. Im kommenden Frühjahr bilden sich dann wieder junge grüne Triebe. (ls)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Lea Stanke
Quellen:
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Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.


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