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Großer Rückruf gestartet: Tausende Eier mit Insektiziden verseucht

Alfred Domke
Verfasst von Alfred Domke, Redakteur für Gesundheits-News
1. August 2017
in News
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Mit Biozid belastete Eier werden zurückgerufen
In Nordrhein-Westfalen werden Eier aus den Niederlanden zurückgerufen; sie sollen mit einem Insektizid belastet sein. Medienberichten zufolge gelangten hierzulande fast 900.000 Stück in den Handel. Bei normalen Verzehrmengen sei laut Experten nicht von einem Gesundheitsrisiko auszugehen.

Nicht zugelassenes Biozid eingesetzt
In Nordrhein-Westfalen (NRW) werden mit Biozid belastete Eier aus niederländischer Produktion zurückgerufen. Laut einem Bericht des Westdeutschen Rundfunks (WDR) wurde nach Erkenntnissen der Überwachungsbehörden in Legehennenbeständen der nicht zugelassene Stoff Fipronil eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein Breitspektrum-Insektizid, das unter anderem gegen Flöhe, Läuse, Zecken, Schaben und Milben eingesetzt wird. Eine Gesundheitsgefahr sei unwahrscheinlich.

Fast 900.000 belastete Eier gelangten in den Handel
Von den etwa 2,9 Millionen Eiern, die aus den betroffenen Beständen nach NRW geliefert wurden, gelangten rund 875.000 Stück in den Handel.

Wie der WDR berichtet, tragen die betroffenen Eier den Stempelaufdruck 1-NL 4128604 oder 1-NL 4286001. Die Legedaten liegen demnach im Zeitraum vom 09. bis 21. Juli 2017.

Es sei noch nicht klar, über welche Märkte genau die Eier vertrieben worden sind.

Nur geringe Mengen des Insektizids nachgewiesen
Dem WDR zufolge wurde in den nach NRW gelieferten Eiern nur eine geringe Menge (maximal 0,11 mg/kg) des Biozids nachgewiesen.

Bei normalem Verzehr bestehe daher keine Gefahr für die Gesundheit.

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) „kann eine Fipronilkonzentration von 0,72 mg/kg (Summe aus Fipronil und dem Sulfonmetabolit MB46136, berechnet als Fipronil) in Hühnereiern als maximale Konzentration angesehen werden, bei der für keine der untersuchten Verbrauchergruppen ein akutes gesundheitliches Risiko besteht“.

Das BfR war vor kurzem gebeten worden, das gesundheitliche Verbraucherrisiko zu bewerten, nachdem in Belgien erhöhte Gehalte an Fipronil in Eiern und Eiprodukten festgestellt worden waren. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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