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Guter Gesundheitszustand deutscher Kinder

Alfred Domke
Verfasst von Alfred Domke, Redakteur für Gesundheits-News
16. November 2013
in News
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Gesundheitsstudie zu Kindergesundheit

16.11.2013

Der Gesundheitszustand ihrer Kinder wird in Deutschland von den meisten Eltern als gut oder sehr gut eingeschätzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Gesundheitsstudie des Robert-Koch-Instituts. Es zeigte sich aber auch, dass rund 16 Prozent aller Kinder und Jugendlicher mindestens an einer allergischen Erkrankung leiden.

Den meisten Kindern geht es gut
Dem Großteil aller deutscher Kinder und Jugendlicher geht es gut. Dies geht aus einem aktuellen Gesundheitsbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Zwischen 2009 und 2012 hat das RKI für die Studie rund 16.000 Kinder, Jugendliche, deren Eltern sowie junge Erwachsene befragt. Demnach schätzten 94 Prozent der Eltern den Gesundheitszustand ihrer Kinder als gut oder sehr gut ein. Von den befragten elf- bis 17-Jährigen gaben sich 88 Prozent Bestnoten bezüglich ihrer Gesundheit. Die Gesundheitsforscherin Ute Ellert meinte: „Die subjektive Gesundheit von Jugendlichen in Deutschland ist so gut wie selten zuvor.“

Allergische Erkrankungen bei Kindern
Die am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Daten der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) besagten jedoch auch, dass rund 16 Prozent der Heranwachsenden mindestens eine allergische Erkrankung haben. So sei vor allem der Anteil der Kleinkinder mit Heuschnupfen und Asthma in den vergangenen Jahren weiter gestiegen. Außerdem seien in den zwölf Monaten vor der Erhebung insgesamt neun Prozent der unter 17-Jährigen von Heuschnupfen, sechs Prozent von Neurodermitis und vier Prozent von Asthma betroffen gewesen.

Aufwärtstrend bei Allergien hat nachgelassen
Die KiGGS befasst sich allgemein mit der gesundheitlichen Lage der Heranwachsenden. Bereits in den Jahre von 2003 bis 2006 beteiligten sich mehr als 17.000 Kinder mit ihren Eltern an einer umfangreichen Erhebung. Bei der telefonischen Folgebefragung von 2009 bis 2012 stellte sich auch heraus, dass der jahrzehntelange Aufwärtstrend bei den Allergien „spürbar nachgelassen“ habe, wie es in dem Bericht heißt.So lasse sich laut RKI auch der überproportionale Anstieg der Allergien in Ostdeutschland in den 1990er-Jahren heute nicht mehr ausmachen.

Jugendliche essen zu wenig Obst
Die aktuellen Zahlen des RKI sprechen jedoch für eine schlechte Benotung beim Thema Ernährung. So würden annähernd 50 Prozent der Jugendlichen zu wenig Obst und Gemüse essen. Außerdem verbringe fast ein Drittel der Kinder mehr als vier Stunden vor Computer und TV. Erfreulich sei andererseits, dass immer weniger Jugendliche rauchen. Waren es bei der ersten Erhebung noch 22,2 Prozent der Mädchen und 21,3 Prozent der Jungen, die rauchten, so waren es zuletzt jeweils nur noch 12,2 Prozent. Auch Alkohol würden nur wenige Teenager regelmäßig konsumieren.

Kinderärzte sehen Verschlechterung
Den teils positiven Ergebnissen stehen jedoch auch andere Analysen gegenüber, wie etwa die von Kinderärzten, die vor kurzem eine schlechtere Gesundheit der Kinder in Deutschland in den letzten zehn Jahren bemängelten.Ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung und zu viel Zeit vor Computer und Fernseher seien die Gründe für die gesundheitlichen Probleme wie Übergewicht, Rückenschmerzen oder Bewegungsstörungen. Zu diesen Ergebnissen kam eine Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit vor wenigen Monaten, die unter bundesweit 100 Kinder- und Jugendärzten zur Gesundheit von Kindern durchgeführt wurde. „Beinahe alle befragten Mediziner (94 Prozent) stellen eine Zunahme von Übergewicht fest“, so die DAK. „Einen Anstieg von motorischen Defiziten bei Minderjährigen sehen 80 Prozent der Befragten.“ Außerdem bemerkten mehr als die Hälfte der Ärzte, dass Rückenschmerzen und Haltungsschäden zugenommen haben. (ad)

Bild: Alwin Gasser / pixelio.de

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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